Eine ursächliche Therapie ist bis heute unbekannt; doch kann eine individuell angepasste, kontinuierliche Medikation die Symptomatik lindern oder beseitigen. Dr. Stephan Arnold, Neurologe in München, übernimmt die Behandlung des Managers.
Der Patient ist mit 118 Kilogramm bei 185 cm Körpergröße stark übergewichtig; die "Fressattacken" während schlafloser Nächte sind nicht ohne Folgen geblieben. Erwartungsgemäß verliert er seinen Arbeitsplatz.
Nachdem er ein halbes Jahr lang seine Medikamente akkurat genommen hat - Xyrem für die Nacht, Vigil für den Tag -, hat sich die Lage vollständig geändert: Der Manager wacht morgens ausgeruht auf und bleibt tagsüber wach und aktiv. Er hat bereits eine neue Anstellung gefunden. Dr. Stephan Arnold berichtet:
"Durch die erfolgreiche medikamentöse Behandlung konnte er die neuen Aufgaben mit einer zuvor niemals erreichten Leistung erfüllen, so dass er zunächst zum stellvertretenden Leiter einer Arbeitsgruppe von 30 Mitarbeitern aufstieg - verbunden mit einer deutlichen Gehaltserhöhung.
Bei erholsamem Nachtschlaf blieben die nächtlichen´Fressorgien´aus, er hat mittlerweile sein Körpergewicht auf 91 Kilogramm reduzieren können ..."
Arnold und KollegInnen informieren (anonymisiert) über ihr PatientInnen in:
Fallberichte Narkolepsie II.
Kasuistiken von Patienten mit zwanghafter Tagesschläfrigkeit, Kataplexien und gestörtem Nachtschlaf.
Herausgegeben von Sylvia Kotterba
Pabst, Lengerich/Berlin, 2010, 120 Seiten farbig, 978-3-89967-612-9