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Mentale Zeitreisen: Ein rein menschliches Phänomen

Ist es alleine Menschen möglich, sich an persönlich Erlebtes zu erinnern und in mentalen Zeitreisen die Vergangenheit, aber auch die Zukunft durchzuspielen? Oder besitzen auch Tiere diese Fähigkeit? Bis zu einem gewissen Grad ja, meinen drei Wissenschaftler, die diese schon lange währende Diskussion mit einem neuen theoretischen Modell bereichern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der Zeitschrift "Neuroscience and Behavioral Reviews".

Gesundheit im Alter ist machbar

Die wenigsten Senioren fühlen sich alt. Und doch stellen sich häufig gewisse Unsicherheiten ein. Damit Menschen auch im Alter möglichst lange gesund bleiben, startet das Institut für Psychogerontologie (IPG) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ein neuartiges Modell für individuelle Beratung verbunden mit wissenschaftlicher Forschung. Das Angebot zur "Beratung für gesundes Altern" (BegA) richtet sich an Menschen in der zweiten Lebenshälfte und deren Angehörige. Das Projekt wird für fünf Jahre von der Theo und Friedl Schöller-Stiftung gefördert.

Wie das Gehirn die Welt gerade rückt

Die menschliche Wahrnehmung liefert für gewöhnlich ein sehr genaues Abbild der Umwelt. Dass dieses Bild nicht verzerrt ist, ist der Lernfähigkeit des Gehirns zu verdanken, die bis ins Erwachsenenalter nicht nachlässt. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Wahrnehmungspsychologen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), die kürzlich im Forschungsmagazin "Current Biology" veröffentlicht wurde. Längst ist zum Beispiel bekannt, dass ein betrachtetes Objekt verzerrt auf die Netzhaut projiziert wird. Der Grad der Verzerrung wird verstärkt, wenn sich die Blickrichtung vom Objekt weg bewegt - das Objekt sich also am Rande des Blickfelds befindet. Hinzu kommt die Tatsache, dass das periphere Gesichtsfeld im Vergleich zum zentralen Gesichtsfeld nur in einem relativ kleinen Bereich des visuellen Kortex repräsentiert ist.

Sinnlose Arbeit ist ein Motivationskiller

Zählt am Ende nur der Lohn oder ist es Arbeitnehmern wichtig, eine sinnvolle Tätigkeit auszuführen? Wissenschaftler der Universität Trier haben herausgefunden, dass die Motivation stark leidet, wenn Arbeitskräfte erfahren, dass eine vorherige Tätigkeit sich im Nachhinein als wenig sinnhaft oder sogar als nutzlos herausstellt. Außerdem beeinträchtigt dieses Wissen das emotionale Befinden der Personen.

Wie frei ist der Wille wirklich?

Unser Wille ist freier als bislang angenommen. In computergestützten Experimenten haben Hirnforscher der Charité - Universitätsmedizin Berlin Entscheidungsabläufe am Beispiel von Bewegungen untersucht. Die entscheidende Frage: Lassen sich Prozesse im Gehirn wieder stoppen, wenn sie einmal angestoßen sind? Die Forscher kommen zu dem Schluss: Ja, bis zu einem gewissen Punkt, dem "point of no return". Die Ergebnisse der Studie sind im aktuellen Fachmagazin PNAS* veröffentlicht.

Respekt verhindert Radikalisierung

Eine kleine Zahl von Immigranten wendet sich gegen die westliche Gesellschaft, in der sie leben. Wie kann es sein, dass es junge Menschen gibt, die etwa im demokratischen Frankreich oder Belgien aufgewachsen, oft sogar geboren sind, sich dann aber als Kämpfer am "Dschihad", dem so genannten Heiligen Krieg beteiligen, Attentate planen und ausführen? Welche Faktoren führen dazu, dass diese Menschen zu Terroristen werden? Eine Befragungsstudie unter Beteiligung der Jacobs University aus Bremen hat jüngst die psychologischen Prozesse untersucht, die einer Radikalisierung vorausgehen.

Bürokratische Hürden schlagen sich auf die psychische Gesundheit von Flüchtlingen nieder

Flüchtlinge, die schnell eine Arbeit aufnehmen und in die Gesellschaft integriert werden, leiden seltener unter psychischen Erkrankungen. Angesichts anhaltend hoher Flüchtlingszahlen veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und ärztliche Psychotherapie (DGPM) eine Fachtagung, bei der Psychosomatiker, Psychiater und Psychologen Mindeststandards für die Versorgung traumatisierter Flüchtlinge erarbeiteten. Maßgeblich für die psychische Gesundheit von Flüchtlingen sei, so die Experten, eine zügige Integration in Schule, Arbeitsmarkt und Gesellschaft. In vielen Fällen könne erst unter solch gesicherten Verhältnissen ein Trauma erkannt und behandelt werden. Außerdem brauchen auch die ehrenamtlichen Helfer mehr Unterstützung.

Psychonephrologie: Bewältigungsstrategien entwickeln und stärken

Etwa ein Drittel der Dialysepatienten ignoriert häufig wichtige Behandlungserfordernisse; die Non-Adhärenz gehört zu den folgenschwersten Risikopotentialen der Nierenersatztherapie. Ist die Beziehung des Kranken zum Behandlungsteam vertrauensvoll und sind die geltenden Verhaltensregeln möglichst einfach, steigt die Chance für eine Adhärenz, berichtet Professor Dr. Friedrich Balck in dem neu erschienenen Reader "Psychonephrologie". Der Band bietet dem nephrologischen Team eine große Zahl hilfreicher Hinweise für das tägliche Leben und Arbeiten in der Therapie.

Vergiftung mit Kokain: Fehldiagnosen sind häufig

Kokain ist preisgünstiger geworden. Es wird immer häufiger in immer höheren Dosierungen konsumiert. Intoxikationen mit Kokain stellen die Intensivmedizin vor zunehmende Herausforderungen: Nicht nur Konsumenten, sondern auch Bodypacker (Kuriere) unterliegen hohen Risiken, warnt Professor Dr. Enno Freye in seiner aktuellen Monografie "Kokain, Ecstasy, Amphetamine und verwandte Designerdrogen". Ärztliche Fehldiagnosen sind häufig.

Psychiater und Zeitgeist: Wechselwirkungen und Tragödien

Stärker als andere medizinische Disziplinen unterliegt die Psychiatrie den Einflüssen des jeweiligen Zeitgeistes. Die jahrzehntelange Debatte über Euthanasie und lebensunwertes Leben ist das folgenschwerste Beispiel. Professor Dr. Hanfried Helmchen und Kollegen haben die Wechselwirkungen zwischen Psychiatrie und Zeitgeist anhand von Detailstudien aus der Geschichte von Berlin analysiert. "Psychiater und Zeitgeist" lautet der Buchtitel. Die DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie) zeichnete Helmchen in diesen Tagen mit der Wilhelm-Griesinger-Medaille aus.

LSD changes consciousness by reorganizing human brain networks

LSD is known to cause changes in consciousness, including "ego-dissolution", or a loss of the sense of self. Despite a detailed knowledge of the action of LSD at specific serotonin receptors, it has not been understood how this these pharmacological effects can translate into such a profound effect on consciousness Today, a new report presented at the annual meeting of the American College of Neuropsychopharmacology in Hollywood, Florida, provides evidence to show that LSD reduces connectivity within brain networks, or the extent to which nerve cells or neurons within a network fire in synchrony. LSD also seems to reduce the extent to which separate brain networks remain distinct in their patterns or synchronization of firing. Overall, LSD interferes with the patterns of activation in the different brain networks that underlie human thought and behavior.

When machines learn like humans

Researchers have created a computer model that captures humans' unique ability to learn new concepts from a single example. Though the model is only capable of learning handwritten characters from alphabets, the approach underlying it could be broadened to have applications for other symbol-based systems, like gestures, dance moves, and the words of spoken and signed languages.




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