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Erfolgreiches Studium: Intelligenz ist wichtig, aber nicht allein ausschlaggebend

In erster Linie entscheiden kognitive Fähigkeiten und Arbeitsanstrengungen über den Erfolg eines Hochschulstudiums. Diese etablierte Auffassung greift zu kurz. Dr. Sophie Stumm (London) belegt in einer Studie, "dass intellektuelle Neugier die beiden typischen Prädiktoren vervollständigt."

"Neugier wurde in der Untersuchung in Form von Offenheit für Erfahrungen und typischem Intellektuellem Engagement (TIE) konzeptualisiert. Intelligenz hatte den stärksten Effekt auf Studienerfolge; außerdem waren Intelligenz, Gewissenhaftigkeit und TIE direkte, korrelierte Prädiktoren der Studienleistung, und der addierte Effekt von Gewissenhaftigkeit und TIE war dem von allgemeiner Intelligenz gleichwertig." Eine allgemeine "Offenheit für Erfahrungen" scheint hingegen eher zu einer gewissen Umtriebigkeit zu führen und die Studienleistung zu schwächen.

C. Bergmann und J. Bergmann (Linz/Österreich) fanden in einer Längsschnittuntersuchung "Belege dafür, dass auch bei ungünstigen kognitiven Voraussetzungen gute Chancen auf eine erfolgreiche Studienbewältigung bestehen, wenn bestimmte nicht-kognitive Bedingungs- bzw. Stützfaktoren gegeben sind: Dazu zählen eine gut entwickelte berufliche Identität, interessengemäße Studienfach-Wahl, erhöhte Leistungsmotivation und hohe Gewissenhaftigkeit."

Die Beiträge sind mit etwa 2000 weiteren Abstracts enthalten in:
 
Franz Petermann, Ute Koglin (Hrsg.): 47. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie 2010
Pabst, Berlin/Lengerich, 558 Seiten Großformat, ISBN 978-3-89967-661-7




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