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Umweltpsychologie: Die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet den Bau von Windkraftanlagen

Umweltpsychologie: Die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet den Bau von Windkraftanlagen. Falls jedoch das Windrad quasi vor der eigenen Haustür stehen soll, kann die grundsätzliche Zustimmung infrage gestellt werden. Selbst wenn in einer Bürgerbefragung die lokale Mehrheit sich pro Windrad entscheidet, lässt sich ein eventuell negatives Votum eines Einzelnen nicht irritieren. Dies beobachtete Dr. Götz Walter (München) in einer Studie. Sie erschien in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Umweltpsychologie.

Insbesondere Bürger, die der regenerativen Energie generell besonders positiv gegenüberstehen, tendieren dazu, bei dem speziellen Projekt vor Ort kritische Fragen zu stellen, berichtet Umweltpsychologie.

"Um eine hohe Befürwortung spezifischer Windkraftprojekte zu erreichen, war in der Untersuchung insbesondere der regionale Nutzen des Windkraftprojektes relevant. Ein kommunaler Fonds, der sich aus den Einnahmen der Energieproduktion speist und für gemeindliche Projekte wie z.B. Umweltschutzmaßnahmen und Gebäudesanierungen genutzt werden konnte, wurde sogar noch günstiger wahrgenommen als finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten für BürgerInnen." Wenn Pachtzahlungen an betroffene Landwirte den einzigen ökonomischen Nutzen vor Ort darstellen, wird das Projekt selbst von den generellen Befürwortern der Windenergie eher abgelehnt.

Vorteilhaft wirkt sich für die Akzeptanz des Windkraftprojekts zusätzlich aus, wenn ein regional angesehenes Unternehmen als Entwickler bzw. Betreiber fungiert. Die Beteiligung der Kommune scheint hingegen auf weniger Zustimmung zu stoßen, berichtet Diplompsychologe Götz Walter.

Die meisten Beiträge der aktuellen Ausgabe von Umweltpsychologie  fokussieren aus interdisziplinären anwendungsorientierten Studien Themen zur Energieffizienz bzw. Energieeinsparung.




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