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Demenz: Bis zu 2,7 Millionen Kranke in Deutschland im Jahr 2050

Das Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels in Rostock prognostiziert eine Zunahme der Demenzerkrankungen in Deutschland von derzeit ca. 1 Million auf 2,2 bis zu 2,7 Millionen im Jahr 2050. Um diesen Trend abzubremsen, müssten breite Bevölkerungsteile ihren Lebensstil umstellen, da Faktoren wie Bewegungsarmut, ungesunde Ernährung, Übergewicht oder Diabetes Demenzen begünstigen.

"Eine gesündere Lebensweise und die Vermeidung von Risikofaktoren, das steigende Bildungsniveau in der älteren Bevölkerung und die damit verbundene kognitive Reserve, aber auch der medizinisch-technische Fortschritt lassen ein Hinausschieben von Demenzen in höhere Lebensalter möglich erscheinen", kommentieren die Demografinnen in ihrer Studie.

Der Theologe Hans G. Ulrich (Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg) fordert im gleichen Kontext eine neue Besinnung auf ein gesellschaftliches Miteinander: "Nicht nur an den Phänomenen des Altseins, sondern im Besonderen an der ‚Demenz‘ bricht sich das Verständnis des Menschen, auch das unseres gesellschaftlichen und politischen Zusammenlebens." An die Stelle der Ethiken einer moralischen Verallgemeinerung müsse laut Ulrich eine "Fürsorge-Ethik" treten, die das Zusammenleben von Jung und Alt, gesunden und kranken Menschen neu auslotet.




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