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Personalbeurteilung: Niemand ist in allen Bereichen gleich kreativ oder gleich intelligent

"Es gibt keine allgemeine Kreativität; vielmehr zeichnen sich auch sehr kreative Menschen dadurch aus, dass sie in einem oder mehreren, aber nie in allen Leistungsbereichen viele gute Einfälle haben." Professor Dr. Karl Westhoff (Dresden) fordert daher, in der Personaldiagnostik spezifisch die Kreativitätsbereiche ins Auge zu fassen, die für die berufliche Anforderung relevant sind.

"Es gibt kein Verfahren zur Prüfung ´der´ Kreativität. Jedes liefert nur Informationen zu einem bestimmten Ausschnitt kreativen Verhaltens und seiner Voraussetzungen. Nutzt man allerdings alle zur Verfügung stehenden Informationsquellen, geht also multimethodal vor und kombiniert die Informationen nach wohl begründeten Regeln, so kann man Personen, die in einem bestimmten Leistungsbereich eher einfallsreich sind, nachweislich besser identifizieren, als wenn man keine wissenschaftlich fundierten Vorgehensweisen verwendet."

Westhoff plädiert zwar dafür, in der berufsbezogenen Eignungsbeurteilung die allgemeine Intelligenz zu prüfen. Doch er geht "bei der Struktur davon aus, dass sich die Intelligenz nicht in allen Bereichen in etwa gleich darstellt, sondern dass Menschen Stärken und Schwächen in verschiedenen Bereichen intelligenten Verhaltens haben. Bereiche intelligenten Verhaltens kann man beispielsweise festmachen an der Art des zu bearbeitenden Materials (verbal, numerisch, figural, sonstiges) oder an den verlangten Operationen (schlussfolgerndes Denken oder Erkennen, räumliches Denken, Lernen, Anwenden von Regeln). Je nach Fragestellung kann es nützlich sein, die Intelligenzstruktur zu erfassen, wenn differenziertere Aussagen in diesem Bereich erforderlich sind."

Führende Wirtschaftspsychologen bieten in einem Leitfaden einen Überblick über eine wissenschaftlich fundierte Personalbeurteilung; das Buch eignet sich ebenso für Psychologen wie Nichtpsychologen.




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