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Riskanter Alkoholkonsum: Kurzintervention kann Suchtentwicklung verhindern

Riskanter Alkoholkonsum hat häufig (noch) nicht den Grad der Abhängigkeit erreicht. In diesen Fällen kann es genügen, die Betroffenen zu einer Veränderung des Alkoholkonsums zu motivieren bzw. zu befähigen. In diese Richtung zielt der Behandlungsansatz von Dr. Johannes Lindenmeyer: Weder völlige Alkoholabstinenz, noch eine bestimmte Trinkmenge wird als Therapieziel vorgeschrieben; mit dem Betroffenen wird lediglich festgelegt, in welchen Situationen er künftig auf Alkohol verzichten oder weiterhin trinken will. "Im Sinn einer Schadensbegrenzung wird hierbei jeder Schritt in die richtige Richtung als Behandlungsfortschritt verstanden," formuliert Lindenmeyer in seinem Behandlungsmanual "Der springende Punkt - Stationäre Kurzintervention bei Alkoholmissbrauch."

Das Manual, in geschlossenen und offenen Gruppen ebenso einsetzbar wie in der Einzeltherapie, umfasst fünf Elemente:

  • Screeningverfahren zur Identifikation von Personen mit schädlichem Alkoholkonsum und Motivierungsstrategien zur Teilnahme
  • Erstkontakt und Eingangsdiagnostik
  • Selbstreflexionsphase zur Problematisierung des bisherigen Alkoholkonsums und Erarbeitung konkreter Veränderungsziele
  • Erprobungsphase zur Überprüfung der angestrebten Veränderungsziele und Vermittlung von Rückfallpräventionsstrategien
  • Anhang mit diagnostischen Instrumenten, Therapiematerialien und Unterlagen zur Qualitätssicherung

Möglicherweise kommen auch Alkoholabhängige in ein derartiges - für sie unzulängliches - Therapiesetting. In diesen Fällen sieht Lindenmeyer "eine besonders günstige Gelegenheit, um die Betroffenen stattdessen zu einer umfangreicheren, abstinenzorientierten Suchtbehandlung zu motivieren."


Der springende Punkt – Stationäre Kurzintervention bei Alkoholmissbrauch
Lindenmeyer, Johannes




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