"Spielerinnen und Spieler mit der Teilnahme an virtuellen Automatenspielen weisen den höchsten Anteil an Glücksspiel-Störungen auf, gefolgt von Glücksspielautomaten, Live-Wetten auf Sportereignisse, Geldspielautomaten in Spielhallen und Gaststätten sowie Poker."
"Aus der Perspektive der Suchtprävention stellt die weiterhin zu beobachtende Expansion legaler Glücksspielangebote in Deutschland eine deutliche Fehlentwicklung dar," kritisieren Gerhard Meyer und Tobias Hayer im Jahrbuch Sucht."Befeuert wird der Trend durch die omnipräsente, wirksame Werbung für verschiedene Glücksspielangebote in Rundfunk und auf Social Media... Um das Gemeinwohl zu stärken und den Gesundheitsschutz vor kommerziellen Einflüssen zu bewahren, bedarf es primär einer Reduktion der Verfügbarkeit von Glücksspielen und eines Verbots bzw. einer deutlichen Einschränkung von Werbung und Sponsoring für Glücksspiel-Produkte.
Daneben sind verschiedenartige Instrumente zur Bekämpfung illegaler Glücksspielangebote umzusetzen. Hierzu zählen in erster Linie Maßnahmen wie Financial Blocking (Sperrung unerlaubter Angebote) im Online-Segment sowie die Stärkung des Vollzugs oder die Einrichtung von Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften. Hingegen wäre aus Sicht des Spielerschutzes eine (bloße) Steigerung der Attraktivität des regulierten Glücksspiels der falsche Ansatz, da hiermit lediglich zusätzliche Spielanreize und damit Suchtgefahren im legalen Raum geschaffen würden."
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (Hrsg.) Jahrbuch Sucht 2026.
Pabst, 340 S. Hardcover ISBN 978-3-69217-035-0, e-book ISBN 978-3-69217-036-7













