Insbesondere sedierende Substanzen "reduzieren das traumabezogene Wiedererleben. Angst und Alpträume werden weniger, ebenso das Hyperarousal. Der Schlaf verbessert sich, Entspannung wird möglich. Das traumabezogene Vermeidungsverhalten kann vor diesem Hintergrund reduziert werden. Im Fall sexueller Traumata ´ermöglichen´ Suchtmittel häufig das Erleben von Sexualität, das ansonsten als Auslöser intensiver Intrusionen vermieden wird.
In der frühen Phase nach dem Trauma bewirken Suchtmittel eine Reduktion des Wiedererlebens und des Hyperarousals . Mit abnehmendem Substanzspiegel werden die Intrusionen jedoch wieder stärker. So wird einerseits der Suchtmittelkonsum auf hohem Niveau perpetuiert, andererseits wird den Betroffenen die Möglichkeit genommen, die erste Phase der Traumaverarbeitung adäquat zu durchlaufen. Die Person bleibt ´kreisend´ auf diesem Wegabschnitt der Traumaverarbeitung stecken," berichtet Monika Vogelgesang. Eine weitere Traumaverarbeitung wird verhindert, und das Leid der Traumafolge-Symptome endet nicht.
Bei der Befreiung vom Trauma und von Psychotropen Substanzen spielen die therapeutische Beziehung, die Etablierung von Sicherheit und die Ressourcenstärkung wesentliche Rollen, berichtet Monika Vogelgesang und beschreibt wirksame therapeutische Verfahren.
https://www.sucht.de/events/sucht-und-trauma-26-03-2026-online/
Monika Vogelgesang, Petra Schuhler (Hrsg.) Psychotherapie der Sucht -
Methoden, Komorbidität und klinische Praxis.
4. erweiterte und aktualisierte Auflage.
Pabst, 520 Seiten, Paperback ISBN 978-3-95853-239-7, eBook ISBN 978-3-95853-240-3
» mehr Informationen...
--













