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Borderline-Persönlichkeitsstörung: Patienten klagen häufig und tendieren zum Vermeidungsverhalten

Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung aktivieren in Konfliktsituationen überhäufig vermeidende Bewältigungsstrategien. Dies stellt einen möglichen Ansatzpunkt für therapeutische Interventionen dar, berichten Dres. Julia Lück, Christiane Scheller (Universität Lübeck) und Kollegen in Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin 2/2011.

In einer Studie zeigen Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung im Vergleich zu anderen psychisch Kranken und zu Gesunden ein höheres Niveau bei den maladaptiven Verhaltensweisen:

  • Substanzmissbrauch
  • Somatische Symptome
  • Sozialer Rückzug
  • Vermeidung durch Schlaf
  • Selbsttröstung durch Essen und Einkaufen
  • passives Abblocken von Emotionen
  • Ablenkung durch Tagträume und Phantasie

In drei Bereichen zeigen Borderline-Patienten einen ähnlich hohen Level wie andere psychisch Kranke - allerdings wesentlich ausgeprägter als Gesunde:

  • Unterdrückung von Wut und Ärger
  • Ablenkung durch Aktivität
  • Vermeidung verwirrender Situationen

In den Bewältigungsstrategien willentliches Nicht-daran-Denken, exzessive Rationalität und Verleugnung misst die Untersuchung bei Borderline-Patienten gleiche Werte wie bei Gesunden.

Die Verleugnung des Unglücklich-Seins ist bei Borderline-Patienten eher selten. "Dies entspricht auch der klinischen Erfahrung, dass diese Patientengruppe ihr Leiden im Kontakt mit dem Gesundheitswesen nicht bagatellisiert und teilweise eine Antworttendenz in Richtung einer intensivierten Darstellung ihrer Psychopathologie hat."

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