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Regionales Zukunftsmanagement: Strukturschwächen lassen sich in Stärken umwandeln

Regionalentwicklung: Häufig ist von "abgehängten" - meist ländlichen - Regionen die Rede, verbunden mit einer nihilistischen Prognose. Professorin Dr. Gabi Tröger-Weiß (TU Kaiserslautern) belegt in einer Studie, dass auch strukturschwache Regionen mittel- und langfristig eine respektable Prosperität entwickeln können. Mit 35 weiteren interdisziplinären Experten konkretisiert die Wissenschaftlerin in einem Reader die essentiellen Details eines erfolgreichen regionalen Zukunftsmanagements; Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer hat ein Vorwort beigesteuert.

Tröger-Weiß formuliert als zentrale Handlungsempfehlungen:

  • Ausreichende, schnelle und unbürokratische Bereitstellung von Flächen für Gewerbe und Industrie
  • Regions- bzw. landkreiseigene Aus- und Fortbildung des benötigten Arbeitnehmerpotenzials
  • Schaffung individueller Lösungen für die Bereitstellung zeitgerechter Kommunikationsinfrastruktur
  • Förderung der Familienfreundlichkeit in Unternehmen und Verwaltung durch Schaffung geeigneter Anreize
  • Auf- und Ausbau wirtschaftsfreundlicher Strukturen in der Verwaltung, Schaffung weiterer Initiativen wie Innovations- und Gründerzentren oder Wirtschaftsförderungsgesellschaften
  • Ausbau der weichen Standortfaktoren durch die Nutzung innovativer Ideen, Entwicklungsinitiativen, gezielter Projekte und endogener Potenziale

Zunächst verspricht es Erfolg, vorhandene Stärken und Ressourcen weiter auszubauen und darüber hinaus möglichst breit aufgestellte regionale Konzepte zu entwickeln. Je mehr regionale Akteure aus Wirtschaft, Politik und Kultur kooperativ eingebunden werden, desto besser sind die Erfolgschancen.

Für Professor Dr. Wolfgang George (Gießen) ist die Energiegenossenschaft das optimale Beispiel erfolgreicher Regionalentwicklung: Private Investoren, Unternehmen, Kommunen etablieren gemeinsam Anlagen, mit denen sie regenerative Energie erzeugen und in der eigenen Region - oder auch darüber hinaus - vermarkten. Die wirtschaftlichen Vorteile reichen vom günstigen Strompreis für den Abnehmer über die Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen bis zum Anstieg der Gewerbesteuer. George belegt, dass Genossenschaften auf einer breiten Mitgliederbasis ökonomisch und politisch starke regionale Entwicklungen auslösen können.

Regionales Zukunftsmanagement – Band 6: Regionalökonomie
George, Wolfgang; Berg, Thomas (Hrsg.)




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