Der Psychiater und Philosoph Prof. Dr. Thomas Fuchs formuliert: "Das Leben in seiner Evolution hat mit dem Gehirn ein Organ entwickelt, dessen Komplexität die Entstehung von Empfindung, Gefühl, Denken und Willen ermöglichte und das zum Träger subjektiv erlebter Bedeutungen werden konnte. Diesem subjektiven Geist stellte das sich entwickelnde Gehirn immer mehr Freiheitsgrade zur Verfügung und vervielfachte damit seine Wahl- und Handlungsmöglichkeiten - bis hin zu der Möglichkeit unvorhersehbarer Kohärenz- und Sinnbildung, wie sie im Selbstverhältnis und in der freien Entscheidung des Menschen auftaucht. Das Gehirn ist also ein Organ der Freiheit, nicht der bloßen Notwendigkeit. Es gibt neuronale Prozesse, die für Motive, Überlegungen, Vorstellungen, Wertungen und deren Verknüpfungen untereinander ´empfänglich´ sind, nicht anders als für mathematische oder logische Verknüpfungsregeln. Neuronale Bedingtheit schließt Freiheit nicht aus, sondern ist gerade die Bedingung ihrer Möglichkeit ..."
M. Heinze, Th. Fuchs, F.M. Reischies (Hrsg.) Willensfreiheit - eine Illusion?
Pabst, 248 S.. Paperback 978-3-89967-337-1
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