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Depression und Burnout richtig unterscheiden und behandeln

Depression und Burnout sind unterschiedliche Störungen und unterschiedlich therapierbar. Dennoch werden sie häufig verwechselt: Betroffene und u.U. auch TherapeutInnen verhalten sich dysfunktional. Dr. Peter Schulz erläutert in seiner Monografie ´Burnout oder Depression´ die Unterschiede. Die Symptome sind meist relativ leicht erkennbar: Beide Patientengruppen sehen, dass sie Schonung benötigen; Depressive schonen sich daraufhin extrem - und Ausgebrannte nur unvollständig.

Depressive reduzieren ihren Energieaufwand durch Passivität, Interessenverlust, Klagsamkeit, Mobilisierung von Hilfe.  "Je mehr sich Patienten bemühen, mit Hilfe exzessiven Schonverhaltens ihr Leiden zu beenden, destotiefer verstricken sie sich in eine depressive Abwärtsspirale. Diese wirkt wie eine Falle. Ist man in sie einmal hineingeraten, kommt man nicht so leicht wieder heraus. Die Gefahr, dass eine chronische Depression entsteht, nimmt zu. Von einer chronischen Depression wird gesprochen, wenn eine akute Episode länger ohne Besserung anhält. Je ausgeprägter die Akutsymptome bei Beginn der Erkrankung, umso eher besteht die Gefahr, dass die Depressionssymptome - u.a. durch übermäßiges Schonverhalten begünstigt - persistieren."

"Bei Burnout-Patienten führen totale körperliche Erschöpfung und die schmerzhafte Erfahrung, die Grenzen eigener Belastbarkeit überschritten zu haben, dazu, die ´Notbremse´ zu ziehen und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Erforderlich werden nicht nur ausreichende körperliche Erholung, sondern auch größtmögliche Reduktion mentaler und emotionaler Beanspruchungsprozesse. Genau dies gelingt vielen Burnout-Patienten nicht im erforderlichen Umfang. Belastungsvermeidung, Ausblenden krankheitsbedingter Bedrohungen, Erholungsverhalten und Disengagement sind defizitär." Schulz zitiert einen Kollegen: "Ich hatte Patienten, die nicht nur zu spät in die erste Konsultation kamen und sofort hospitalisiert werden mussten, sondern auch viel zu früh wieder an den Arbeitsplatz zurückkehrten und erneut ins alte Verhalten zurückfielene, so dass am Ende eine Fatigue resultierte, die sich als therapieresistent erwies und schließlich zur Berentung Anlass gab ..."

Ausführlich berichtet Peter Schulz über die unterschiedlichen Risikofaktoren, Präventionsmöglichkeiten, Frühsymptome, Akutsymptome und Behandlungsmöglichkeiten von Depression und Burnout.

 

Peter Schulz: Burnout oder Depression?
Wie sich Entstehung, Prävention und Therapie bei
der Störungen unterscheiden.

Pabst, 188 S., Paperback ISBN 978-3-95853-338-7 

 

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