Studie der Universität Hamburg zeigt: Weiblicher Zyklus beeinflusst das Lernverhalten
Menschen unterscheiden sich in ihrer Fähigkeit, aus den Konsequenzen ihres Verhaltens zu lernen. In der Regel gilt allerdings: Nach einer Belohnung wiederholen sie die Handlung, infolge einer Bestrafung oder nach einem Fehler vermeiden sie diese in Zukunft. Eine Studie des Forschungsteams um Jun.-Prof. Dr. Esther K. Diekhof aus der Abteilung Neuroendokrinologie am Zoologischen Institut der Universität Hamburg zeigt: Die Fähigkeit von Frauen, aus Belohnung oder den negativen Konsequenzen ihrer Handlungen zu lernen, verändert sich im Verlauf des Menstruationszyklus. Der Grund sind Hormonschwankungen, die auf eine veränderte Gehirnaktivität zurückzuführen sind.
Cannabis use during pregnancy may affect brain development in offspring
Cannabis use during pregnancy is associated with abnormal brain structure in children, according to a new study in Biological Psychiatry. Compared with unexposed children, those who were prenatally exposed to cannabis had a thicker prefrontal cortex, a region of the brain involved in complex cognition, decision-making, and working memory.
Jugendliche mit Essanfällen nehmen Nahrungsreize anders wahr
Forscher der Universität Leipzig konnten erstmals belegen, dass Jugendliche, die unter Essanfall-Störungen leiden, Bilder von Nahrungsmitteln anders wahrnehmen als gesunde Probanden. Sie schenken Bildern mit Essen mehr Aufmerksamkeit als Bildern mit neutralen Reizen. Die erhöhte Aufmerksamkeit kann ausschlaggebend für den Kontrollverlust beim Essen sein. Die aktuellen Studienergebnisse wurden jetzt im Journal of Psychiatric Research veröffentlicht.
Bipolare Depressionen: Dresdner Wissenschaftler belegen Wirksamkeit von Schilddrüsenhormonen
Schilddrüsenhormone bewirken Veränderungen des Stoffwechsels im Gehirn und gehen so mit einer positiven therapeutischen Wirkung bei bipolaren Depressionen einher. Eine von Prof. Michael Bauer, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, geleiteten Studie liefert deutliche Belege für Auswirkungen der Gabe von Levothyroxin L-T4. Placebo-Präparate dagegen zeigten fast keine Wirkung. Die Ergebnisse der internationalen, randomisierten, doppelblinden und Placebo-kontrollierten Studie publizierte Prof. Bauer mit seinen Kollegen von der UCLA Los Angeles und der Charité Berlin in Molecular Psychiatry (doi: 10.1038/mp.2014.186).
Im Alter verschlechtert sich die Wahrnehmungsleistung, was mit einer Vergrößerung der entsprechenden Gehirnaktivität einhergeht. Lernen und Training können die Wahrnehmung wieder verbessern. Die altersbedingten Hirnveränderungen verschwinden dadurch allerdings nicht. Vielmehr vergrößert sich die Gehirnaktivität noch mehr, aber aus anderen Gründen und mit anderen Folgen. Das haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in einer Studie herausgefunden, deren Ergebnisse jetzt in Scientific Reports veröffentlicht sind.
Repräsentative Umfrage: Mehr Wohlbefinden auf dem Land als in der Großstadt
Fast drei Viertel (72,3 Prozent) der Bevölkerung hierzulande sind mit ihrem körperlichen Wohlbefinden zufrieden. Damit liegt die Zufriedenheit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (74,6 Prozent) und deutlich über den Werten von vor zwei Jahren. 2014 gaben lediglich zwei Drittel (67,4 Prozent) an, eher bis sehr zufrieden zu sein. Zu diesem Ergebnis kommt das Markt¬forschungsinstitut GfK - Gesellschaft für Konsumforschung, das seit 2014 jährlich repräsentativ etwa 1.000 Männer und Frauen in Deutschland ab 18 Jahren befragt.
Grundschulkinder, die von emotional erschöpften Lehrern unterrichtet werden, zeigen tendenziell schlechtere Leistungen in Mathematik. Das berichten Psychologinnen und Psychologen in einer kürzlich im "Journal of Educational Psychology" veröffentlichten Studie. Das Forscherteam wertete Mathetests von über 22.000 Schülerinnen und Schülern aus und befragte deren Lehrkräfte zu ihrer psychischen Belastung. Der Zusammenhang von hoher Belastung der Lehrkräfte und schlechter Matheleistung zeigte sich besonders in Klassen mit einem hohen Anteil an Kindern, die zu Hause nicht deutsch sprechen.
Neue "Mitte"-Studie: Gesellschaft ist zunehmend polarisiert, Bereitschaft zu Gewalt steigt
Die politische Einstellung der deutschen Bevölkerung ist polarisiert. Während eine deutliche Mehrheit der Gesellschaft rechtsextremes Denken und auch Gewalt zum Teil strikt ablehnt und Vertrauen in demokratische Institutionen hat, sind Menschen mit rechtsextremer Einstellung immer mehr bereit, zur Durchsetzung ihrer Interessen Gewalt anzuwenden. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse der Studie "Die enthemmte Mitte", die PD Dr. Oliver Decker und Prof. Dr. Elmar Brähler vom Kompetenzzentrum für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung der Universität Leipzig in Kooperation mit der Heinrich Böll-, der Otto Brenner- und der Rosa Luxemburg-Stiftung durchgeführt haben.
Druck ablassen für die Augen: Autogenes Training und Co. helfen bei Grünem Star
Entspannungsübungen helfen Patienten, die unter der Augenerkrankung "Grüner Star" leiden: Studien weisen darauf hin, dass autogenes Training, Hypnose oder Musiktherapie den Augeninnendruck senken, die Durchblutung des Sehnervs verbessern und so den Krankheitsfortschritt bremsen könnten. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) sieht in Entspannungsübungen eine sinnvolle Ergänzung zur ärztlichen Therapie, keinen Ersatz. Beides sollte deshalb immer in Absprache mit dem Augenarzt und unter professioneller Anleitung erfolgen.
Wirtschaftspsychologie: elektronische Risiken und Versuchungen am Arbeitsplatz
Wirtschaftspsychologie: In welchem Umfang werden Smartphones oder Soziale Medien während der Arbeitszeit für private Interessen genutzt und dienen der Ablenkung oder Störung? Die Frage lässt sich nur individuell beantworten. Studien in der aktuellen Ausgabe der unabhängigen Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie" belegen allerdings: Die arbeitsbezogene Nutzung "neuer" Medien ist ebenso erheblich wie nützlich.
Teenage boys who show empathy attract 1.8 more girlfriends than boys who don't
Boys high in cognitive empathy attracted an average of 1.8 more girl friendships than low empathy counterparts, as revealed by a landmark study - When Empathy Matters: The Role of Sex and Empathy in Close Friendships. The Australian Research Council-funded research, led by Professor Joseph Ciarrochi at the Institute for Positive Psychology and Education at Australian Catholic University, has been published in the Journal of Personality.
Dresdner Riechforscher: Das Geheimnis eines erfüllten Liebeslebens ist der passende Geruch
Dass die Schönheit allein im Auge des Betrachters liegt, ist heute hinlänglich widerlegt. Menschen suchen bei der Partnerwahl nicht nur die visuellen Reize - sie sind auch recht versiert, was die olfaktorische Kommunikation angeht. Dabei ist weniger entscheidend, welcher Designerduft dem Heer an Paarungswilligen unter die Nase gehalten wird, viel wichtiger ist bei der Partnerwahl der natürliche Duft von Mann und Frau. Und dieses "Parfum naturel" ist quasi ein Spiegelbild unseres Genpools. Das unterstreichen auch die Ergebnisse der Forschungsarbeit von Jana Kromer an der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus, TU Dresden.