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Reinhold Beckmann: Scientology, Jesuiten - und Varianten der Abhängigkeit

Eher am Rand seiner Montag-Plauderstunde ließ Reinhold Beckmann drei Scientology-Aussteiger zu Wort kommen: gleichzeitig als Hinweis auf den Film zum Thema, ausgestrahlt am Mittwoch (31. März) in der ARD ab 20.15 Uhr - "Bis nichts mehr bleibt."

Rätselhaft bleibt die Frage, warum Menschen bereit sind, sich einem Psychoterror zu unterwerfen: Das Scientology-Mitglied muss seine Geschichte und Psyche exhibitionistisch offen legen, um sich alsdann "reinigen" zu lassen und "clear" zu werden - ein neuer Mensch. Eher beiläufig merkte Heiner Geißler bei Beckmann an: Diese Trias kennt er aus der Jesuiten-Praxis - Gehorsam, Beichte und "neue Menschwerdung". Das System wurde über Jahrhunderte verfeinert.

Scientology greift mit allen Tricks auch nach dem Hab und Gut seiner "Angehörigen". Hier sieht Heiner Geißler einen wesentlichen Unterschied zum Mönchsorden. Wenn der ehemalige Jesuitenschüler sich da man nicht nachhaltig irrt ...

Wie den christlichen Orden gelingt es Scientology, sich auch aus öffentlichen sozialen Haushalten zu bedienen und therapeutische Leistungen zu offerieren: in der Suchttherapie etwa. Dr. Heinrich Küfner und Kollegen haben in einer Studie belegt, dass es Scientologen gelingt, Alkoholiker quasi umzupolen: Die Kranken wechseln ihre Abhängigkeit vom Alkohol gegen die Abhängigkeit von der Sekte ... Dependenz bleibt Dependenz.




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