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Markus Bühner ist neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychologie

DGPs-Präsident Prof. Dr. Markus Bühner

Am Mittwoch, dem 16.09.2020, wurde im Rahmen einer virtuellen Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) der neue Vorstand der DGPs vorgestellt. Professor Markus Bühner von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) tritt als Präsident die Nachfolge von Professorin Birgit Spinath von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg an.

Markus Bühner ist seit 2011 Professor für Psychologische Methodenlehre und Diagnostik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Für die neue Vorstandsperiode sieht der DGPs-Präsident eine wesentliche Aufgabe darin, sich für eine erfolgreiche Umsetzung der Psychotherapie-Gesetzesreform einzusetzen – zum Wohle der gesamten wissenschaftlichen Psychologie. „Die Psychotherapie-Gesetzesreform wird nur dann ein Erfolg, wenn die Finanzierung gesichert ist“, sagt Markus Bühner. Nach mehrjährigem Prozess wurde unter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn das Gesetz zur Reform der Psychotherapieausbildung 2018 verabschiedet. Im Verlauf des Reformprozesses sind Finanzierungsfragen von der Politik allerdings außer Acht gelassen worden. Sehr zum Schaden der psychologischen Institute, die nun mit der Umsetzung der Reformen von der Politik alleingelassen werden. DGPs-Präsident Bühner mahnt an: „Die Politik muss jetzt verlässliche Rahmenbedingungen für die Finanzierung der Reform schaffen, sonst ist das Psychologiestudium an den Universitäten in Gefahr!“ Ein Scheitern der Finanzierung geht auch zu Lasten anderer Teildisziplinen außerhalb der Psychotherapie, wie zum Beispiel der international hoch angesehenen psychologischen Grundlagenforschung, oder gesellschaftlich wichtiger Bereiche wie der Schulpsychologie oder der Rechtspsychologie.

Mitglieder des Vorstands 2020-2022

Der neue Vorstand umfasst weiter das Amt des 1. Vizepräsidenten, das in der kommenden Amtsperiode von Stefan Schulz-Hardt, Professor für Arbeits-, Wirtschafts- und Sozialpsychologie an der Georg-August-Universität Göttingen, ausgeübt wird. Karl-Heinz Renner, Professor für Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik an der Universität der Bundeswehr in München, übernimmt das Amt des 2. Vizepräsidenten. Der Schriftführer für die kommenden zwei Jahre ist erneut Christian Fiebach, Professor für Kognitive Neuropsychologie an der Goethe-Universität Frankfurt. Als Schatzmeister wurde Jens Bölte von der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster, außerplanmäßiger Professor für Linguistik und Kognitive Neurowissenschaften, in den Vorstand wiedergewählt. Die neue Vertreterin der Jungmitglieder ist Dr. Anna-Lena Schubert, Nachwuchsgruppenleiterin in der Abteilung Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik am Psychologischen Institut der Universität Heidelberg. Christina Bermeitinger, Professorin für Allgemeine Psychologie an der Universität Hildesheim, ist neue Beisitzerin und gleichzeitig Ausrichterin des 52. Kongresses der DGPs, der im September 2022 in Hildesheim stattfinden wird.


Pressemitteilung: https://idw-online.de/de/news754263




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