Macht der Gewohnheiten: Vermeidungsverhalten lässt sich leichter ändern als Annäherungsverhalten
Jedes Jahr aufs Neue überlegen sich viele Menschen am Silvesterabend gute Vorsätze für das neue Jahr. Sie nehmen sich vor, mit ihren Gewohnheiten zu brechen, zum Beispiel sich endlich das Smartphone im Schlafzimmer abzugewöhnen oder die Routineuntersuchung beim Zahnarzt nicht wieder von Monat zu Monat aufzuschieben. Aber wie leicht lassen sich solche alten Gewohnheiten verändern? Fällt es uns leichter, ab sofort Dinge zu tun, die wir bisher vermieden haben oder ist es doch eher umgekehrt? Eine aktuell in der Fachzeitschrift "Journal of Experimental Psychology: General" veröffentlichte Studie zeigt: Vermeidungsgewohnheiten sind leichter zu verändern als Annäherungsgewohnheiten!
"Den merk ich mir!" Nicht selten geht das einem durch den Kopf, wenn sich ein Kollege in der Kantine vordrängelt, wenn ein Fußballspieler beim Gegner besonders häufig foult oder auch wenn einem ein unbekannter Nachbar den Parkplatz wegschnappt. Dass das keine leere Drohung ist und unser Gedächtnis solche Personen tatsächlich besonders gut speichert - zumindest dann, wenn sie unserer eigenen Gruppe angehören - haben Psychologen der Friedrich-Schiller-Universität Jena jetzt herausgefunden. Über ihre Forschungsergebnisse berichten sie in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Cognition".
Geschlechtsspezifische Suchtarbeit verbessert die Erfolge
Frauen und Männer sind unterschiedlich süchtig. Daher bietet eine geschlechtsspezifische Suchtarbeit die besten Chancen. Wissenschaftler wissen es seit langem, doch die Praxis setzt es nur selten oder inkonsequent um. Was muss geschehen, um Sozialarbeit und Therapie mit Abhängigkeitskranken zu optimieren? Professor Dr. Heino Stöver (Hochschule Frankfurt/M) bietet dazu gemeinsam mit KollegInnen in einem Handbuch wissenschaftlich fundierte Informationen: "Geschlecht und Sucht - Wie gendersensible Suchtarbeit gelingen kann."
Anonyme Drogensprechstunde: Wie Jugendliche frühzeitig beraten werden können
Die Mehrheit der Drogenkonsumierenden meidet die professionellen Hilfesysteme. Daher haben Professorin Dr. Gundula Barsch (Hochschule Merseburg) und Kolleginnen das Pilotprojekt eines anonymen, interdisziplinären Beratungsangebots entwickelt, realisiert und evaluiert. In einem Handbuch berichten Gundula Barsch und Julia Walta detailliert über ihre Erfahrungen und liefern einen "Baukasten für eine anonyme Drogensprechstunde".
Einschätzung von Tatmotiven beeinflusst das Augenzeugengedächtnis
Die Erinnerung von Augenzeuginnen und Augenzeugen an die Details einer Straftat kann dadurch verzerrt sein, wie sie die Motive für die Tat bewerten. Das zeigt eine Studie forensischer Psychologinnen, die in der Fachzeitschrift "Psychology, Crime and Law" veröffentlicht wurde. Die Zuschreibung von Motiven hat auch einen Einfluss darauf, welches Strafmaß für angemessen erachtet wird.
True lies: People who lie via telling truth viewed harshly, study finds
The ability to deceive someone by telling the truth is not only possible, it has a name -- paltering -- it's common in negotiations and those who palter can do serious harm to their reputations, according to research published by the American Psychological Association.
Your left hand knows what your right hand is doing
The saying goes that "your left hand doesn't know what your right hand is doing," but actually, your left hand is paying more attention than you'd think. Researchers at Tel-Aviv University found that when people practiced finger movements with their right hand while watching their left hand on 3D virtual reality headsets, they could use their left hand more efficiently after the exercise. The work, appearing December 13 in Cell Reports, provides a new strategy to improve physical therapy for people with limited strength in their hands.
Verhaltenstherapeutisch-systemische Gruppentherapie: Teilnehmer fühlen sich energetisch aufgeladen
Verhaltenstherapie: Systemische Kurzaufstellungen erlauben in der verhaltenstherapeutischen Gruppentherapie eine effektive Bearbeitung u.a. von Konflikten, depressiven Verstimmungen und Ängsten. Das Verfahren kann helfen, Selbstwertprobleme rascher zu überwinden und Zugang zu ungenutzten psychischen Ressourcen zu verschaffen. Entspannung und Gelassenheit werden möglich. Die Psychotherapeuten Elvira und Eckhard Nass (Brunsbüttel) berichten in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Entspannungsverfahren" detailliert über eine eher seltene, aber erfolgreiche systemisch-verhaltenstherapeutische Methode.
Wie in der Altenpflege Ängste und Depressivität bewältigt werden können
Etwa jede dritte Altenpflege-Kraft ist von Depressivität und/oder Ängstlichkeit betroffen, stellen Dr. Gabriele Buruck (TU Dresden) und Kollegen in einer empirischen Studie fest. Die Analyse ergibt konkrete Empfehlungen zur Prävention und Bewältigung - veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe von "Praxis - Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation":
Die therapeutische Wirkung der Philosophie und Kunstrezeption
Während die eigene künstlerische Tätigkeit in der Kunsttherapie schon lange als therapeutisches Mittel etabliert ist, sind Therapien, welche auf die Rezeption von Kunst, d.h. auf organisierte ästhetische Erfahrungen der Patienten und deren gemeinsame Reflexion als therapeutisches Mittel setzen, noch relativ jung. Vor allem am Wiener Anton Proksch Institut setzt man in der Suchtbehandlung seit einigen Jahren auf das "Schöne als Therapeutikum". Der langjährige Mitarbeiter des Instituts Martin Poltrum, Philosoph und Psychotherapeut, stellt in seinem Buch "Philosophische Psychotherapie" die Ergebnisse seiner langjährigen Forschung und therapeutischen Arbeit in der Klinik und in eigener Privatpraxis vor.
Contraception influences sexual desire in committed relationships
Sex is quite wonderful when the goal is to have children. But sex can also serve as a "glue" in a committed relationship. Most animals have periods when they come into heat, and outside these periods they don't find sex interesting at all. Humans, however, are constantly interested in sex. This sex interest can seem like a waste of energy, but an evolutionary perspective may explain why we function this way.
Ergebnisse der Masterbefragung in der Psychologie jetzt online
Im aktuellen Online-Ranking der Psychologie finden sich ab sofort auch die Daten der Masterstudiengänge. In der Ausgabe ZEIT CAMPUS 1/2017 sind zudem Rankingdaten für fünf ausgewählte Kriterien: Studiensituation insgesamt, Studierbarkeit, Lehrangebot, Betreuung durch Lehrende sowie internationale Ausrichtung des Studiums und die Zahl der Studierenden am Fachbereich dargestellt.