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27.04.2021 Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation: Die Mehrheit gewinnt eine positive Berufsperspektive

Seit etwa zwei Jahrzehnten bieten Kliniken in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rentenversicherung eine "Medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation" (MBOR) an. In "Praxis Klinische Verhaltensmedizin & Rehabilitation" ziehen Dr. Rüdiger Nübling und Kollegen eine Bilanz: Mehr als drei Viertel der psychisch oder/und somatisch Therapierten werden bzw. bleiben arbeitsfähig.

"Über 60% der MBOR-AbsolventInnen stimmen der Aussage zu, dass sie zuversichtlicher sind, auch längerfristig arbeiten zu können, dass sie besser mit beruflichen Belastungen umgehen oder auch dass sie eine bessere Einstellung und Sichtweise auf ihre konkrete Arbeitssituation gewonnen haben. Knapp 60% geben an, besser mit beruflichen Konfliktsituationen umgehen zu können oder auch besser über sozialrechtliche Fragen Bescheid zu wissen..."

 

Annähernd zwei Drittel der RehabilitandInnen sehen den ausdrücklichen Berufsbezug der Maßnahme positiv. Die Studienautoren vermuten  Verbesserungspotential bei der Indikationsstellung, welche spezifische Maßnahme für welchen Patienten optimal geeignet ist. RehabilitandInnen bewerten "allgemeine Behandlungsergebnisse und die Ergebnisqualität auch im Kontext berufsbezogener Aspekte... Die allermeisten Rehabilitanden scheinen sich mehr und nicht weniger MBOR zu wünschen. Dies umzusetzen ist v.a. eine Frage der Einstellungen und Haltungen der Reha-Teams."


Literatur zum Thema

Rüdiger Nübling, Udo Kaiser, Marco Streibelt (Hrsg.) Medizinisch-beruflich Orientierte Rehabilitation.
In: Praxis Klinische Verhaltensmedizin & Rehabilitation Nr. 112, Pabst Science Publishers


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