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Außerfamiliäre Betreuung im frühen Kindesalter: Kinderkrippen schützen die Kleinsten vor Benachteiligungen

"In Wien wird seit Herbst 2009 jedem Kind ein Kinderkrippen- oder Kindergartenplatz kostenlos zur Verfügung gestellt. Es gibt in Wien viele Kinder, deren Eltern sich den Kindergarten nicht leisten konnten, die mit ihren Müttern unter elenden Bedingungen lebten, ohne medizinische Betreuung, ohne Förderung, mit schwerwiegenden Entwicklungsrückständen. Kinderkrippen- und Kindergartenplatz bedeutet jetzt, dass jedem Wiener Kind medizinische und entwicklungspsychologische Betreuung zur Verfügung gestellt wird, die viele Kinder sonst nicht hätten", beobachtet die Psychotherapeutin Dr. Elisabeth Brainin.

Sie gibt gleichzeitig zu bedenken, dass "SäuglingspflegerInnen und KindergärtnerInnen vermehrt gebraucht werden, dass sie eine ausreichende Ausbildung erhalten, dass ihr gesellschaftlicher Status, ihre Bedeutung für die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft aufgewertet werden müssen."
 
Die Psychoanalytikerin widerspricht einer häufigen Überforderung und Überbewertung von Müttern: "Wie oft begegnen uns Mütter, die ihre Kinder seelisch missbrauchen, ihre eigenen neurotischen oder psychotischen Bedürfnisse mit Hilfe ihrer Kinder befriedigen, ohne deren Entwicklungsbedürfnisse wahrnehmen zu können. Dies sind dann auch die Kinder, die die Praxen von Kinderanalytikern, psychotherapeutische Institutionen und kinderpsychiatrische Abteilungen füllen. Wie gut hätten diesen Kindern funktionierende, gut ausgestattete Kinderkrippen getan", schreibt Brainin in

Psychoanalyse, Schwerpunkt-Ausgabe "Außerfamiliäre Betreuung im frühen Kindesalter"; (Gast-Herausgeber: Katharina Rothe, Stefan Schröder, Tanja Göttken).




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