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Typisch Mann, typisch Frau: Geschlechtsspezifische Unterschiede in den Hirnstrukturen beeinflussen Persönlichkeitsbildung

Bestimmte Hirnstrukturen können darauf hinweisen, ob Männer extrovertiert, gewissenhaft und emotional stabil sind. Das deutet eine aktuelle Studie an, die kürzlich im Fachblatt Cerebral Cortex erschien. Darin hat der Neurowissenschaftler Professor Dr. med. Simon B. Eickhoff den Zusammenhang zwischen der Persönlichkeit von Männern und der Menge an grauer Substanz in Teilen des Gehirns untersucht. Bei Frauen fand er einen solchen Unterschied nicht. Die Ergebnisse könnten künftig dabei helfen, Männer und Frauen mit psychischen Erkrankungen besser zu behandeln.

Research reveals restorative justice reduces recidivism

Restorative justice programs, such victim-offender mediation and community impact panels, are more effective in reducing recidivism rates among juvenile offenders than traditional court processing, a study by researchers at Sam Houston State University found.

Jugendhilfe nach Maß: Auch für junge Geflüchtete

Das Bundesjugendkuratorium (BJK) kritisiert aktuelle Forderungen nach einer Absenkung der Jugendhilfe-Standards für junge Geflüchtete. Diese haben den gleichen Anspruch auf Hilfe und Unterstützung wie alle anderen Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Der Zwischenruf benennt rechtliche Rahmenbedingungen und fachliche Standards, die nach geltender Fassung bereits ausreichend Flexibilität ermöglichen.

Aus Lust am filmischen Müll

Sogenannte Trash-Filme stehen nicht im Widerspruch zu Geschmack und Bildung. Im Gegenteil: Sie werden sogar insbesondere von überdurchschnittlich gebildeten, kulturinteressierten Menschen angesehen. Das fand jetzt der Filmwissenschaftler Keyvan Sarkhosh heraus. In einer Studie des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik in Frankfurt untersuchte er auch, warum sich die Konsumenten die von ihnen selbst als "billig" bezeichneten Streifen überhaupt antun.

Psychiatrie in kommunaler Hand: Vorteile für Patienten, Ärzte, Pflegende und Ökonomie

Psychiatrische Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft bieten gegenüber Privatkliniken deutliche therapeutische, soziale und wirtschaftliche Vorteile. Dies belegt Prof. Dr. Meinolf Noeker anhand des von ihm vertretenen Psychiatrie-Verbunds Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Die aktuelle Analyse erschien im Reader "Psychiatrie in Entwicklung - 40 Jahre Psychiatrie-Enquete".

Freier (Wille) als gedacht

Wie frei sind wir in unserem Tun? Sind unsere Handlungen schon lange vor der bewussten Entscheidung im Gehirn angelegt? Das Libet-Experiment aus dem Jahr 1984, das diese Schlüsse nahelegt, gilt bis heute als wichtigstes Experiment zum freien Willen. Nun präsentiert ein Team um Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg eine alternative Erklärung für das Experiment und stellt damit klar: freier Wille und bisherige neurobiologische Experimente widersprechen sich nicht. Ihre umfassende Erklärung, die durch mehrere Studien der letzten Jahre gestützt ist, haben sie am 14. Juli 2016 erstmals im Fachjournal Neuroscience & Biobehavioral Reviews vorgestellt.

Wirtschaftspsychologie: Vertrauen und gute Dokumentation beeinflussen die Effektivität

Wirtschaftspsychologie: Die Effektivität eines Arbeitsteams hängt damit zusammen, wie sehr sich die Teammitglieder gegenseitig vertrauen. Dies gilt für "virtuelle Teams", also Arbeitsgruppen, die größtenteils digital kommunizieren, noch mehr als für Teams, die sich real sehen. Zu diesem Ergebnis kommen Psychologinnen und Psychologen in einer Metaanalyse von 54 Studien, die im "Journal of Applied Psychology" veröffentlicht wurde.

Hörbehinderte Schüler: oft prekäres Verhältnis zu Klassenkameraden

Inklusion: Hörbehinderte Kinder und Jugendliche werden häufig einzeln oder in Gruppen in Klassen hörgesunder Schüler unterrichtet. Pädagogisches Ziel ist, den Kontakt zwischen Behinderten und Nichtbehinderten zu fördern, also die Hörbehinderten in den normalen Alltag zu integrieren. Wie die Fachzeitschrift "Empirische Sonderpädagogik" in der aktuellen Ausgabe berichtet, erreicht der gemeinsame Unterricht das angestrebte Ziel häufig nicht.

Wirtschaftspsychologie: Wie junge Führungskräfte erfolgreich mit älteren Mitarbeitern harmonieren

Wirtschaftspsychologie: Etwa die Hälfte der deutschen Chefs schaffen durch ihren Führungsstil eine eher demotivierende Arbeitsatmosphäre, und nur ein Drittel sorgt für ein motivierendes, leistungsförderndes Arbeitsumfeld. Besonders kritisch wird die Situation häufig, wenn eine jüngere, weniger erfahrene Führungskraft mit Älteren arbeitet. Der Wirtschaftspsychologe Dr. Jörg Dammeier hat die wichtigsten Empfehlungen für diese Generationenproblematik zusammengestellt. Seine Studie erschien in dem wirtschaftspsychologischen Reader "Zukunft denken - Gegenwart gestalten".

Demenztherapie: In erster Linie Stabilisierung erhaltener Ressourcen erfolgversprechend

Die Unheilbarkeit von Demenz sollte nicht zu einem therapeutischen Nihilismus führen, fordert Dr. Christian Fischer-Terworth in seiner Monographie "Evidenzbasierte Demenztherapie": Relativ gut beeinflussbar sind Alltagsfertigkeiten, bestimmte exekutive Funktionen sowie verbales und visuelles Lernen - mit einer Stabilisierung bestimmter Gedächtnisfunktionen.

Wirtschaftspsychologie: Warum der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr eine Leidenschaft werden kann

Engagement in der Feuerwehr ist eine Passion. Trotz relativ bescheidener Bezahlung und ungünstiger Einsatzzeiten ist die Arbeitszufriedenheit weit überdurchschnittlich. Die Risiken schrecken Betroffene nicht ab, sondern machen den Beruf eher attraktiv. Intensive Erlebnisse - oft Gemeinschaftserlebnisse - stehen im Vordergrund. Psychologen sprechen von "Sensation Seeking". Haupt- und ehrenamtliche Feuerwehrleute unterscheiden sich darin kaum voneinander, berichtet die Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie" in der aktuellen Ausgabe.

Optimistische Schulkinder haben nur vorübergehend die Nase vorn

"Trau Dir ruhig mehr zu": Diesen Satz haben bestimmt schon viele Schülerinnen und Schüler gehört. Eltern und Lehrkräfte wollen den Kindern damit Sicherheit vermitteln und sie ermutigen, die eigene Leistungsfähigkeit höher einzuschätzen. Eine solche Selbsteinschätzung nennt die Forschung positives oder optimistisches Fähigkeitsselbstkonzept. Es gilt auch in vielen pädagogisch-psychologischen Fachveröffentlichungen als wünschenswert, weil es zu größerer Motivation und zu mehr Durchhaltevermögen führen soll. An langfristigen empirischen Forschungsarbeiten zu den Auswirkungen optimistischer Selbsteinschätzungen von Schulkindern auf ihre tatsächlichen Leistungen mangelte es bislang jedoch. Für das Fach Mathematik hat eine neue Studie aus dem Projekt "Persönlichkeits- und Lernentwicklung von Grundschulkindern" (PERLE) diesen Zusammenhang jetzt bei fast 1.000 Schülerinnen und Schülern über die gesamte Grundschulzeit hinweg untersucht. Die nun veröffentlichten Ergebnisse relativieren die Forderung nach mehr Optimismus auf der Schulbank etwas: "Einen positiven Effekt optimistischer Fähigkeitsselbstkonzepte auf die Leistungen in Mathematik konnten wir nur im ersten Schuljahr feststellen", so Dr. Anna-Katharina Praetorius vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), die Erstautorin des nun zu der Untersuchung veröffentlichten wissenschaftlichen Fachbeitrags....




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