Die Vergleichsgruppe verlor während der folgenden Ferien einen Teil ihrer Lesekompetenz. Doch die Kinder, die mit Hunden eine gewisse Lesefreude entwickelt hatten, lasen auch in den schulfreien Tagen und entwickelten sich weiter.
"Mit der Integration eines Hundes in die Förderung entsteht eine völlig neue Lesesituation, die möglicherweise eine Entkoppelung von vorherigen (Misserfolgs-)Situationen bewirkt. Die Interaktion mit einem Hund emotionalisiert im positiven Sinne. Neue emotional gefärbte Informationen, die mit persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen verbunden sind, werden im episodischen Gedächtnis nachhaltiger und lebhafter gespeichert." Die Autorinnen sehen ihre Befunde in "Verbindung mit den Erkenntnissen der neurobiologischen Lernforschung zur besseren Speicherung von Wissen, das in einem positiven emotionalen Lernkontext erworben wurde."
Die Autorinnen betonen, dass "sich ein professioneller pädagogischer Einsatz von Hunden und Tierschutz gegenseitig bedingen. Eine hundegestützte Intervention wird nur dann erfolgreich sein, wenn sie sich an den Stärken des Tieres orientiert, seine Bedürfnisse berücksichtigt, der Hund Freude an seiner Tätigkeit hat und selbst beim Einsatz frei von Stress ist. Ebenso ist eine spezifische Ausbildung der pädagogischen Fachkraft in der tiergestützten Arbeit unabdingbar ..."
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