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Vorläufige Daten zeigen für 2020 kaum Veränderung bei Suiziden

Die Grafik zeigt die Anzahl der Todesfälle durch "vorsätzliche Selbstbeschädigung" in Deutschland.

8.565 Menschen haben sich laut vorläufigen Daten im vergangenen Jahr das Leben genommen. Der Blick auf die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Monatszahlen legt nahe, dass die vollständigen Zahlen das Niveau des Vorjahres (9.041 Suizide) nicht oder nur im geringen Umfang übertreffen werden. Die Statista-Grafik zeigt einerseits, dass die Zahlen im Vergleich mit dem Ende des 20. Jahrhunderts zurückgegangen sind. Andererseits stagnieren die Todesfälle durch Suizid seit geraumer Zeit.

 

 

Auch weltweit sind Selbsttötungen ein großes Problem. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt sich alle 40 Sekunde ein Mensch das Leben, das entspricht über 700.000 Todesfällen pro Jahr. Darum hat die WHO 2003 erstmals den 10. September als Welttag der Suizidprävention ausgerufen. Das Motto 2021 heißt "Hoffnung schaffen durch Handeln". Wer an Suizid denkt oder glaubt, jemanden zu kennen, sollte schnell handeln und sich Hilfe holen, zum Beispiel bei der Telefonseelsorge unter den Telefonnummern 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222.

Weitere Anlaufstellen sind die sozialpsychiatrische Dienste der jeweiligen Stadt und Gemeinde, der Deutsche Kinderschutzbund oder die Deutsche Depressionshilfe.


Mathias Brandt
mathias.brandt@statista.com +49 (40) 284 841 559


Literatur zum Thema


Bennefeld-Kersten, K.: Ausgeschieden durch Suizid – Selbsttötungen im Gefängnis.
Zahlen, Fakten, Interpretationen

Pabst, 2009, 260 Seiten,Print: ISBN 978-3-89967-535-1

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Bennefeld-Kersten, Katharina; Lohner, Johannes; Pecher, Willi (Hrsg.)
Frei Tod? Selbst Mord? Bilanz Suizid? Wenn Gefangene sich das Leben nehmen

Pabst, 2015, 368 Seiten, Print:ISBN 978-3-95853-002-7, PDF: ISBN 978-3-95853-003-4

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