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Psychosoziale und Medizinische Rehabilitation

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Wirtschaftspsychologie: Im Alter verändert sich die Arbeitskraft, aber sie verringert sich nicht

Wirtschaftspsychologie: Produktivitätsfaktoren und arbeitsrelevante Denkmuster können sich zwar im Alter verändern; doch die Entwicklungen sind eher positiv, und die Arbeitszufriedenheit steigt tendenziell. Dr. Rüdiger Okonek und Prof. Dr. Petia Genkova (Hochschule Osnabrück, Wirtschaftspsychologie) fanden in ihrer Studie "Gerne lange arbeiten?" nur geringe Leistungsdifferenzen zwischen jüngeren und älteren Berufstätigen.

"Vor dem Hintergrund von vorherrschenden pauschalen Stereotypen in Bezug auf die Arbeitsproduktivität älterer Menschen ist es wichtig, die keineswegs eindeutigen Wirkungszusammenhänge zu erörtern. Im Verlauf des Lebens unterliegt der Mensch einem allgemeinen Leistungswandel. Darunter verstehen wir die Veränderung der möglichen Leistungsabgabe durch zeitlich sich verändernde physische und psychische Leistungsfähigkeit und -bereitschaft. Grundsätzlich besteht in der heutigen Forschung Einigkeit, dass sich im fortschreitenden Lebensalter die Fähigkeit einer Arbeitskraft nicht generell verringert, sondern dass sich die Fähigkeitsstruktur wandelt. Für die meisten Arbeitsplätze ist davon auszugehen, dass auch der ältere Mitarbeiter der gewohnten Belastung gerecht wird ..."
 
In allen erwachsenen Generationen identifizierten die Wissenschaftler vier Gruppen:

  • Die größte Gruppe, fast 40%, gilt als "anspruchsvoll". Für die Betroffenen spielt Arbeit eine zentrale Rolle, inhaltliche Aspekte stehen im Vordergrund, die Bezahlung ist sekundär.
  • Unwesentlich kleiner ist die Gruppe der "Pragmatiker": Ihrer hohen Anspruchshaltung entsprechen Anforderungen an das Einkommen und an die gesellschaftliche Stellung, die Arbeitsinhalte sind eher sekundär.
  • 15% der Beschäftigten gelten als "zielstrebig", d.h. sie orientieren sich an Karriere und Kasse, doch kaum am Arbeitsinhalt.
  • Mit etwa 8% bilden die "Passiven" die kleinste Gruppe - ohne wirkliches Interesse an den Inhalten der Arbeit, an Einkommen oder Karriere.

Literatur zum Thema:
Der Mensch im Mittelpunkt wirtschaftlichen Handelns
Raab, G.; Unger, A. (Hrsg.)

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