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Psychologiestudenten sollten adäquater auf das Berufsleben vorbereitet werden

Zwölf Ansatzpunkte zur Förderung einer praxisbezogenen Psychologie stellt Uwe Peter Kanning von der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster in seinem Beitrag zum erst kürzlich erschienenen Buch "Konkrete Psychologie. Die Gestaltungsanalyse der Handlungswelt" (Gerd Jüttemann und Wolfgang Mack, Hrsg) vor. Trotz der hohen Attraktivität des Psychologiestudiums beklagten mehr als 80% der Absolventen einen zu geringen Praxisanteil und fühlten sich nicht adäquat auf das Berufsleben vorbereitet. Daher wurde in jüngster Zeit der Ruf nach mehr Pluralismus in der akademischen Psychologie laut.

Die seiner Meinung nach wichtigsten zwölf Ansatzpunkte gliedert Uwe Peter Kanning in vier Themenfelder:

  • Wissenschaftspolitik: Publikationspraxis, Berufungspraxis, Finanzierung der Forschung
  • Forschung: Feldstudien, phänomenbezogene Forschung, technologieorientierte Forschung
  • Lehre: Gleichberechtigung von Forschung und Lehre, Handlungskompetenz vermitteln, Weiterbildung von Praktikern
  • Praxis: praktische Arbeit von Hochschullehrern, Erforschung der Praxis, Medienpräsenz

Diese Ansätze stehen in einer Wechselwirkung zueinander. So sei beispielsweise eine praxisbezogene Lehre nur dann sinnvoll zu realisieren, wenn die Dozenten selbst auch praktisch tätig waren. Des Weiteren sei eine erhöhte Medienpräsenz nur sinnvoll, wenn die Forschung ausreichend praxisrelevante Informationen auf der Basis von Felduntersuchungen zur Verfügung stelle, usw.

Der Autor fordert dazu auf, die Chance zu nutzen, die Psychologie zu einer lebendigeren Wissenschaft zu machen, die zuversichtlich nach vorn schaut und rasch in Richtung Praxis und Nützlichkeit voranschreitet.




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