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Lösungshilfen für Problemkinder: Ressourcen erkennen, aktivieren, nutzen

Je mehr Einflüssen Kinder ausgesetzt sind, desto größer sind die psychischen Risiken und möglichen Probleme. Den Eltern und TherapeutInnen empfiehlt Professor Dr. Michael Angermeier dringend "lösungsorientierte Hilfestellungen statt problemfokussierter Betrachtungen". Anhand konkreter Fallschilderungen verdeutlicht er in seiner Monografie "Lösungshilfen für Problemkinder", wie sich Motive und Ressourcen der Kinder zur Problemlösung stimulieren lassen.

 

"Unter der Voraussetzung, dass TherapeutInnen zusammen mit den Eltern strikt auf die Lösung der Schwierigkeiten hinarbeiten, entsteht eine völlig neue Sichtweise der Familie und ihrer konstruktiven Möglichkeiten. Ein entsprechend ausgebildeter Psychotherapeut vermittelt den Eltern seine Betrachtungsweise der Familie als Hort der Kompetenzen und als eine Quelle erfolgreicher Lösungsschritte. Selbst die bestehenden Probleme werden unter diesem Gesichtspunkt auf produktive Anteile abgeklopft, auf Kräfte, Kapazitäten, bestehende Einsatzbereitschaft und Motivationen. Der Gedanke, dass jedes Problem den Kern der möglichen Lösung bereits beinhaltet, ist hier grundlegend."

Verstehen die Eltern, "dass sie bereits früher außerordentlich viel richtig gemacht haben, sind sie viel eher bereit, neue Lösungen zuzulassen. Sie schreiben neue Erfolge sich selbst oder der Kompetenz der Kinder zu. Am Ende sind alle stolz auf das Erreichte. Die Frage, wer welchen Fehler gemacht hat, ist bei dieser Betrachtungsweise völlig überflüssig. Es zählt nur noch, wer im jetzigen Stadium des Problems welchen Beitrag für eine Lösung bieten kann..."

In den Fallschilderungen begegnen den LeserInnen Kinder und Jugendliche, die unter Ängsten leiden, vom Computer, Drogen oder Alkohol abhängig sind, auch noch im Schulalter einnässen, mit Schlafstörungen oder Schlafwandeln kämpfen, bei den Schularbeiten versagen, von daheim ausreißen, frühe sexuelle Bedürfnisse und Begegnungen erleben, in der Familie Krankheit, Tod, Scheidung oder andere einschneidende Ereignisse verarbeiten müssen ... 

Das Buch ist eine Fundgrube für Beispiele, wie wohlmeinende Eltern Probleme ungewollt fördern, z.B. mit Überfürsorglichkeit Schreikinder konditionieren ...  Angermeier schildert aus seiner jahrelangen Praxis reiche Erfahrungen, inclusive möglicher dysfunktionaler Verhaltensweisen von Eltern ... Die Lektüre erweitert die Perspektive und das Handlungsrepertoire sowohl fürTherapeutInnen als auch für Eltern.


Michael Angermaier: Lösungshilfen für Problemkinder.
Ein Fallbuch.
Pabst, 214 S., Paperback ISBN 3-89967-074-4. 

 

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