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Report Psychologie: Wie der demokratische Zusammenhalt gefährdet wird

Report Psychologie 3/2025

"Rechtsradikalisierung ist ein Wechselspiel zwischen Über- und Unterlegenheitsgefühlen," berichtet ´Report Psychologie´ in der aktuellen Ausgabe (3/25). Prof. Dr. Tobias Rothmund: "Rechtsradikalisierung hat eine Selbstermächtigungs- und selbstwerterhöhende Funktion. Durch die Abwertung und Erniedrigung anderer erhöht man sich selbst und kompensiert dadurch das Gefühl, abgewertet und depriviert zu werden. Selbstermächtigung gibt Menschen ein Gefühl von Macht und Status."

"Dem Rechtsradikalismus liegt eine Ungleichwertigkeitsideologie zugrunde, also die Idee, dass Menschen unterschiedlich viel wert sind. Das ist kein demokratisches, sondern ein darwinistisches Grundprinzip. Schwäche wird zum Rechtfertigungsgrund für Ausgrenzung. Nicht die Schwächeren sollen ermächtigt werden, sondern die Stärkeren." Hier liegt der krasse Widerspruch zum Linksradikalismus.

Wer ist besonders empfänglich für rechtsradikales Denken? Prof. Dr. Eva Walther analysiert in ´Report Psychologie´: "Wir finden aktuell weltweit den ´Radical Right Gender Gap´, insbesondere bei jungen Leuten. Junge Männer wählen eher rechts außen, junge Frauen eher links. Ein Erklärungsansatz dafür ist, dass Männer historisch begründet mehr zu verlieren haben als Frauen, weil ihr Status in der Gesellschaft bislang höher war." Nach vorläufigen Untersuchungsergebnissen "entwickeln sich Männer eher von der Demokratie weg, weil sie das (demokratische, moderne) System für ihren Machtverlust verantwortlich machen. Bei Frauen ist es genau umgekehrt: Sie unterstützen die Demokratie, auch weil diese ihnen mehr Rechte ermöglicht hat ,,,"

Gefahren für den Zusammenhalt der demokratischen Gesellschaft sind das Leitthema des aktuellen ´Report Psychologie´; eine Autorin findet selbst in psychotherapeutischen Praxen eine - wenngleich sublimierte - Abgrenzung gegenüber Fremden ... Anderseits skizzieren AutorInnen, welche Beiträge PsychologInnen zum Funktionieren einer Demokratie leisten können - und oft leisten.

Report Psychologie 3/2025: Das Spiel mit der Angst




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