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Psychotherapie: Psychopharmaka können sexuelle Funktionsstörungen auslösen

Nach der Einnahme von Psychopharmaka treten häufig sexuelle Funktionsstörungen auf - und können damit den psychotherapeutischen Effekt stören, warnt Professor Dr. Dr. Thomas Köhler (Hamburg). Besonders riskant sind Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI); sie sind indiziert bei Depressionen, Zwangsstörungen, Angsterkrankungen, Essstörungen oder Impulskontrollstörungen. Auch bei Antidepressiva anderer Struktur treten sexuelle Funktionsstörungen auf, berichtet Köhler in seinem Kompendium "Pharmakotherapie in der Psychotherapie".

"Verringerung der Libido kann auch - als Folge der Erhöhung des Prolactinspiegels - Nebenwirkung von Neuroleptika sein, sowohl der klassischen wie der atypischen. Bei den Effekten der Neuroleptika auf die Libido dürfte ein weiterer Mechanismus eine wesentlichte Rolle spielen: Diese Substanzen blockieren auch die Dopaminrezeptoren im sogenannten mesotelencephalen dopaminergen Belohnungssystem, speziell im Nucleus accumbens, wodurch Verstärker ihre Wirkung verlieren können und so generell eine mangelnde Empfänglichkeit für ´Lustreize´ resultiert. Blockade dieser Strukturen ist bei den klassischen Antipsychotika wahrscheinlich ausgeprägter als bei der zweiten Generation...

Das Gegenstück zur Erektilen Dysfunktion, die schmerzhafte Dauererregung (Priapismus), ist ebenfalls zuweilen eine sehr ernst zu nehmende Nebenwirkung von Psychopharmaka, wobei hier besonders das Antidepressivum Trazodon sowie diverse Antipsychotika zu nennen sind ..."

 

Pharmakotherapie in der Psychotherapie
Ein Kompendium für Psychologen und psychologische Psychotherapeuten
Köhler, Thomas




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