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Studieren und Dozieren ohne Stress: die Kunst, erfolgreich zu lernen und zu lehren

Studierende klagen immer häufiger und heftiger über Stress; der Prüfungs- und Zeitdruck nervt. Die Beratungsstellen werden zunehmend in Anspruch genommen, teilt das Deutsche Studentenwerk mit. Der Arbeitspsychologe Professor Dr. Manfred Mühlfelder wundert sich nicht: Denn Dozierende und Studierende ignorieren regelmäßig einschlägige Regeln rationalen und rationellen Arbeitens. In seiner Monografie "Studieren macht krank oder Freude" bietet er tiefgreifende Analysen und Empfehlungen anhand der modernen Arbeitspsychologie.

Beispielsweise bezieht er sich auf vier Grund-Agenda in der Software-Industrie:

 

1. Menschen und Interaktionen sind wichtiger als Prozesse und Werkzeuge. Für die Hochschule bedeutet dies: Kooperation und Verständnis zwischen den Akteuren sollten kritisch reflektiert und kontinuierlich verfeinert werden.

 

2. Funktionierende Software ist wichtiger als umfassende Dokumentation. Für das Studium angewandt: Verständliche und motivierende Lehre ist wichtiger als ihre vollständige Dokumentation.

 

3. Zusammenarbeit mit dem Kunden ist wichtiger als Vertragsverhandlungen. In der Hochschullandschaft können neben Studierenden auch indirekt oder direkt kooperierende Unternehmen als Kunden gesehen werden; sie alle erwarten zurecht, dass Dozierende "liefern" - und anderseits haben auch sie ihre inhaltlichen oder ökonomischen Beiträge zu leisten. Stimmt die - wenn auch immer oszillierende - Symmetrie, prosperiert die Arbeit.

 

4. Eingehen auf Veränderungen ist wichtiger als das Festhalten an einem Plan. "Lehr- und Lernprozesse zeichnen sich durch eine hohe Dynamik und Veränderungen aus - bedingt durch die interindividuellen Unterschiede der Lernenden, die Lernsituation, die Interaktion zwischen Lernenden und Lehrenden und Rahmenbedingungen. Die Kunst erfolgreichen Lernens und Lehrens besteht im adäquaten Eingehen auf Veränderungen, ohne das Lernziel aus den Augen zu verlieren." 

 

Mühlfelder analysiert und konkretisiert ein breites Repertoire an Verhaltensempfehlungen: kollegiale Beratungen, Balancierung von Arbeitsinhalten im Verlauf des Jahres, Differenzierung von persönlichen Komfort-, Lern- und Panikzonen im Studium, Sensibilisierung für Aufbau und Nutzung psychischer Ressourcen im Studien- und Arbeitsalltag, Lerncoaching, projektorientiertes Lernen, Tutorien zum problemorientierten Lernen u.a..

 

Literatur

 

Manfred Mühlfelder: Studieren macht krank oder Freude

Anforderungen, Belastungen und Gesundheitsressourcen für Studierende und Dozierende in einer sich verändernden Hochschullandschaft

Konzepte, Methoden, Praxisbeispiele

Pabst, 148 Seiten. ISBN Paperback 978-3-89967-977-9. ISBN e-book: 978-3-89967-978-6  

 

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