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Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation

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2018-2 (102)

PKV 2018-2 (102)

Inhaltsverzeichnis

 

Die Rückkehr an den Arbeitsplatz optimal vorbereiten und begleiten durch Soziale Arbeit in der medizinischen berufsorientierten Rehabilitation
Eleonore Anton

 

Fallmanagement aus Sicht der Versicherten – Ergebnisse der ersten Kundenbefragung zum Reha-Management der gesetzlichen Unfallversicherung
Edwin Toepler, Doris Habekost, Nicola Schmidt & Athina Georgiou

 

Psychosomatische Reha-Nachsorge (Psy-RENA)
Ulrike Worringen, Beate Muschalla, Teresia Widera & Axel Kobelt

 

Zielorientierte individuelle Nachsorge (ZINA): ein bedarfsorientiertes differenzielles Nachsorgekonzept für die psychosomatische Rehabilitation
Sandra Fahrenkrog, Sebastian Bernert, Manuela Marquardt, Astrid Orban, Cornelia Symannek, Philipp A. Martius & Karla Spyra

 

„FAT ambulant“ – ein Nachsorgeprogramm für Patienten mit Adipositas per magna: Studienprotokoll für eine randomisierte kontrollierte Evaluationsstudie
Jutta Ahnert, Christian Toellner, Rainer Tischendorf & Hermann Faller

 

Therapie- und Compliance-Faktoren aus Sicht der am Behandlungsprozess beteiligten Experten am Beispiel Rückenschmerz
Maya Staub, Ann-Marie Gursch, Anne-Katrin Puschmann, Jessie de Witt Huberts, Juliane Müller & Pia-Maria Wippert

 

Mit begleiteter Nachsorge zu längerfristigem Rehabilitationserfolg
Ruth Deck

 

Der Weg zurück in den Alltag – Entwicklung einer internetbasierten Reha-Nachsorge für depressiv erkrankte Männer
Teresa Jakob, Martin Poppelreuter, Harald Baumeister, Oskar Mittag & Werner Geigges

 

Wie beurteilen therapeutische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Online-Nachsorge für adipöse Rehabilitanden? – Ergebnisse einer explorativen Befragung in Reha-Einrichtungen
Andrea Reusch, Monika Reuss-Borst, Margit Anzelini, Roland Küffner, Elisabeth Trempa & Jutta Ahnert

 

www.nachderreha.de – Eine bundesweite internetgestützte Nachsorge-Datenbank
Jana Langbrandtner & Ruth Deck

 

Digitalisierung im Versorgungsprozess der psychosomatischen Reha-Nachsorge
Sonja Schmalen & Rebecca Jung

 


Die Rückkehr an den Arbeitsplatz optimal vorbereiten und begleiten durch Soziale Arbeit in der medizinischen berufsorientierten Rehabilitation
Eleonore Anton

 

Kurzfassung
Erwerbstätigkeit hat eine zentrale persönliche, gesellschaftliche und ökonomische Bedeutung. Menschen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung sind häufig leistungseingeschränkt und brauchen unterstützende Maßnahmen, um wieder in das Arbeitsleben zurückkehren zu können. Medizinische Rehabilitation und berufliche Teilhabeleistungen sind wichtige Instrumente, um die Teilhabe gesundheitlich beeinträchtigter Menschen an allen Bereichen der Gesellschaft zu sichern. Soziale Arbeit in der medizinischen Rehabilitation hat Fragen der beruflichen Zukunft besonders im Blick. Sie unterstützt und begleitet die Rehabilitandinnen und Rehabilitanden bei dem Wiedereinstieg in das Erwerbsleben. Auf die Fallbegleitung der Stufenweisen Wiedereingliederung nach dem Modell der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz wird im Artikel vertieft eingegangen.

 

Schlüsselwörter Soziale Arbeit in der medizinischen Rehabilitation, Nachsorge, Stufenweise Wiedereingliederung mit Fallbegleitung, Betriebliches Eingliederungsmanagement

 

 

Preparation for Return to work by Social Workers in work related medical Rehabilitation

 

Abstract
Employment is of crucial personal, social and economic significance. People with health impairments frequently have a reduced capacity for work and need targeted interventions to ensure return to work. Medical and occupational measures are important instruments to foster social participation for people with health impairments. Social work in medical rehabilitation especially keeps an eye on questions of future employment and supports patients’ return to work. The article focusses on case management of progressive reintegration according to the model of German Statutory Pension Insurance of Rheinland-Pfalz.

 

Keywords Social work in medical rehabilitation, after-care, progressive reintegration with case management, incompany integration management

 

 

Eleonore Anton
Diplom-Sozialarbeiterin
Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im
Gesundheitswesen e.V.
Alt-Moabit 91
10559 Berlin
Eleonore.anton@dvsg.org

 

 


Fallmanagement aus Sicht der Versicherten – Ergebnisse der ersten Kundenbefragung zum Reha-Management der gesetzlichen Unfallversicherung1
Edwin Toepler, Doris Habekost, Nicola Schmidt & Athina Georgiou

 

Kurzfassung
Mit dem im September 2010 verabschiedeten Handlungsleitfaden der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zum Reha-Management wurden für alle Träger der gesetzlichen Unfallversicherung erstmals gemeinsame Standards für die Reha-Planung und Koordination festgeschrieben. Sie kommen bei der Rehabilitation besonders schwerer Arbeits- und Wegeunfälle zum Einsatz und umfassen nicht nur die Akutversorgung und medizinische Rehabilitation, sondern alle geeigneten Maßnahmen, um die Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft sicherzustellen. Wesentliche Punkte sind eine passgenaue Auswahl der in das Programm aufzunehmenden Versicherten, die Einbindung der Versicherten als gleichberechtigte Kunden, eine frühzeitige Planung sowie die aktive Koordination im Netzwerk der Leistungserbringer (DGUV, 2011). Als Instrument der Qualitätssicherung kommt eine Kundenbefragung zu Einsatz, deren Entwicklung und erste Ergebnisse in diesem Beitrag vorgestellt werden. Eingeschlossen wurden alle Versicherten, die in einem 2-Jahres-Zeitraum 2015 bis 2017 vom Reha-Management eines Unfallversicherungsträgers betreut wurden (N=9930). Die nun vorliegenden Ergebnisse liefern erste, wichtige Hinweise darauf, inwieweit die mit dem Handlungsleitfaden verfolgten Ziele erreicht werden und in welchen Bereichen Weiterentwicklungsbedarf besteht. Neben einer hohen Zufriedenheit der Versicherten zeigen sich positive Zusammenhänge zu den im Handlungsleitfaden festgelegten Instrumenten. Wichtige Einflussfaktoren auf die Zufriedenheit stellen eine subjektive Nutzenbewertung der Reha-Maßnahme, eine partizipative und flexible Planung der Rehabilitation sowie eine als unterstützend wahrgenommene Zusammenarbeit mit dem Reha-Manager bzw. der Reha-Managerin dar. Die Ergebnisse bestätigen die Bedeutung der „Patient Reported Outcomes (PRO)“ für die Beurteilung von gesundheitlichen Interventionen. PROs haben sich in der Forschung als eine wesentliche Zielgröße zur Erfassung der Ergebnisqualität medizinischer Leistungen etabliert (Brettschneider et al., 2011). In verschiedenen Studien konnte eine hohe Korrespondenz zwischen PROs und der Wiedereingliederung in das Erwerbsleben nachgewiesen werden (Calvert et al., 2013). Eine hohe subjektive Zufriedenheit auf Kundenseite kann damit als ein belastbarer Indikator für einen nachhaltigen Rehabilitationserfolg betrachtet werden (Nübling et al., 2017).

 

Schlüsselwörter Reha-Management, Kundenbefragung, Gesetzliche Unfallversicherung, Patient Reported Outcomes

 

 

Case Management from the customer’s point of view – Results from the first customer survey to evaluate the Rehabilitation Management Program of the German Social Accident Insurance

 

Abstract
With the guidelines of the German Social Accident Insurance (DGUV) for Rehabilitation Management, adopted in September 2010, common standards for rehabilitation planning and coordination were laid down for all providers of statutory accident insurance for the first time. Essential points are the fitting of insured persons to the Rehabilitation Management Program, the involvement of insured persons as equal customers, early planning as well as active coordination in the network of service providers. The customer survey is used as an instrument of quality assurance, whose development and first results are presented in this article. All persons, who were cared for by the Rehabilitation Management of an accident insurance provider in a two-year period from 2015 to 2017 (N=9930) were interviewed with a standardized questionnaire. The results provide important information about the goal-attainment of the guideline and about those areas that show a need for further development. In addition to the high level of satisfaction of the insured persons, there are positive correlations with the instruments defined in the guidelines for action. Important factors are the subjective benefit of the rehabilitation measure, participatory and flexible planning of the rehabilitation as well as supportive cooperation with the rehabilitation manager. The results confirm the importance of “Patient Reported Outcomes (PROs)” for the assessment of health interventions. PROs have become established in research as a key target for assessing the quality of medical outcome (Brettschneider et al., 2011). Several studies have shown a high level of correspondence between PROs and Return to Work (Calvert et al., 2013). A high subjective satisfaction of the customer can be regarded as a reliable indicator of sustainable rehabilitation success (Nübling et al., 2017).

 

Key words Rehabilitation management, customer survey, statutory accident insurance, patient reported outcomes

 

 

Prof. Dr. Edwin Toepler
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Fachbereich Sozialpolitik und
Soziale Sicherung
Campus Hennef
53773 Hennef
Edwin.Toepler@h-brs.de

 

 


Psychosomatische Reha-Nachsorge (Psy-RENA)
Ulrike Worringen, Beate Muschalla, Teresia Widera & Axel Kobelt

 

Kurzfassung
Die Deutsche Rentenversicherung hat im Jahre 2015 ein trägerübergreifendes Rahmenkonzept für die Nachsorge nach medizinischer Rehabilitation nach § 15 SGB VI verabschiedet. Das Rahmenkonzept umfasst multi- und unimodale Kernangebote zur Reha-Nachsorge, die sich nach Bedarf und Indikation unterscheiden. Für Rehabilitanden und Rehabilitandinnen mit psychischen Erkrankungen steht das unimodale Nachsorgeangebot Psy-RENA zur Verfügung, in dem die bisherigen Nachsorgeangebote Curriculum Hannover (CH) und Psychosomatische Reha-Nachsorge (PRN) zusammengeführt wurden. Psy-RENA ist ein Gruppenkonzept, das nach einer psychosomatischen Rehabilitation der Rentenversicherung durch die Rehabilitationseinrichtung empfohlen werden kann. Um Psy-RENA flächendeckend anbieten zu können, werden bundesweit Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten gesucht, die dieses Nachsorgeangebot für die Rentenversicherung durchführen möchten. Kenntnisse der Teilhabeleistungen der Sozialversicherungsträger sowie sozialmedizinischer Grundbegriffe sind unabdingbar, um die Nachsorge fachgerecht anbieten zu können. Der Beitrag beschreibt Ziele, Inhalte und Rahmenbedingungen von Psy-RENA.

 

Schlüsselwörter Reha-Nachsorge, psychische Erkrankungen, Psychotherapeuten, Teilhabe, return to work

 

 

Psychosomatic rehabilitation after care

 

Abstract
After care (after an inpatient rehabilitation treatment of five weeks) for patients with chronic mental disorders focuses on training of capacities rather than reducing symptoms, and aims to support return to work. Medical or psychological psychotherapists in Germany may qualify for conducting after care group therapies within the medical rehabilitation program of the German Federal Pension Agency. These group therapies shall focus on the aim of social and professional participation and professional reintegration, considering specific work-related problems such as workplace problem solving, overcoming work-anxiety and avoidance, and training work-directed psychological capacities (contact, structuring, flexibility, group integration, decision making etc).

 

Key words Rehabilitation, after care, mental disorders, return to work, work-anxiety, capacities

 

 

Dr. Ulrike Worringen
Deutsche Rentenversicherung Bund
Hohenzollerndamm 47
10713 Berlin
dr.ulrike.worringen@drv-bund.de

 

 


Zielorientierte individuelle Nachsorge (ZINA): ein bedarfsorientiertes differenzielles Nachsorgekonzept für die psychosomatische Rehabilitation
Sandra Fahrenkrog, Sebastian Bernert, Manuela Marquardt, Astrid Orban, Cornelia Symannek, Philipp A. Martius & Karla Spyra

 

Kurzfassung
Die Erfolge der psychosomatischen Rehabilitation werden durch die unbefriedigende Nachhaltigkeit gemindert. Für eine nachhaltige Stabilisierung ist der Transfer des in der Rehabilitation Gelernten in den Alltag von entscheidender Bedeutung. Wir stellen ein Nachsorgekonzept vor, das mittels einer assessmentbasierten Zuweisung die unterschiedlichen Bedarfslagen der Patienten berücksichtigt und in den Klinikablauf integriert ist, so dass Nachsorge von Beginn an Teil des Rehabilitationsprozesses ist. Neben dem psychosomatischen Assessment beinhaltet das Konzept zwei Nachsorgeangebote – das zielorientierte Gruppenprogramm und die individualisierte psychosoziale Nachsorge. In die Nachsorgeempfehlung wird auch die ambulante Psychotherapie einbezogen. So wird der Patient entsprechend seines individuellen Bedarfs mit einem geeigneten Nachsorgeprogramm bei der Bewältigung seines Alltags begleitet und unterstützt, was den Reha-Erfolg verstetigen soll.

 

Schlagworte Nachsorge, Psychosomatik, Medizinische Rehabilitation

 

 

Target-oriented individual aftercare (ZINA): a demand-oriented differential aftercare concept for psychomatic rehabilitation

 

Abstract
The positive effects of psychosomatic rehabilitation are known to decline in the long run. For a long-term stabilization, the transfer of the acquired knowledge into everyday life is crucial. We present an aftercare concept that allocates aftercare treatments based on individual aftercare needs, measured with a patients’ questionnaire at the beginning of the inpatient treatment. Aftercare thus becomes part of the rehabilitation process from the very beginning. In addition to the psychosomatic assessment, two aftercare programs have been developed – the “Zielorientierte Gruppennachsorge” (goal-oriented group aftercare) and the “individualisierte psychosoziale Nachsorge” (individualized psychosocial aftercare). Aftercare models can also be combined with outpatient psychotherapy. The program aims at accompanying the patient according to his individual needs with an appropriate aftercare program to help and support him in coping with everyday life and to improve the effectiveness of inpatient rehabilitation.

 

Key words: Aftercare, psychosomatic, medical rehabilitation

 

 

Sandra Fahrenkrog
Charité – Universitätsmedizin Berlin
Luisenstraße 1
10117 Berlin
Telefon: 030 450 517 114
sandra.fahrenkrog@charite.de

 

 


„FAT ambulant“ – ein Nachsorgeprogramm für Patienten mit Adipositas per magna: Studienprotokoll für eine randomisierte kontrollierte Evaluationsstudie
Jutta Ahnert, Christian Toellner, Rainer Tischendorf, Hermann Faller

 

Kurzfassung
Patienten mit Adipositas gelingt es oft nicht, die in der medizinischen Rehabilitation initiierten Verhaltensänderungen langfristig weiterzuführen. Eine Möglichkeit, den Alltagstransfer von Verhaltensänderungen zu unterstützen, bieten Nachsorgeprogramme. Ziel der Studie ist die Prüfung der Wirksamkeit einer intensiven Nachsorgeintervention („FAT ambulant“) im Vergleich zum Standard-Nachsorgeprogramm (niederschwellig) der Rehabilitationsklinik Bad Windsheim bei Patienten mit Adipositas per magna (Adipositas Grad III; BMI = 40). Bei „FAT ambulant“ handelt es sich um ein multimodales Gewichtsreduktionsprogramm mit den Elementen Bewegung, Ernährung und Verhaltenstherapie. Die Patienten werden dazu über einen Zeitraum von zwei Jahren nach ihrer stationären Reha zu monatlichen Nachsorgeterminen in die Klinik eingeladen. Es soll in einer randomisierten Kontrollgruppenstudie untersucht werden, ob die Patienten von dem intensiven ambulanten Nachsorgeprogramm stärker profitieren (hinsichtlich Körpergewichtsreduktion, sportlicher Aktivität, Ernährungsverhalten, Lebensqualität, medizinischen Parametern) als eine Kontrollgruppe mit dem Standard-Nachsorgeprogramm (halbjährliche Nachsorgetermine in der Klinik). Die Datenerhebung ist zu Reha-Beginn, Reha-Ende sowie 6 bzw. 12 Monate nach der stationären Rehabilitation vorgesehen. Falls sich das intensive Nachsorgeprogramm als überlegen erweist, kann eine routinemäßige Implementierung empfohlen werden.

 

Schlüsselwörter Adipositas per magna, „Fränkisches Adipositastraining“, „FAT ambulant“, Nachsorgeprogramm, Gewichtsstabilisierung/-abnahme

 

 

“FAT ambulant” – an outpatient aftercare program for patients with morbid obesity: Study protocol of a randomized controlled evaluation trial

 

Abstract
Patients with morbid obesity often experience difficulties in continuing health behavior modifications in the long term. Aftercare and follow-up programs are one option to support the transfer of behavior modifications into patients’ everyday lives. The goal of this study is to evaluate the efficacy of an intensive aftercare intervention (“FAT ambulant”) as compared to a standard intervention at Bad Windsheim Rehabilitation Center. “FAT ambulant” is a multimodal weight reduction program that comprises physical activity, diet/nutrition, and behavioral therapy components. Patients are invited to take part in monthly follow-up consultations at the rehabilitation facility. In this study we evaluate whether patients in the intervention group (i.e., “FAT ambulant” intensive follow-up program) benefit more in terms of weight reduction, physical activity, dietary behavior, health-related quality of life, and medical parameters as compared to a control group receiving standard follow-up treatment (semi-annual consultations in the rehabilitation center). Data shall be collected at four measurement points (start of rehabilitation; end of rehabilitation; 6- and 12-month-follow-up). Should the intensive aftercare program prove to be effective, a routine implementation can be recommended.

 

Keywords Morbid obesity; “Fränkisches Adipositastraining”, “FAT ambulant”, aftercare program/aftercare intervention; weight stabilization/weight reduction

 

 

Dr. Jutta Ahnert
Abteilung Medizinische Psychologie und
Psychotherapie,
Medizinische Soziologie und
Rehabilitationswissenschaften
Universität Würzburg
Klinikstraße 3
97070 Würzburg
0931–31-81542
j.ahnert@uni-wuerzburg.de

 

 


Therapie- und Compliance-Faktoren aus Sicht der am Behandlungsprozess beteiligten Experten am Beispiel Rückenschmerz
Maya Staub, Ann-Marie Gursch, Anne-Katrin Puschmann, Jessie de Witt Huberts, Juliane Müller & Pia-Maria Wippert

 

Kurzfassung
Ziel: Inwiefern physio- oder trainingstherapeutische Programme bei chronisch unspezifischen Rückenschmerzen (CURS) nachhaltig wirksam sind, hängt maßgeblich von der Compliance der Teilnehmer ab. Ziel der Studie ist es daher, aus Sicht der Behandler zu untersuchen, welche Faktoren bei einem Trainingsprogramm eine hohe Compliance begünstigen und welche einen Trainingsabbruch eher begünstigen. Methodik: Es wurden neun leitfadengestützte qualitative Interviews mit ÄrztInnen sowie Sport- und PhysiotherapeutInnen durchgeführt, die N=154 Teilnehmer bei einem uni- und multimodalen Trainingsprogramm (klinik- und heimbasiert) begleiteten (dreiarmige Interventionsstudie). Diese behandelnden ExpertInnen (BE) sollten dabei beurteilen, welche Faktoren die Compliance der TeilnehmerInnen positiv oder negativ beeinflusst haben. Die Interviews wurden inhaltsanalytisch entlang von vier Kernkategorien ausgewertet. Neben zentralen Aspekten bzgl. Ablauf und Organisation wurden die BE um eine Einschätzung hinsichtlich der (1) Patienten-Zufriedenheit, (2) Compliance fördernden bzw. hemmender Faktoren, (3) subjektiven Wirksamkeit und (4) dem Verbesserungspotential erbeten. Ergebnisse: Den vier Kernkategorien ließen sich sieben Subkategorien mit 45 Kodierungen zuordnen. Die Befragten nannten folgende Faktoren als ausschlaggebend für die Compliance: sorgfältige Aufklärung von Teilnehmern1 und Behandlern, unterstützende therapeutische Atmosphäre und eine angemessene Länge und Dauer der Übungen sowie Untersuchungen. Für eine Erhöhung der Compliance schlugen sie Maßnahmen zur Verbesserung der Motivation der Behandler sowie für die heimbasierte Trainingsphase eine engmaschigere Unterstützung der Programmteilnehmer vor. Schlussfolgerung: Wenngleich die BE das Programm grundsätzlich positiv einschätzten, berichteten sie von einer besseren Compliance der TeilnehmerInnen während der aufwändigeren klinikbasierten Phase im Vergleich zur heimbasierten Intervention. Sollten Interventionen folglich zuhause durchgeführt werden, so gilt es Maßnahmen zu ergreifen, um die Compliance aufrechtzuhalten, wie bspw. regelmäßige Termine zur Überprüfung der Übungsausführung. Die Ergebnisse liefern wichtige Anhaltspunkte für den Einsatz eines solchen Programms im Rahmen einer heimbasierten Rehabilitationsnachsorge in ländlichen Regionen.

 

Schlüsselwörter MiSpEx – Compliance – körperliche Aktivität – Rückenschmerz – Nachsorgeprogramm – qualitative Interviews

 

 

Therapy and compliance factors from medical care provider’s perspective in low back pain treatment

 

Abstract
Aim: Significant proportions of an intervention’s success in treating chronic low back pain rely upon patient compliance. The aim of the study is to investigate the important factors which have positive or negative effects on compliance in uni- and multimodal exercise programs.Methods: As part of a back pain intervention program, nine semi-structured, qualitative interviews with experienced physicians, and sports- and physiotherapists were conducted. During the program, these health care professionals (HCP) supervised a total of N=154 participants within an uni- and multimodal exercise program (three-armed intervention-study). In the interviews, they assessed the participants’ response to the program and identified positive as well as negative factors which they thought to have influenced the participants’ compliance. Further the experts’ opinion on (1) patient satisfaction, (2) promoting or restricting factors influencing compliance, (3) subjective treatment effects and (4) general suggestions for improvements in compliance was requested. Results: Data collection of HCP´s feedback provided four core categories, which were classified into seven sub-categories and were made using 45 encodings. The core categories concerned the central aspects of the intervention process and HCP mentioned the following as important for treatment compliance: thorough instruction of subjects and HCP, supporting therapeutic atmosphere, reasonable length and effort of exercises and assessments. To enhance compliance in further studies the HCPs mentioned actions like stronger and better instructions for HCP´s as well as stronger support and control of subjects during the home-based phase. Conclusion: Although HCP in general felt positive about the program, they observed a better compliance during the centre-based phase. When working with home-based treatments, compliance supporting measures are highly recommended. This seems to be essential, if such programs should be transferred into home-based post-rehabilitation treatments.

 

Keywords MiSpEx – compliance – physical activity – back pain – post-rehabilitation support – qualitative research

 

 

Prof. Dr. Pia-Maria Wippert
Universität Potsdam
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
wippert@uni-potsdam.de

 

 


Mit begleiteter Nachsorge zu längerfristigem Rehabilitationserfolg
Ruth Deck

 

Kurzfassung
Das neue Credo ist ein Nachsorgekonzept, das auf die Eigeninitiative und Selbstverantwortung des Rehabilitanden unter Einbindung der jeweiligen Rehabilitationseinrichtung fokussiert. Bausteine des Programms betreffen Einstellungsänderungen und Handlungsplanung, Aufbau von Motivation und Handlungskompetenzen sowie Selbstbeobachtungstechniken. Für die Umsetzung dieser Strategien werden Dokumentationshefte genutzt. Das Konzept wurde in mehreren kontrollierten Längsschnittstudien evaluiert. Die Ergebnisse der Prozessanalyse zeigen, dass das neue Credo im Klinikalltag praktikabel ist und vom therapeutischen Team sowie den Patienten positiv bewertet wird. Die Patienten der Interventionsgruppe bewerten die Nachsorgeempfehlungen der Reha-Einrichtung signifikant besser und erreichen ihre selbst gesetzten Ziele häufiger. Hinsichtlich der primären und sekundären Outcomes weisen Rehabilitanden der Interventionsgruppe größere Effekte auf als die Kontrollgruppe. In den Bereichen Ausdauersport, Fitnessstudio und Sportverein waren sie 12 Monate nach der Rehabilitation signifikant häufiger aktiv.
 

Schlüsselwörter Rehabilitation, Nachsorge, Machbarkeit, Langzeiteffekte

 

 

Supported aftercare for long-term rehabilitation success

 

Abstract
New Credo is an aftercare concept that focuses on the rehabilitation patient’s own initiative and self-responsibility. Modules of the program include attitude changes and action planning, development of motivation and competence of action as well as self-observation techniques. Documentation booklets are used to implement these strategies. The concept was evaluated in several controlled longitudinal studies. The results of the process analysis show that the new credo is practicable in everyday clinical practice and is positively evaluated by the therapeutic team and the patients. Patients of the intervention group evaluate the aftercare recommendations of the rehabilitation clinic significantly better and achieve their self-imposed goals more frequently. In terms of primary and secondary outcomes, rehabilitants of the intervention group have greater effects than the control group. In the areas of endurance sports, fitness center and sports association, they were significantly more active 12 months after rehabilitation.

 

Keywords Rehabilitation, aftercare, feasibility, long-term effects

 

 

PD Dr. Ruth Deck
Universität zu Lübeck
Institut für Sozialmedizin und
Epidemiologie
Ratzeburger Allee 160
23562 Lübeck
ruth.deck@uksh.de

 

 


Der Weg zurück in den Alltag – Entwicklung einer internetbasierten Reha-Nachsorge für depressiv erkrankte Männer
Teresa Jakob, Martin Poppelreuter, Harald Baumeister, Oskar Mittag & Werner Geigges

 

Kurzfassung
Stationäre psychosomatische Rehabilitation ist eine etablierte und in ihrer Wirksamkeit vielfach belegte Interventionsform; allerdings finden sich immer wieder Hinweise, dass es für eine Teilgruppe der Rehabilitanden problematisch ist, positive Rehabilitationseffekte in den Lebensalltag zu überführen und so nachhaltige Verbesserungen zu erfahren. Vor diesem Hintergrund wurden in der Vergangenheit spezifische Nachsorgeprogramme durch die Rentenversicherungsträger implementiert, die allerdings derzeit nur für einen Teil der Rehabilitanden zugänglich sind. Zudem zeigen empirische Daten, dass spezifische Subgruppen wie z.B. depressiv erkrankte Männer solche ambulanten Unterstützungsmöglichkeiten nur selten nutzen. An dieser Stelle eröffnen internet- und mobile-basierte Gesundheitsinterventionen neue und flexible Möglichkeiten für alternative Nachsorgeinterventionen. Die Rentenversicherungsträger setzen sich mit dieser Thematik seit langer Zeit intensiv auseinander und haben eine klare Handlungsstrategie formuliert. Im vorliegenden Artikel wird die Entwicklung des Nachsorgeprogramms „Viadukt“ beschrieben. Eine hohe Teilnahmequote und die Ergebnisse der Zufriedenheitsbefragung sind Hinweise darauf, dass das Nachsorgeprogramm von den Teilnehmern akzeptiert und als qualitativ hochwertig wahrgenommen wird. Eine Auswertung von Daten zu Implementationsaspekten (Dauer und Häufigkeit der Kontakte) zeigt, dass die Umsetzung der Nachsorgeintervention in der Regelversorgung gelingen kann, jedoch auch zusätzliche personelle Ressourcen benötigt.

 

Schlüsselwörter Depression, Rehabilitation, Nachsorge, E-Health, Männer

 

 

The way back into everyday life – development of an internet-based after-care programme for men with depression

 

Abstract
In-patient psychosomatic rehabilitation is a well-established form of intervention with proven empirical evidence. There have been numerous cases, however, that suggest that it is problematic for some patients to transfer the positive effects of rehabilitation into their everyday lives and to experience sustainable improvements. Starting from these findings, specific post-rehabilitation programmes were implemented by the Association of German Pension Funds in the past. Presently, however, these programmes are not accessible to all patients in need of them. In addition, the empirical data show that specific sub-groups, such as men suffering from depressive disorders, seldom make use of this kind of out-patient support options. At this point, Internet-based health interventions open up new and flexible ways of alternative aftercare interventions. The Association of German Pension Funds has been dealing intensively with this subject for a long time and has presented a clear strategy of action. This article describes the development of the after-care programme ‘Viadukt’. The high number of participants, as well as the results of the patient satisfaction questionnaires, show that the after-care programme was accepted by the participants, who perceived it to be of high quality. The data relating to the various aspects of implementation, such as duration and frequency of contacts, reveal that this form of after-care intervention can be realised within the scope of standard care. However, such an intervention makes additional personal resources necessary.

 

Keywords Depression, rehabilitation, after-care, e-health, men

 

 

Dipl.-Psych. Teresa Jakob
Rehaklinik Glotterbad,
Fachklinik für Psychosomatik, Psychotherapeutische
und Innere Medizin
Gehrenstraße 10
79286 Glottertal
t.jakob@rehaklinik-glotterbad.de oder
m.poppelreuter@rehaklinik-glotterbad.de

 

 


Wie beurteilen therapeutische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Online-Nachsorge für adipöse Rehabilitanden? – Ergebnisse einer explorativen Befragung in Reha-Einrichtungen
Andrea Reusch, Monika Reuss-Borst, Margit Anzelini, Roland Küffner, Elisabeth Trempa & Jutta Ahnert

 

Kurzfassung
Für Patienten mit Adipositas in der stationären Rehabilitation sind langfristige Lebensstiländerungen relevant und deshalb online-gestützte Nachsorgekonzepte sinnvoll und sowohl seitens der Betroffenen als auch der Sozialleistungsträger gewünscht. Wenn möglich, sollte die Online-Nachsorge von Kliniktherapeuten angeboten werden. Zur Einstellung und Bereitschaft von Kliniktherapeuten gibt es aber bislang kaum Studien (Hennemann et al., 2017). Daher wurde eine explorative Akzeptanz- und Machbarkeitsstudie mit 202 therapeutischen Mitarbeitenden aus drei Kliniken durchgeführt (Rücklauf: 22%). Die 45 Kliniktherapeuten, die den Online-Fragebogen beantwortet haben, haben eine positive Einstellung gegenüber der Online-Nachsorge. Sie befürworten den Einsatz von Inhalten und technischen Möglichkeiten aus bereits bestehenden Programmen. Die bevorzugte Nachsorgedauer liegt für ein Drittel der Befragten bei einem Jahr, für ein Fünftel bei einem Vierteljahr. Als optimale Nutzungshäufigkeit wird 2-3-Mal pro Woche angesehen, ein persönlicher Kontakt mit dem Therapeuten sollte etwa einmal pro Woche (n=18) bzw. alle zwei Wochen (n=16) erfolgen. 19 Kliniktherapeuten können sich zumindest „eher“ vorstellen eine Online-Nachsorge selbst zu betreuen und es wird klar präferiert, dass dafür ein „Nachsorgetherapeut“ eingestellt werden sollte. Es gibt Hinweise darauf, dass mit zunehmendem Alter, längerer Berufserfahrung und größerem Beschäftigungsumfang die Bereitschaft abnimmt, sich selbst zu engagieren, während sie mit größerer Online-Erfahrung steigt. Als Barrieren werden insbesondere eingeschränkte finanzielle und personelle Mittel genannt. Die langfristige Finanzierbarkeit einer Online-Nachsorge sollte deshalb vor einer dauerhaften Implementierung gewährleistet sein und ein eigens dafür eingestellter Nachsorgetherapeut in Betracht gezogen werden. Bei der Evaluation der Online-Nachsorge sollte ein randomisiertes kontrolliertes Design angelegt und als Zielgrößen neben der Gewichtskontrolle auch motivationale und verhaltensbezogene Parameter erfasst werden.

 

Schlüsselwörter Online-Nachsorge, Adipositas, Rehabilitation, Machbarkeit, Akzeptanz

 

 

How do therapeutic team members evaluate an online after-care intervention for obese patients? – Results of an exploratory survey in rehabilitation centers

 

Abstract
Long-term lifestyle changes are relevant for patients with obesity in inpatient rehabilitation and therefore online-based aftercare concepts are useful and desired both by patients and funding agencies. If possible, online-based aftercare should be provided by clinic therapists. However, there are only few studies that assess the attitudes and willingness of clinic therapists (Hennemann et al., 2017). Therefore, an exploratory acceptance and feasibility study was conducted with 202 therapeutic employees from three rehabilitation clinics (return: 22%). The 45 clinic therapists, who answered the online questionnaire, reported a positive attitude towards online-based aftercare. Usage of existing technical implementation possibilities and contents were favoured. Regarding the length of aftercare period a third of the respondents favoured one year and a fifth only three months. For almost half of the employees the optimal usage frequency in an online-based aftercare would be 2–3 sessions per week. Direct personal contact with the therapists should either take place about once a week (n=18) or every two weeks (n=16). 19 Clinic therapists reported at least “some” disposition to deliver aftercare themselves but engagement of a dedicated “aftercare therapist” was clearly preferred. The results imply that increasing age, professional experience and amount of employment are barriers to the willingness to commit oneself, while greater online experience might be a facilitating factor. Particularly, limitations of financial and personal abilities are mentioned as barriers. Therefore, the long-term viability of the online-based aftercare should be ensured before the permanent implementation in rehabilitation clinics, and a dedicated therapist should be considered. To evaluate the effects of the online-based aftercare, a randomized controlled trial should be conducted and in addition to the weight control, self-motivational and behavioural parameters should be included as outcomes.

 

Keywords Online-based aftercare, obesity, rehabilitation, feasibility, acceptance

 

 

Dr. Andrea Reusch
Universität Würzburg
Abteilung für Medizinische Psychologie und
Psychotherapie, Medizinische Soziologie
und Rehabilitationswissenschaften
Klinikstraße 3
97070 Würzburg
a.reusch@uni-wuerzburg.de

 

 


www.nachderreha.de – Eine bundesweite internetgestützte Nachsorge-Datenbank
Jana Langbrandtner & Ruth Deck

 

Kurzfassung
Ziel der Studie: Aufgrund der Vielzahl und Unübersichtlichkeit bestehender Nachsorgeangebote stellt die Suche nach bedarfsgerechten, wohnortnahen Angeboten für Rehabilitanden und Reha-Einrichtungen häufig eine Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund sollte ein webbasiertes Portal zur Reha-Nachsorge aufgebaut, getestet und die Akzeptanz potentieller User überprüft werden. Methodik: Gefördert von der DRV Bund erfolgte der Aufbau eines webbasierten Portals zur Reha-Nachsorge www.nachderreha.de. Für die Umsetzung der Studie wurde ein Mixed-Methods-Ansatz gewählt. Im Rahmen von Usability-Befragungen wurde die Website von potentiellen Usern (Rehabilitanden und Reha-Mitarbeitern) getestet und bewertet. Für den Ausbau der Reha-Nachsorge-Datenbank wurde ein Selbstmelde-Portal zur Registrierung von Reha-Nachsorgeprogrammen auf der Website implementiert und ein postalischer Aufruf zur Meldung von Nachsorgeangeboten an 1144 DRV-Einrichtungen versendet. Ergebnisse: Die Website wurde durch die Nutzer insgesamt positiv beurteilt. Von den befragten Mitarbeitern wurde das Portal dabei etwas besser bewertet als von den befragten Rehabilitanden (MW 4,4 vs.4,2; 0=sehr schlecht, 5=sehr gut). Über das implementierte Selbstmelde-Portal erfolgten insgesamt 591 Nachsorgemeldungen, darunter 224 Neumeldungen und 278 Aktualisierungen/Ergänzungen bereits eingepflegter Angebote. Schlussfolgerung: Das Selbstmelde-Portal erweist sich als innovative, effektive und nutzerfreundliche Möglichkeit zur standardisierten Erhebung von Reha-Nachsorgeleistungen. Die erzielte Meldequote sowie die kontinuierliche Nutzung des Portals seit der Veröffentlichung unterstreichen die Akzeptanz auf Seiten der User.

Schlüsselwörter Reha-Nachsorge, Website, Usability-Befragungen

 

 

www.nachderreha.de – a nationwide webbased after care database

 

Abstract
Objective: Due to the large number of existing rehabilitation aftercare offers and a lack of transparency, searching for patient-centered, local offers poses a challenge to patients and rehabilitation facilities. To close this gap, a web-based portal for rehabilitation after-care was developed, tested and the acceptance of potential users verified. Methodology: Supported by the DRV Bund a web-based portal for rehabilitation aftercare www.nachderreha.de was established. For the implementation of the project, a mixed-methods approach was chosen. On the basis of usability tests the website was tested and evaluated by potential users (rehabilitation patients and employees of rehabilitation clinics). For the expansion of the aftercare database, a selfreporting portal for the registration of rehab-aftercare programs was implemented on the website and a postal call for registering aftercare programs was sent to 1144 DRV rehabilitation centers. Results: The website was rated positively by the users. Employees of the clinics rated the portal slightly better than the patients (M 4.4 vs. 4.2, 0 = very bad, 5 = very good). A total of 591 aftercare programs have been registered via the implemented self-reporting portal, including 224 new registered aftercare programs and 278 updates / additions to previously submitted offers. Conclusion: The self-reporting portal seems to be an innovative, effective and user-friendly option for the standardized collection of rehabilitation aftercare offers. The registration rates as well as the continuous use of the portal since its activation emphasise the acceptance of users.


Keywords Rehabilitation aftercare, website, usability tests

 


Dr. Jana Langbrandtner
Universität zu Lübeck
Institut für Sozialmedizin
und Epidemiologie
Ratzeburger Allee 160
23538 Lübeck
jana.langbrandtner@uksh.de

 

 


Digitalisierung im Versorgungsprozess der psychosomatischen Reha-Nachsorge
Sonja Schmalen & Rebecca Jung

 

Zusammenfassung
An der Organisation psychosomatischer Reha-Nachsorge der Rentenversicherung sind viele Akteure beteiligt: Mitarbeiter/innen aus dem Sozialdienst, Nachsorge-Gruppenleiter/innen und natürlich die Nachsorge-Teilnehmer/innen selbst. Ein transparenter Versorgungsprozess und eine einfache Kommunikation sind von hoher Bedeutung, um eine Nachsorge erfolgreich einzuleiten. Die Website psyrena.de wurde eingerichtet, um den Zugang zur psychosomatischen Reha-Nachsorge sowohl für Rehabilitanden/innen als auch für Gruppenleiter/innen zu vereinfachen. Das Konzept ähnelt in einigen Punkten der Website www.nachderreha.de, ist aber spezifisch auf den Bereich Psychosomatik ausgerichtet.

 

Schlüsselwörter Psychosomatische Rehabilitation, Nachsorge, Internetbasierter Nachsorgeführer, Implementation, Erfahrungsbericht

 

 

Digitalisation in the process of psychosomatic rehabilitation aftercare

 

Abstract
Many parties are involved in the organization of psychosomatic rehabilitation aftercare of the German pension insurance: employees from the social services, after-care group leaders and, of course, the aftercare participants themselves. A transparent care process and a simple and easy communication are of high importance in order to initiate an aftercare successfully. The website psyrena.de was established to simplify the access to psychosomatic rehabilitation aftercare for rehabilitants as well as for group therapists. In contrast to other information websites for rehabilitation aftercare it is focusing on communication and process needs of psychosomatic patients and their group therapists.

 

Keywords Psychosomatic rehabilitation, rehabilitation aftercare, internet based aftercare guide, implementation, field report

 

 

Sonja Schmalen
Dr. Becker eHealth GmbH
Parkstraße 10
50968 Köln (Marienburg)
sschmalen@dbkg.de

 

 


Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation
31. Jahrgang · 2018 · Heft 2 (102)

Pabst, 2018
ISSN 0933-842X
Preis: 14,- €

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