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Kritische Sozialwissenschaft: Stärken und Schwächen unterschiedlicher Methoden

Qualitative und quantitative Forschung: Das aktuelle Themenheft von "Psychologie & Gesellschaftskritik" bietet Beiträge zum Verhältnis zwischen Methode und Gesellschaftskritik in verschiedenen Feldern der empirischen Sozialforschung. Dabei wird der Problemzusammenhang Gesellschaftstheorie - Methodologie - Methode/Forschungspraxis aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Ruthellen Josselsen differenziert zwischen zwei möglichen kritischen Herangehensweisen qualitativer Forschung: Die Hermeneutik der Wiederherstellung will Sinnstrukturen und Lebenswelten rekonstruieren; die Hermeneutik der Entzauberung liest dagegen die Aussagen der InterviewpartnerInnen gegen den Strich und versucht, aus einer ideologie-, diskurs- und/oder identitätskritischen Perspektive zugrundeliegende, den Sprechenden selbst nicht bewusste Sinnstrukturen sichtbar zu machen.

Charlie Kaufhold reflektiert das Verhältnis von Kritischer Diskursanalyse und Tiefenhermeneutik anhand des BILD-Zeitungs-Covers zum NSU-Prozessauftakt.

Katharina Hametner und Kolleginnen analysieren das Potential der Triangulation von Diskursanalyse und dokumentarischer Methode für eine kritische Sozialpsychologie. Die Autorinnen nutzen dabei Material aus einem Forschungsprojekt zur Alltagswelt und medialen Inszenierung von Musliminnen.

Andreas Schmitz und Alice Barth belegen in ihrem Beitrag, wie sich feldanalytische Forschungsstrategien  in der Nachfolge von Pierre Bourdieu innerhalb eines quantitativen Forschungsparadigmas als dezidiert kritisch verorten lassen.

 

Psychologie & Gesellschaftskritik 1-2020.
Themenschwerpunkt: Methoden + Gesellschaftskritik

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