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Archetypische Bilder verweisen auf vorbewusste archaische Erkenntnis

Archetypisch: Giovanni Segantini - La Vanita (1897)

Die Faszination und Decodierbarkeit archetypischer Bilder fordern die Kunsttherapie kontinuierlich heraus. Archetypen verbinden alle Beteiligten miteinander. Karl-Heinz Menzen reflektiert in seinem Reader "Archäologie der Kunsttherapie" die Hintergründe. Bei Psychoanalytikern wie Naturwissenschaftlern findet er parallele Interpretationen.

Für C.G. Jung existiert "keine wesentliche Idee oder Anschauung, der nicht archetypische Urformen zugrunde lägen. Urformen, die zu einer Zeit entstanden sind, da das Bewusstsein noch nicht dachte, sondern wahrnahm, da der Gedanke noch nicht wesentlich Offenbarung war. So sind Archetypen nichts anderes als typische Formen des Auffassens und des Anschauens, Formen des Erlebens und Reagierens, der Verhaltens- und der Leidensweisen, Abbbilder des Lebens selber, - das sich darin gefällt, Formen zu erzeugen, sie aufzulösen und mit dem alten Prägestempel aufs Neue zu erzeugen; so im Materiellen, so im Psychischen, so im Geistigen."

Menzen zitiert den Quantenphysiker Wolfgang Pauli: "Der Vorgang des Verstehens in der Natur sowie beim Bewusstwerden einer neuen Erkenntnis scheint auf einer Entsprechung, einem zur-Deckung-Kommen von präexistenten inneren Bildern der menschlichen Psyche mit äußeren Objekten und ihrem Verhalten zu beruhen ... Wolfgang Paulis Aussage gipfelt in dem von Heisenberg übernommenen Satz, ´dass jedes Verstehen ein langwieriger Prozess ist, der lange vor der rationalen Formulierbarkeit des Bewusstseinsinhalts durch Prozesse im Unbewussten begleitet wird.´" 

Karl-Heinz Menzen
Die Archäologie der Kunsttherapie - Modelle der psychischen Rekonstruktion in der bildnerischen Arbeit mit PatientInnen
Pabst, 196 Seiten, Paperback ISBN 978-3-95853-628-9. eBook ISBN 978-3-95853-629-6




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