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Don Juan und Femme fatale: Wie VerführerInnen die Liebe verfehlen

Don Juan und Femme fatale sind alles andere als glücklich. Ihr Syndrom steigert die allgemein verbreitete Kontaktangst und die narzisstisch prekäre Beziehungsform. Sonja Rieder identifiziert Donjuanismus als "einzigartige Verdichtung eingeschränkter Liebesfähigkeit, die unter einer Schicht von Reiz, Rausch und kurz währender Leidenschaft schlummert: zwanghafte Suche, Schmerz, Oberflächlichkeit und unerfüllte Sehnsucht." In ihrem aktuellen Reader "Don Juan auf dem Hot Seat" analysiert die Psychotherapeutin die Leiden "amourös-narzisstisch strukturierter Menschen" - und zeigt mögliche Auswege. Betroffene und TherapeutInnen erhalten ebenso einfühlsame wie fundierte Hinweise.

Es erscheint "verständlich, dass narzisstisch verwundete Menschen mit ihrer oft entbehrungsreichen frühen Lebensgeschichte vor dem Eingehen intensiver Beziehungen besonders zurückschrecken. Dadurch manövrieren sie sich jedoch unbewusst in ein Dilemma; denn durch die Liebe könnten sie nicht nur Erfahrungen von Sinn und Erfüllung machen, sondern auch narzisstische Persönlichkeitsanteile überwinden." Eine liebevolle Beziehung kann als Entwicklungmotor erlebt werden." Liebe kann narzisstische Wunden heilen.
 
"Durch das Meiden von tiefen Beziehungen versperren sich VerführerInnen den Zugang zu einer großen Wachstumschance. Doch dieses Dilemma muss nicht ausweglos bleiben: So kann die Angst vor der Liebe die ungebrochene Sehnsucht nach ihr meist nicht verhindern. Auch wer ´keine Ahnung´ von der Liebe hat, sehnt sich danach - ein paradoxer und zugleich bedeutsamer Aspekt. Tief im Inneren sehnen sich VerführerInnen ganz besonders nach einer tiefen, umfassenden Liebeserfahrung. Und nachdem die Sehnsucht am Beginn von vielen Entwicklungen steht, bleibt auch für Don Juan und sein weibliches Pendant die Chance, Liebe zu geben und zu erfahren, wenn sie ehrlich an sich arbeiten bzw. die notwendige Therapiemotivation und Geduld aufbringen.
 
Und auch das Leben selbst birgt immer wieder Chancen auf Heilung, soweit Menschen den Erfahrungen, die es an sie heranträgt, aufgeschlossen gegenüberstehen - Krisen, Verluste, Grenzerlebnisse Herausforderungen ..."




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