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Weltgeschichte der Psychologie: Emanzipation aus der Philosophie

Die psychologische Einheit der Menschheit bedeutet, dass sich in allen Kulturen die gleichen Konstrukte finden - Intelligenz, Kognition, Emotion, Motivation, Humor usw. Die kulturellen Ausprägungsformen sind eindrucksvoll divers, werden jedoch in der psychologischen Fachwelt wenig beachtet. Diesem Defizit begegnet Professor Dr. Hannes Stubbe mit seinem Opus Maximum "Weltgeschichte der Psychologie" und zitiert Diogenes: "Ich bin Bürger des Kosmos".

"Die bisherige psychologiehistorische Forschung war bis auf wenige Ausnahmen national bzw. regional, d.h. vor allem westlich orientiert. Entweder glaubte man fälschlicherweise, dass die eigene Entwicklung der Psychologie mit ihren Ergebnissen und Erkenntnissen so wie in der Physik universal sei oder man war durch den eigenen Ethnozentrismus in der persönlichen Sichtweise stark eingeengt bzw. gar (kultur-)blind." Entsprechend beschränken sich Psychologie-Historiker bisher weitgehend auf Europa und Nordamerika. Stubbe weitet den Blick zusätzlich auf Afrika, Asien und Lateinamerika. Dabei hält er sich mit kritischen Hinweisen auf europäischen Psychologie-Export in ferne Länder nicht zurück und skizziert eine Art Kultur-Kolonialismus.

 

In allen Regionen und Epochen wird dabei deutlich, wieviel Psychologie bereits in den Philosophien enthalten ist und wie sich Psychologie aus der Philosophie entwickelt bzw. emanzipiert hat. Was und wieviel konnte Psychologie für das Leben Einzelner und für historische Entwicklungen beitragen? Die Potentiale der Psychologie sind einerseits beeindruckend. Anderseits erspart Hannes Stubbe - selbst engagierter Psychologe - seinen KollegInnen nicht erheblich kritische Reflexionen. Und er unterschlägt nicht, wie Psychologen auch Militärs, Geheimdiensten und Folterknechten kompetent zu Diensten waren bzw. sind.

 

Den entscheidenden Erkenntnisgewinn für LeserInnen formuliert kein Geringerer als der geisteswissenschaftliche Psychologe Wilhelm Dilthey (1833-1911): "Was der Mensch sei, erfährt er nicht durch Grübelei über sich, auch nicht durch psychologische Experimente, sondern durch die Geschichte."

 

Stubbe, Hannes: Weltgeschichte der Psychologie

Pabst, 2021, 660 Seiten, Hardcover


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