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Du stirbst nicht
Die literarische Krankengeschichte einer Psychologin

Nach einem geplatzten Aneurysma fiel Kathrin Schmidt in ein Koma. Nach einem langwierigen Klinik- und Rehabilitationsaufenthalt verarbeitete sie die Krankengeschichte zu einem Roman - "Du stirbst nicht". Er erhielt inzwischen den Buchpreis - und wird in der aktuellen Ausgabe von "Report Psychologie" vorgestellt.

Kathrin Schmidt ist Diplompsychologin und hat in der DDR in der Klinik mit Kindern gearbeitet. "Kennen Sie durch Ihren Beruf die Menschen besser?" Entwaffnend beantwortet die Autorin die Frage in Report Psychologie: "Ich weiß es nicht, ich habe mich das noch nie gefragt. Man kann ja seine Kenntnisse nicht außen vor lassen, das fließt alles unbewusst mit ein. Ich nehme mir aber nie vor, eine Situation psychologisch zu deuten."

"Hat sich Ihre Einstellung zum Leben und zum Tod geändert?" "Ich habe keine Angst mehr. Vielleicht weil ich so nah am Tod war - und begriff: So schlimm ist das nicht. Ich muss keine Medikamente einnehmen und gehe nicht zur Nachsorge. Man hat eine Angiografie damals im Krankenhaus gemacht, und außer dem geplatzten war da kein weiteres Aneurysma. Also kein Grund zur Furcht ..."

Sabine Noack-Schönian, Klinische Neuropsychologin in Berlin-Köpenick, mit dem geschilderten Szenario der Krankengeschichte wohlvertraut, kommentiert in Report Psychologie: "Es überraschte mich nicht allzu sehr, dass meine Innung, die Psychologie, im Roman schlecht wegkommt, sprich: von Helene, der Hauptfigur, abgewählt wird. Jenseits des Auftrags frage ich mich häufig, was wohl mein Gegenüber denkt, wenn ich ihn psychometrisch teste. Beliebt ist das nicht und häufig wohl auch an den Bedürfnissen der Betroffenen vorbei ..."




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