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Umweltpsychologie: Analysen zur Bewältigung von Krisen und Umbrüchen

Eine Gruppe junger, engagierter PsychologInnen gründet eine Zeitschrift - ohne einschlägige Erfahrung und in einem kaum beachteten Fachgebiet. Im Editorial wird eingeräumt, das Projekt könnte als "Fehlversuch dreister NachwuchswissenschaftlerInnen" zügig enden. Die verantwortliche Coherausgeberin ist 26 Jahre alt. Heute, 25 Jahre später, ist die Zeitschrift international etabliert und ein Motor ihres inzwischen relevanten Fachgebiets: Umweltpsychologie.

Umweltpsychologie 2022-1

Prof.em. Gerhard Kaminski schreibt in der Erstausgabe der Zeitschrift, dass die bisherigen Beiträge der Psychologie zum Thema Umweltschutz noch sehr bescheiden seien. Und: "Der traditionellen Psychologie erwachsen grundsätzliche Schwierigkeiten in dem Bemühen, das Gegenstandsfeld ´Umweltprobleme´ bzw. ´Umweltschutz´ in enger Tuchfühlung mit der politischen Realität zu bearbeiten. Der Versuch, diesen Schwierigkeiten abzuhelfen, hätte weitreichende Konsequenzen für das wissenschaftliche Selbstverständnis der Psychologie."

Viele der - inzwischen insgesamt 462 - AutorInnen der Zeitschrift arbeiten aktiv an diesem Versuch mit. Seit Anfang ist allen Beteiligten bewusst, dass Forschung auf Leistungen der Praxis angewiesen ist - und ebenso viceversa. Im programmatischen Editorial werden beide Arbeitsfelder - miteinander kommunizierend und gleichwertig - nebeneinandergestellt. Jede Ausgabe löst diese Ansage ein. Der initiale Elan ist - wenngleich modifiziert - erhalten geblieben: "Mit den Rubriken Forschung, Praxis und Schwerpunktthema wird ein Forum für eine fundierte und ernsthafte Betrachtung der uns am Herzen liegenden Umweltpsychologie geschaffen."

Lediglich eine Zusage des initialen, jugendlichen Editorials wurde bislang nicht umgesetzt: "Wo Ernst ist, ist die Satire nicht weit. Anonymus - hier gibt es Raum, jenseits von Gut und Böse, das zu sagen, was sonst nicht gesagt werden darf: ob Glosse, Satire, Bedrohliches oder Schönes, ernst oder nicht ernst gemeint, im Schutze der Anonymität kann es gewagt werden. Die Grundlagen der Wissenschaft, der Psychologie ... können abgeschafft und wieder neu erfunden werden. Warum anonym? Weil so der Zauber, der Reiz und die Anregungen der Boshaftigkeiten besser genossen werden können."

Der Ernst hat während der zurückliegenden 25 Jahre zugenommen. Die HerausgeberInnen gehen in ihrem aktuellen Call for Papers bereits über ihr inzwischen fast schon traditionelles Arbeitsfeld thematisch hinaus: "Krisen und Umbrüche - Zum Umgang mit (Umwelt-)Veränderungen". Damit entwickelt sich Umweltpsychologie immer weiter zu einer Kerndisziplin der Psychologie - interdisziplinär, systemisch, relevant "in Tuchfühlung mit der politischen Realität".

https://www.umweltpsychologie.de

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