Schlafstörungen entstehen nicht nur durch die Erkrankung selbst, sondern auch durch die Chemotherapie. "Angst und Depressionen gehören zu den häufigsten Langzeitfolgen einer Krebsdiagnose. Grund ist auch der unsichere Verlauf, sodass auch Jahre nach der Diagnose das Risiko einer rezidivierenden Erkrankung besteht. Vor allem die Verringerung sozialer Aktivitäten - infolge von Nebenwirkungen und erhöhtem Infektionsrisiko - führt zu einer Verstärkung von Angst, Depression" und Schlafproblemen.
"Das Autogene Training beschreibt eine etablierte Form der Selbstentspannungs-Technik, die durch das Erlernen und innere Wiederholen spezifischer Phrasen eine psychophysiologische Entspannungsreaktion auslöst. Hierbei wird angenommen, dass durch die Erzeugung des autogenen Zustandes sowohl Erholungs- als auch Selbstheilungsprozesse gefördert werden. Das Autogene Training basiert auf Autosuggestion und geht mit einer passiven Konzentration auf Schwere und Wärme in den Gliedmaßen, auf den Herzschlag, auf die Entspannung des Unterleibs und auf die Temperatur der Stirn einher. Begleitet werden die Übungen von einer langsamen, bewussten Atmung."
In der Vergangenheit konnte bereits der Effekt von AT auf die Lebensqualität, Schlafqualität und Stimmung bei nicht-onkologischen Patienten nachgewiesen werden.
Marie Strauss, Heidelinde Falk, Michael Braun, Kristin Härtl:
Autogenes Training in der Behandlung von Brustkrebspatientinnen
unter Chemotherapie: Ergebnisse einer Pilotstudie.
In: Verhaltenstherapie & Verhaltensmedizin 2/2024
https://www.psychologie-aktuell.com/journale/verhaltenstherapie/bisher-erschienen/inhalt-lesen/2024-20.html
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Weitere Literatur zum Thema
Hermann Delbrück ( Hrsg.) Brustkrebs vermeiden
Print: 978-3-95853-124-6
PDF: 978-3-95853-125-3
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Helmut Brenner : Autogenes Training
Der Weg zur inneren Ruhe
Print: 978-3-936142-62-4














