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Schizophrenie: Die Angehörigen in die Behandlung einbeziehen

"Schizophrene Vulnerabilität ist kein unausweichliches Fatum." Moderne Medikamente "mit vergleichsweise geringer Nebenwirkungsrate eröffnen Wege zu einer verbesserten Akzeptanz. Diese wird sich nur in dem Maß einstellen, wie wir den schizophrenen Menschen als Partner im Behandlungsprozess akzeptieren und ihm Wissen über die eigene Erkrankung allgemein und seine Gefährdung speziell vermitteln. Die Kenntnisse von Psychoedukation und kognitiver verhaltenstherapeutischer Intervention können sowohl in strukturierten Programmen als auch zusätzlich in jeder einzelnen Arzt-Patienten-Interaktion einfließen", umreißt Prof. Dr. Ulrich Trenckmann (Hemer/Westf.) das multimodale Therapieprogramm für Schizophrenie-Kranke.

Weiche Faktoren im Arbeitsschutz wiegen schwer

Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen nehmen weltweit zu. Eine massgebliche Ursache dafür ist Stress, der angesichts verdichteter Arbeitsabläufe und gestiegener Leistungsanforderungen immer mehr Menschen belastet. Wie können Unternehmen die seelische Gesundheit - und damit zugleich die Leistungsfähigkeit - ihrer Mitarbeitenden erhalten? Antworten auf diese zunehmend wichtige Frage gibt die Corporate Health Convention am 17. und 18. November 2010 im engen Verbund mit der ArbeitsSicherheit Schweiz in der Messe Basel. Die neue Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung und Demografie, ursprünglich ein Teilbereich der ArbeitsSicherheit Schweiz, ergänzt die dritte Fachmesse für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz auf ideale Weise.

Geschlechtsspezifische Entwicklung: Interaktion von Persönlichkeits- und Sozialisationsfaktoren

Wie reagieren Kinder, wenn sie den Kummer anderer Menschen beobachten? Wie sind die außergewöhnlich großen Unterschiede zu verstehen? Existieren u.U. geschlechtsspezifische Entwicklungspfade?
Jutta Kienbaum versucht, eine empirische Antwort zu geben, indem sie verschiedene Variablen auf Seiten der Persönlichkeit und des Sozialisationsumfeldes eines Kindes zur Vorhersage mitfühlend-tröstender Reaktivität heranzieht.

Medikamentenabhängigkeit im Alter erzeugt hohe Mehrkosten im Gesundheitssystem

Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit stellen besonders bei älteren Menschen ein wachsendes Problem dar: 1,7 bis 2,8 Mio. der über 60-jährigen Frauen und Männer weisen einen problematischen Gebrauch psychoaktiver Medikamente bzw. von Schmerzmitteln auf oder sind gar als medikamentenabhängig zu bezeichnen. Der Übergang von der medikamentösen Einnahme aus medizinischen Gründen hin zur dauerhaften missbräuchlichen Einnahme ist oft fließend - und erfolgt häufig unbewusst. Medikamentenabhängigkeit ruft bei älteren Menschen oftmals Stürze hervor, die in der Regel zur Pflegebedürftigkeit führen. Infolge dessen entstehen enorme Kosten für das Gesundheitssystem.

Glücksspielerinnen: Häufig nikotinabhängig, depressiv, angstgestört und suizidgefährdet

Bei pathologischem Glücksspiel sind Frauen wesentlich stärker belastet als Männer: Depressionen und Angststörungen stehen im Vordergrund. Etwa jede dritte Glücksspielerin unternimmt zumindest einen Suizidversuch, berichtet Dr. Monika Vogelgesang (AHG-Klinik Münchwies) in Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin 1/2010.

Psychologie: Deutsche fürchten sich immer weniger vor Verbrechern

Häufig fürchten sich Deutsche vor wirtschaftlichen Problemen, Arbeitslosigkeit und Krankheit. Eine Kriminalitätsfurcht spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle - und ist seit Mitte der 90er Jahre rückläufig. In Ostdeutschland scheint ihr Niveau etwas höher als in den alten Bundesländern, berichtet Prof. Dr. Rudolf Egg und widerspricht damit dem Eindruck, der häufig von Massenmedien vermittelt wird.

Bundeswehruniversitäten: hohe Bewerberflut und höchster Studienkomfort

Trotz Kriegseinsatz erhält die Bundeswehr genügend Bewerber. "Zum einen sind es engagierte, überdurchschnittlich intelligente, sportliche Männer und Frauen, die unser Land hervorragend repräsentieren." Zum anderen sind es jene, "die im Wettbewerb der freien Wirtschaft unterlegen sind; sie erhoffen sich durch die Bundeswehr eine Strukturierung ihres Tages und erwarten Geborgenheit im Befehl", skizziert Dr. Silke Oswald aktuelle Entwicklungen.

Reinhold Beckmann: eine kluge Diskussion zum Thema "Gewalt gegen Kinder"

Die publikumswirksamen Enthüllungen zu Verbrechen gegen Kinder haben es vielen Opfern ermöglicht, sich nach langem Schweigen zu outen. Die nachhaltigen Verletzungen und der Therapiebedarf sind auch für Fachleute nicht annähernd zu überblicken. In der Gesprächsrunde bei Reinhold Beckmann verdeutlichte Anja Wille, Mutter eines getöteten Jungen, die zusätzliche Traumatisierung von Angehörigen: Die Frau leidet darunter, dass niemand in ihrer Umgebung ihre Verletztheit und Trauer ertragen kann; "die Leute weichen mir aus."

Experimentelle Psychologie: Der Flirt gefährdet den Verkehr

Wer ein Fahrzeug lenkt und gleichzeitig flirtet, verliert an Fahrsicherheit. Ähnlich kritisch wird die Situation bei einem Streit. Nur ein Small Talk bleibt unproblematisch, beobachteten Dr. Jeannette Maciej und Kollegen (TU Braunschweig) in einem Test. Er zählt zu den etwa 600 Beiträgen der 52. Tagung experimentell arbeitender Psychologen (Saarbrücken), veröffentlicht von Dr. Christian Frings und Kollegen.

Reinhold Beckmann: Scientology, Jesuiten - und Varianten der Abhängigkeit

Eher am Rand seiner Montag-Plauderstunde ließ Reinhold Beckmann drei Scientology-Aussteiger zu Wort kommen: gleichzeitig als Hinweis auf den Film zum Thema, ausgestrahlt am Mittwoch (31. März) in der ARD ab 20.15 Uhr - "Bis nichts mehr bleibt."

Wirtschaftspsychologie: Riskanter Narzissmus in den Führungsetagen

Wer optimale Führungsarbeit leistet, wird kaum wahrgenommen. Ist die Aufgabe erledigt, werden die Mitarbeiter selbstbewusst sagen: "Wir haben es selbst getan." Für den Psychologen Professor Dr. Hans Hinterhuber bedeutet Führen, "den Mitarbeitern zu helfen, das Beste aus dem zu machen, was sie am besten können."

Stress und Angst: Ein Viertel der Medizinstudierenden psychisch belastet

Mehr als ein Viertel der Medizinstudierenden ist "psychisch deutlich belastet", ergab eine Untersuchung in der Technischen Universität Dresden. Ängste stehen im Vordergrund, Depressionen folgen an zweiter Stelle. Psychotherapeutische Hilfe nehmen nur die wenigsten Studierenden in Anspruch. Körperlich-gesundheitliche Probleme sind eher die Ausnahme, berichtet Dr. Constantin Klein.




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