Wer hart arbeitet, will auch entsprechend dafür belohnt werden. Diese Regel wird offenbar im Gehirn des Menschen ganz automatisch befolgt. Das haben Wissenschaftler des Center for Economics and Neuroscience (CENs) der Universität Bonn gezeigt. Bei Probanden, die schwierige mathematische Aufgaben lösen mussten, hing die Aktivität in belohnungsverarbeitenden Gehirnarealen stärker von der Höhe der Belohnung ab als nach leichten Aufgaben. Die Studie ist nun im Journal "Social Cognitive and Affective Neuroscience" erschienen.
Ambulante Drogenselbsthilfe-Gruppen nehmen in Deutschland zu - insbesondere mit dem Ziel, einen gemäßigten Substanzkonsum oder eine Substitution stabil zu akzeptieren. Die Mitgliedschaft in diesen akzeptanzorientierten Gruppen verbessert objektiv und subjektiv die "Lebenslage der Betroffenen in Bezug auf Beruf, Wohnsituation, Freundeskreise und Substanzeinnahme der PartnerInnen." Zu diesem Ergebnis kommt Frederic Fredersdorf in einer bundesweiten Studie.
Pflegende in der Forensik: Sicherheit durch optimale Therapie
Pflegende in der forensische Psychiatrie konnten während der letzten Jahre den größten Teil ihrer materiellen Sicherungsaufgaben an spezielle Security-Kräfte abgeben. Damit erhielten die Pflegenden Freiräume, sich weiterzuqualifizieren und therapeutische Aufgaben zu übernehmen. Über diesen "qualitativen Sprung" berichtet Jürgen Hollick (Irsee) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Forensische Psychiatrie und Psychotherapie.
Electric stimulation of brain releases powerful, opiate-like painkiller
Researchers used electricity on certain regions in the brain of a patient with chronic, severe facial pain to release an opiate-like substance that's considered one of the body's most powerful painkillers.
Pädagogik bei Krankheit: Inklusion führt zum Königsweg
Kranke Kinder sind für Pädagogen eine besondere Herausforderung - ob in speziellen Einrichtungen oder in Regelschulen. Die Betreuungsangebote reichen von hoch ambitioniert bis krass defizitär. Hermann Frey und Alexander Wertgen (Ruhrlandschule Essen) haben das erste Handbuch zum Thema Pädagogik bei Krankheit herausgegeben. Roland Stein nennt es in der Zeitschrift für Heilpädagogik einen "wichtigen Meilenstein der konzeptionellen Arbeit an Schulen für Kranke. Es ist unbedingt lesenswert für alle, die in diesem Bereich arbeiten oder sich für ihn interessieren."
Psychotherapie: Psychopharmaka können sexuelle Funktionsstörungen auslösen
Nach der Einnahme von Psychopharmaka treten häufig sexuelle Funktionsstörungen auf - und können damit den psychotherapeutischen Effekt stören, warnt Professor Dr. Dr. Thomas Köhler (Hamburg). Besonders riskant sind Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI); sie sind indiziert bei Depressionen, Zwangsstörungen, Angsterkrankungen, Essstörungen oder Impulskontrollstörungen. Auch bei Antidepressiva anderer Struktur treten sexuelle Funktionsstörungen auf, berichtet Köhler in seinem Kompendium "Pharmakotherapie in der Psychotherapie".
Study corroborates the law: Good times are short, bad times long
"Time can be regarded as a scarce resource of our lives. If we enjoy living, time is positive but limited. If we experience mourning or pain, one says that time is a great healer. Although time is therefore positive, a solid limitation of human happiness lies within subjective time," Professor Dr. Arnold Hinz (Heidelberg) explains in his study "Is there an antihedonistic tendency in subjective time?"
Psychology: Sense of coherence improves the conflict-management in organisations
"The question of how managers promote and maintain health and well-being in the workplace has gained popularity across disciplines. It is evident that conflicts and inappropriate conflict management in organisations can also lead to reducing health and well-being in managers. The sense of coherence in salutogenesis has been found an important resource to manage stress and to cope with challenging situations," Professor Dr. Claude-Helene Mayer (Göttingen) reports.
Vergewaltigungen und Tötungen in Indien: alltäglich und von der Justiz kaum beachtet
Vergewaltigungen und Tötungen von Mädchen und Frauen sind in Indien zwar formal unter schwerste Strafe gestellt, doch im kulturellen Kontext enttabuisiert. Mädchen und Frauen gelten meist als minderwertig und als finanzielle Belastung. Der männlich dominierte Polizei- und Justizapparat zeigt sich bei der Aufklärung und Ahndung von Vergewaltigungen und Tötungen in aller Regel äußerst zurückhaltend, berichten Professores Florence Denmark und Erica Heitner (Pace University New York) in einer Studie.
Forensische Psychiatrie: Beschämung der Patienten behindert die Behandlung
Patienten in der forensischen Psychiatrie versuchen oft, ihre Behandlung zu behindern oder abzuwerten. Das Motiv kann in einer erlittenen Beschämung und einer anhaltenden Scham liegen. Wenn der Therapeut damit unsensibel umgeht, kann die Behandlung stagnieren, berichtet Harald Rehner (Universität Rostock) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Forensische Psychiatrie und Psychotherapie".
56 percent of female university students get drunk in record time
Female university students get drunk - on purpose - quicker than their male counterparts, and live a more sedentary life than they do, according to a study by the University of Vigo. Results show that 56.1% of female students are considered binge drinkers, as opposed to 41.3% of males.
DAK-Gesundheitsbarometer: Deutsche wünschen sich weniger Stress
Im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit interviewt das Forsa-Institut seit 2006 bundesweit über 3.000 Männer und Frauen in Bezug auf ihre guten Vorsätze für das neue Jahr. Das aktuelle Ergebnis findet sich im DAK-Gesundheitsbarometer "Gute Vorsätze 2013" wieder.