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Was das Fass zum Überlaufen bringt

Die Leistungsanforderungen im Arbeitsleben nehmen zu, so dass immer mehr Beschäftigte an einer emotionalen Erschöpfung leiden. Sie äußert sich in massiven Ermüdungserscheinungen und dem Gefühl einer lähmenden Schwäche. Oder ist das nur eine willkommene Ausrede, um unangenehmen Aufgaben zu entkommen? Tatsächlich ist die Bedeutung der emotionalen Erschöpfung umstritten. Bislang wurde sie wissenschaftlich noch nicht als Krankheit anerkannt. Am Leibniz-Institut für Arbeitsforschung konnte nun herausgefunden werden, dass das Hauptproblem einer emotionalen Erschöpfung die Schwächung der Selbstkontrolle ist, was sich dann auf die Leistung auswirken kann.

Stefan Diestel und Klaus-Helmut Schmidt von der Arbeitsgruppe "Flexible Verhaltenssteuerung" luden Pfleger/innen aus der Altenpflege zu einem Experiment ein. Zunächst füllten diese einen Fragebogen aus, mit dem ihre emotionale Erschöpfung gemessen wurde. Dann bearbeiteten sie Aufgaben, bei denen ihre Fähigkeit zur Selbstkontrolle in unterschiedlichem Maße gefordert war.

Solange die Anforderungen an die Selbstkontrolle moderat waren, spielte der Grad der emotionalen Erschöpfung keine Rolle. Waren aber die Anforderungen hoch, so verschlechterten sich die Personen mit einer ausgeprägten emotionalen Erschöpfung drastisch - die hohen Anforderungen an die Selbstkontrolle überstiegen dann ihre entsprechenden Fähigkeiten.

Diestel und Schmidt plädieren dafür, dass Führungskräfte auf solche Zustände einer emotionalen Erschöpfung eingehen und dies bei ihrer Arbeitsplanung und Aufgabenverteilung berücksichtigen.




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