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DGP: Neue Studie zeigt: E-Zigaretten schaden langfristig ähnlich wie Tabak: DGP fordert schnelles Werbeverbot

Für Menschen, die E-Zigaretten dampfen, besteht ein erhebliches Risiko, chronische Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD zu entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Universität von San Francisco, die aktuell im American Journal of Preventive Medicine veröffentlicht wurde. Der Konsum von E-Zigaretten hat demnach ähnlich negative Auswirkungen auf die Gesundheit wie das Rauchen traditioneller Tabakzigaretten. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) warnt daher erneut vor dem Gebrauch elektronischer Zigaretten und fordert von der Bundesregierung, unverzüglich ein umfassendes Werbeverbot auch für elektronische Rauchprodukte durchzusetzen.

Eine aktuelle Studie aus den USA hat erstmals Ergebnisse im Verlauf von über drei Jahren analysiert. Sie zeigt, dass bei Menschen, die E-Zigaretten konsumieren, die Wahrscheinlichkeit für eine chronische Atemwegs- oder Lungenerkrankung um etwa 30 Prozent steigt“, so Professor Dr. med. Robert Loddenkemper als Vertreter der DGP. „Bei Zigarettenrauchern, die gleichzeitig E-Zigaretten konsumieren („Dual Use“), verdreifacht sich das Risiko sogar im Vergleich mit Nierauchern und Niedampfern.“ (1) Dass E-Zigaretten ein großes Schadenspotential nicht nur für die Lunge haben, belegen zahlreiche neuere Querschnittsstudien, die die Wirkstärke von Tabakzigaretten mit denen von E-Zigaretten verglichen haben. Diese kommen zu dem Ergebnis, dass sich der Konsum von E-Zigaretten zusätzlich negativ auf das Herz-Kreislaufsystem auswirken kann (2).

Die DGP setzt sich seit Langem für ein vollständiges Werbeverbot sowohl für traditionelle Tabakwaren als auch für E-Zigaretten ein. Laut eines aktuellen Beschlusses der CDU/CSU-Bundestagsfraktion soll im Frühjahr 2020 ein Werbeverbot auf Außenflächen wie Plakatwänden für herkömmliche Tabakprodukte ab 2022 beschlossen werden. Für Tabakerhitzer soll das Verbot ab 2023, für E-Zigaretten erst ab 2024 gelten. „Diese langfristigen und gestaffelten Übergangszeiten bis zum Inkrafttreten der Werbeverbote sind für uns als Fachgesellschaft unverständlich und nicht akzeptabel, besonders bei der jetzt offenkundigen erheblichen Gesundheitsschädlichkeit von E-Zigaretten“, sagt Professor Dr. med. Michael Pfeifer, Präsident der DGP. „Ein solches Vorgehen würde es der Industrie im Falle von E-Zigaretten noch ganze vier Jahre lang erlauben, ihre süchtig und krank machenden Produkte anzupreisen.“ Die DGP fordert deshalb dringlich von der Politik, das Werbeverbot auch für E-Zigaretten ohne lange Übergangszeiten möglichst zeitnah umzusetzen. Zudem sollten die im Entwurf der CDU/CSU-Bundestagsfraktion vorgesehenen Ausnahmeregelungen, die nur der Industrie gefallen dürften, weitestgehend entfallen.

Pressemitteilung: https://idw-online.de/de/news729230

Literatur zum Thema:

6. Alternativer Drogen- und Suchtbericht 2019
akzept e.V. Bundesverband, Deutsche AIDS-Hilfe (Hrsg.)

Pabst 2019, 176 Seiten, ISBN 978-3-95853-525-1, PDF 978-3-95853-526-8

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