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Diagnose einer Nervenärztin und Krimiautorin: Der Graben zwischen den Generationen wird tiefer

"Eine zunehmende Negativzeichnung des Alters" registriert Dr. Monika Maria Vogelgesang "und eine schleichende Propaganda in Richtung einer Freigabe der Euthanasie." Vor diesem Hintergrund hat die Ärztin einen Kriminalroman verfasst, der im Klinikmilieu spielt und mit realistischen Szenen erschreckt. "Der sehr lesenswerte Sozialkrimi "Morgengrau" ist ein brillantes Plädoyer für mehr Menschlichkeit und wechselseitige Hilfe," kommentiert Dr. Dietrich Weller in seinem Almanach deutschsprachiger Schriftsteller-Ärzte 2014.

Der Schriftsteller und Mediziner  merkt an: "Das Beeindruckende an diesem Roman ist nicht nur die einfühlsam erzählte Geschichte, in der alle Argumente für und gegen die Aussonderung von Senioren vor Augen geführt werden. Mich hat am meisten schockiert - und diese emotionale Wucht ist eine besondere Qualifikation des Romans -, dass die Geschichte so realistisch berichtet wird. Murphys Gesetz sagt, dass alles Machbare geschieht, auch wenn es noch so kriminell oder unwahrscheinlich klingt.

Derzeit versuchen die Krankenkassen, sogar die palliativmedizinische Therapie - also unseren Umgang mit Sterbenden - in die Zwangsjacke der pauschalierten Zeitvorgaben und finanziellen Grenzen zu stecken. Die Diskussion über Rationierung der Therapien wird immer lebhafter geführt ..."

Andererseits sieht auch Monika Vogelgesang differenziert, dass es "rüstigen Senioren so gut geht wie nie zuvor. Die Altersspaßgesellschaft ist weit entfernt von den Nöten der Jüngeren um Jobs, Kinderversorgung und Finanzen. Dies ruft Ärger und Neid bei den Jüngeren hervor. Der Graben zwischen den Generationen scheint sich fortwährend zu vertiefen ..."

Dietrich Weller findet im Roman "Lösungsmöglichkeiten für ein hoch aktuelles gesellschaftliches Problem. Das Wort Liebe kommt selten vor; aber die Handlung zeigt, was Liebe ist. Mit packenden Dialogen und verblüffenden Wendungen der Geschichte werden Leser bis zur letzten Seite in Spannung gehalten und macht sich Sorgen um die Senioren, die ihm durch die einfühlsame Erzählkunst der Autorin ans Herz gewachsen sind ..."

Monika Maria Vogelgesang ist Fachärztin für Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Sie arbeitet als Chefärztin der Rehabilitationsklinik Münchwies (Saarland) und ist mit zwei Fachbüchern hervorgetreten: "Psychotherapie für Frauen", "Psychotherapie der Sucht".




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