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Bluthochdruck und Nierenerkrankung: Wie Betroffene die Krankheit verzögern können

Nierenerkrankungen entwickeln sich meist langsam und - über lange Zeit - unbemerkt. Bluthochdruck ist häufig eine Ursache und immer ein Symptom. Betroffene haben immer mehrere Möglichkeiten, die Krankheitsentwicklung deutlich zu lindern und zu verlangsamen. Professor Dr. Emanuel Fritschka und Jarmila Mahlmeister beschreiben detailliert, wie sich ein Nierenversagen bereits in einem frühen Stadium erkennen und wie es sich langfristig bremsen lässt: Das "Gesundheitstrainingsprogramm für chronisch Nierenkranke" liefert eine reiche Zahl an Empfehlungen - inclusive einem farbig bebilderten Kochbuch.

Die häufigsten Hinweise auf den Beginn einer Nierenerkrankung können sein:

 

- Hoher Blutdruck

- oder/und Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen, z.B. Beinödeme

- oder/und Veränderung im Urin (blutig, zu große oder zu kleine Mengen oder schäumend)

 

An erster Stelle der Einflussfaktoren steht der Bluthochdruck: Er verletzt die feinen Blutgefäßen der Niere. Die geschädigte Niere kann ihre Ausscheidungsfunktion nicht mehr ausreichend erfüllen, und die Schadstoffe sammeln sich an. Auch die Wasserausscheidung funktioniert nur noch mangelhaft. Dadurch steigt der Blutdruck weiter - und schädigt die Niere immer mehr. Diese Kaskade muss rechtzeitig gestoppt werden. 

 

Dazu sollten Betroffene "anders leben" - aktiv und keineswegs mit Entbehrungen. Fritschka und Mahlmeister empfehlen "vor allem eine angepasste Ernährung, körperliche Bewegung, eine neue Lebensanschauung - und die Einnahme von Medikamenten." Die Autoren verstehen, wie schwierig die Änderung von Lebensgewohnheiten ist, und zeigen plausible, einfache Möglichkeiten. Etwa: Der Nachmittag auf der Couch mit Chips, Süßigkeiten und Zigarette werden Vergangenheit, die Waldwanderung und der schwungvolle Tanznachmittag sind Zukunft.

 

Vieles haben Betroffene selbst in der Hand, das regelmäßige Messen des Blutdrucks zum Beispiel. Es ist kein Kinderspiel und bietet eine Menge Fehlermöglichkeiten, etwa: Ist die Manschette zu schmal oder zu locker oder zu hoch aufgepumpt, zeigt das Gerät fehlerhaft überhöhte Blutdruckwerte ... Löst diese Falschinformation Stress aus, steigt der Blutdruck tatsächlich - vielleicht auf den Level der falsch angezeigten Höhe.

 

Literatur

E. Fritschka, J. Mahlmeister: Gesundheitstrainingsprogramm für chronisch Nierenkranke.
Pabst, 196 - teils farbige - Seiten. ISBN 3-936142-33-5 

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