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Der Psychiatrie-Skandal: Hunderttausende Patienten landen aus finanziellen Gründen im Krankenhaus

Immer mehr Menschen werden heute wegen einer psychischen Störung ins Krankenhaus eingewiesen. Weil die Deutschen depressiver, schizophrener, gestörter werden? Nein, der Fehler liegt im System. Die Krankenkassen verweigern sich der Erkenntnis, dass man viele seelisch Kranke am besten zu Hause behandelt. Und die Kliniken verdienen prächtig an den Patienten auf Station. Dabei gibt es längst alternative Modelle. Doch die Bundesregierung will lieber ein Pauschalen-Modell (PEPP) einführen, das die schlechten Zustände zementiert. Die Anatomie eines Skandals.

Markus Grill

Was bei Wissenschaftlern das Belohnungszentrum aktiviert

Wenn Forscherinnen und Forscher eigene Publikationen in Fachzeitschriften mit hohem Impact Factor erwarten, wird ihr Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie zu den Implikationen der Anreizstrukturen im Universitätssystem, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität zu Lübeck im Fachjournal "PLOS ONE" am Dienstag veröffentlichten. Die Gruppe um Dr. Frieder Paulus und Dr. Sören Krach aus dem Social Neuroscience Lab der Klinik für Psychiatrie berichten darin die Ergebnisse zweier Studien, die sie mittels funktionaler Magnet-Resonanztomographie (fMRT) durchgeführt haben.

Erfolgreich im Beruf und zufrieden im Leben? Auf die persönliche Bewertung kommt es an!

Wer erfolgreich im Beruf ist, ist nicht unbedingt zufriedener im Leben. Es kommt vielmehr darauf an, wie man die eigene berufliche Entwicklung bewertet. Das hat ein Forscherteam der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg um die Sozialpsychologin Andrea Abele-Brehm herausgefunden. Die Forscherinnen und Forscher befragten 990 Berufstätige zweimal im Abstand von zwei Jahren zu ihrem Berufserfolg, der Bewertung ihrer beruflichen Leistungen und zu ihrer Lebenszufriedenheit. Die Ergebnisse wurden jetzt im "Journal of Happiness Studies" veröffentlicht.

Was Arbeitnehmer wünschen: Gutes Arbeitsklima und eigenverantwortliches Arbeiten

Die Deutschen wünschen sich bei ihrer Arbeit in erster Linie ein angenehmes Betriebsklima. Das Gehalt rangiert nur auf Rang drei. Wichtiger ist Arbeitnehmern eine kompetente Unternehmensleitung. Bei alledem gibt es signifikante Unterschiede zwischen den Generationen und Geschlechtern. Das sind - auf einen Blick - die wichtigsten Erkenntnisse einer repräsentativen Studie des Masterkurses "Human Resource Management" im Sommersemester 2015 unter Leitung von Prof. Dr. Alexander Cisik am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Niederrhein.

Worrying about work when you are not at work

Planning how to resolve incomplete work tasks can help employees switch off from work and enjoy their evenings. That is one of the conclusions of research by Dr Brandon Smit from Ball State University, Indiana, published in the Journal of Organizational and Occupational Psychology today, Thursday 12 November 2015.

Start des Hilfsprogramms für Flüchtlinge mit psychischen Störungen

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Projektträger DLR) hat das Kurzzeit-Hilfsprogramm zur Unterstützung und Förderung der Integration in die Arbeits- und Sozialwelt genehmigt. An der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB) kann nun das Interpersonelle integrative Modellprojekt für Flüchtlinge mit psychischen Störungen unter der Leitung von Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier (PHB) in Kooperation mit PD Dr. Meryam Schouler-Ocak (Charité / St. Hedwigs Krankenhaus) starten.

BZgA-Studie "Jugendsexualität 2015": Jugend nicht früher sexuell aktiv

Sie sind sexuell aktiv und verhüten gut. Das kennzeichnet die heutigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Kulturelle Unterschiede finden sich je nach Herkunft. Dies zeigen die aktuellen Ergebnisse der neuen Studie "Jugendsexualität 2015" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Je verbitterter Menschen sind, umso eher machen sie sich Sorgen wegen Zuwanderung

Je verbitterter Menschen sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich wegen Zuwanderung nach Deutschland Sorgen machen. Das gilt für Frauen und Männer aus allen gesellschaftlichen Schichten. So lauten die zentralen Ergebnisse einer Studie auf der Basis von Daten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP), die Ökonomen des Ifo Instituts in München und der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg erstellt haben. Die Studie wurde jetzt als 800. SOEPpaper veröffentlicht.

Tabakatlas Deutschland 2015: Neue Daten, neue Fakten

Jährlich sterben 121.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens - somit sind 13,5 Prozent aller Todesfälle auf das Rauchen zurückzuführen. Im Norden Deutschlands sterben mehr Menschen an den Folgen des Rauchens als im Süden. Diese regionalen Unterschiede spiegeln das unterschiedliche Rauchverhalten in den Bundesländern wider. In allen Bundesländern sterben mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen einen rauchbedingten Tod. Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) legt mit dem Tabakatlas Deutschland 2015 zum zweiten Mal nach 2009 eine Zusammenfassung aktueller Daten und Fakten rund um den Tabakkonsum sowie der damit verbundenen gesundheitlichen Risiken und gesellschaftlichen Folgen vor. Das Buch ist bei Pabst Science Publishers erschienen.

Psychologische Betreuung von Flüchtlingen dringend notwendig

In einem Kommentar des im Nature-Verlag erscheinenden Fach-Journals "Molecular Psychiatry" beschreibt ein Team um Dr. med. Enrico Ullmann von der Medizinischen Klinik III des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus aktuelle Ergebnisse einer Erhebung unter Flüchtlingen in Dresden (DOI: 10.1038/MP.2015.164). Die Daten zeigen, dass 50 Prozent der Personen in der Stichprobe die diagnostischen Kriterien für eine posttraumatische Belastungsstörung erfüllen. Besonders die ungenügende psychiatrische Versorgung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die aufgrund ihres Alters und der fehlenden Bezugspersonen intensive Hilfe benötigen, beunruhigt die Ärzte und Wissenschaftler.

Sleep interruptions worse for mood than overall reduced amount of sleep, study finds

A study led by Johns Hopkins Medicine researchers suggests that awakening several times throughout the night is more detrimental to people's positive moods than getting the same shortened amount of sleep without interruption.

Umweltpsychologie: Die Verkehrsformen werden vielfältiger, das Fahrrad erlebt eine Renaissance

Senioren fahren mit ihren Autos mehr denn je. Für die nachwachsende Generation hat das Auto seine herausragende Bedeutung verloren: Jüngere sind zwar nicht weniger unterwegs, nutzen jedoch statt oder neben dem PKW das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr. Rechnet man das Fahrverhalten von Älteren und Jüngeren gegeneinander, ergibt sich ein etwa stabiles Verkehrsaufkommen. Die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift "Umweltpsychologie" analysiert die aktuellen Fakten der "Mobilitätspsychologie".




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