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Neue Behandlungsmöglichkeiten bei Essstörungen

Die Behandlung von Essstörungen befindet sich in einem Umbruch. Es ist jetzt auch möglich, schwer kranke Patientinnen und Patienten mit ausgeprägten Begleiterkrankungen (Komorbidtät) psychotherapeutisch wirkungsvoll zu behandeln. Auf der Tagung "Essstörung und Komorbidität" an der Universität zu Lübeck werden am 22. und 23. März 2013 neueste, für die Behandlung von Essstörung relevante Erkenntnisse zur Emotionsregulation, zur Selfish Brain Theory und zum Umgang mit der chirurgischen Behandlung von Übergewicht (bariatrische Chirurgie) vorgestellt.

Michael Musalek bei Sandra Maischberger: keine "Pille" gegen Alkoholismus

Alkoholismus bei Senioren ist keine neue Entwicklung. Früher wurde er stärker tabuisiert und verheimlicht, heute wird er eher thematisiert und behandelt, sagte Professor Dr. Michael Musalek in der TV-Sendung "Menschen bei Maischberger" am Mittwoch-Abend. Senioren "vertragen" den Alkohol weniger gut, weil die Leistungskraft ihres Organismus nachlässt, betonte der Psychiater und wies darauf hin, dass mit dem Alkoholkonsum das Demenzrisiko steigt.

Zufriedene Schüler sind gesünder

Wenn Kinder nicht gern zur Schule gehen oder mit ihrer Schule unzufrieden sind, steigt das Risiko, dass sie unter gesundheitlichen Einschränkungen leiden. Dies betrifft immerhin 15 % der deutschen Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 15 Jahren. Das ist ein Ergebnis der internationalen Studie "Health Behaviour in School-Aged Children" (HBSC), welche unter der Schirmherrschaft der WHO steht. Gemeinsam mit drei anderen Forscherteams hat die Gruppe der Professur für Schulpädagogik: Schulforschung von der TU Dresden den deutschen Teil der Studie durchgeführt. Der Abschlussbericht der aktuellen Erhebung wurde am 11. März im Verlag Beltz-Juventa veröffentlicht.

Wirtschaftspsychologie: Täglich eine Stunde ohne Kommunikation im Büro

Cornelius König, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität des Saarlandes, hat in einer Feldstudie den Nutzen der so genannten "Stillen Stunde" nachgewiesen. Nehmen sich, wie im Fall der Studie, beispielsweise Manager eine bewusste Auszeit von E-Mail, Telefon und Bürogespräch, steigt die Qualität der Arbeit, die in dieser Zeit geleistet wird, merklich. Auch den Rest des Arbeitstages nehmen die Arbeitnehmer als produktiver und zufriedenstellender wahr. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift European Review of Applied Psychology veröffentlicht.

Zuspiel im Kinderschutz: Der Gelbe Ball

Der Gelbe Ball springt kreuz und quer durch Stadt und Land. Aufgefangen wird er von Menschen, die sich im Kinderschutz engagieren. Sie erzählen auf dem Weblog www.gelber-ball-kinderschutz.de von ihrer Arbeit, ihren Erfahrungen und Ideen. Wohin der Gelbe Ball als nächstes springt, entscheidet der jeweils letzte Interviewpartner. Spielstationen vom Gelben Ball waren bisher u. a. ein Jugendamt, das Jugendministerium oder der Kindernotdienst in Potsdam. Von dort flog der Ball zuletzt an eine Schule in Kloster Lehnin.

Computerspielsucht ist kaum verbreitet in Deutschland

Eine repräsentative Studie der Universität Münster belegt: Entgegen landläufigen Vermutungen ist Computerspielsucht kein verbreitetes Problem in Deutschland. Demnach sind weniger als ein Prozent der PC-Spieler süchtig, lediglich knapp vier Prozent zeigen einige Symptome problematischen Spielverhaltens. Mit der Spielsucht gehen unter anderem ein geringeres Selbstvertrauen und niedrigere Lebenszufriedenheit einher. Die Forschungsergebnisse, die auf einer repräsentativen Befragung von 4500 Computerspielern beruhen, wurden jetzt in der für die Suchtforschung renommierten Fachzeitschrift "Addiction" (DOI: 10.1111/add.12016) veröffentlicht.

Maßregelvollzug: Zehn Prozent der entlassenen Patienten kehren hinter Gitter zurück

Wie wirksam oder wirkungslos ist die Therapie ehemaliger Schwerverbrecher im Maßregelvollzug? Dr. Bernd Dimmek (Landschaftsverband Westfalen) legt die aktuelle empirisch gesicherte Bilanz vor: Der Maßregelvollzug erreicht mehr als viele seiner Kritiker erwarten und weniger als optimistische Therapeuten hoffen. Etwa zehn Prozent der Patienten kehren während der ersten fünf Jahre nach der Entlassung in die Maßregel bzw. Haft zurück.

Sozialarbeit und Psychologie: Case Management leistet konstante Hilfe

Ohne psychologisches Wissen würde Sozialarbeit verkümmern. Case Management gibt ihr Hilfestrukturen, die konstant auf die Person des Klienten ausgerichtet sind. Case Manager in der Sozialarbeit müssen oft als Anwalt agieren, als Berater, Mediator, Krisenmanager, Netzwerker, Coach u.a.. Professorin Dr. Gisela Steins (Essen) und Praktikerinnen aus der Sozialarbeit legen ein perspektivenreiches Handbuch zum Thema vor.

Wirtschaftspsychologie: Wissen in Unternehmen erfolgreich weitergeben

Immer mehr Betriebe müssen sich mit immer leistungsschwächeren Auszubildenden begnügen. Und immer mehr Betriebe müssen erkennen, dass auch qualifizierte MitarbeiterInnen oft mit Innovationen nicht Schritt halten können. Für diese Dilemmata gibt es nur einen Ausweg: Selbst aus- und weiterbilden - gezielt und kontinuierlich. Prof. Dr. Winfried Hacker (Wirtschaftspsychologie der TU Dresden) hat mit seiner Arbeitsgruppe erfolgreiche Praxisbeispiele gefunden, analysiert und in einem Handbuch vorgestellt.

Langzeitstudie: Gute Noten für Hochbegabtenklassen

Seit etlichen Jahren gibt es an Gymnasien in Bayern und Baden-Württemberg spezielle Klassen für hochbegabte Schüler. Ob sie die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen, haben Wissenschaftler aus Würzburg, Trier und Erlangen untersucht. Die Ergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache.

Lese- und Rechtschreibschwäche intensiv und erfolgreich behandeln

Lese- und Rechtschreibschwäche ist durch eine Intensivschulung gut zu behandeln, belegt eine aktuelle Studie aus der Humboldt Universität Berlin und der Universität Würzburg. Erwin Breitenbach berichtet in der Fachzeitschrift Empirische Sonderpädagogik Details.

Wirtschaftspsychologie: Autoritäre Traditionen fördern Korruption und Misswirtschaft

Ein ehrliches Geschäftsklima führt zu stabilem Wohlstand; Korruption zerstört ihn langfristig. Die aktuellen Daten des World Value Survey und des Transparency International Corruption Index bestätigen Analysen der Wirtschaftspsychologie: In Nordeuropa ist Korruption die Ausnahme, in Südeuropa inclusive Frankreich oft die Regel. Professor Dr. Detlef Fetchenhauer und Dr. Thomas Göbbels (Wirtschaftspsychologie, Universität Köln) untersuchten die Zusammenhänge.




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