Bei den untersuchten problematischen Internetnutzern sehen die Wissenschaftler einen wöchentlichen online-Aufwand für Spielen (über 16 Stunden), Kommunizieren (15 Stunden), Drauflossurfen (über neun Stunden), Videos Betrachten (etwa siebeneinhalb Stunden), Informationen Suchen (fünf Stunden), Downloaden (über vier Stunden).
Demgegenüber investieren die unproblematischen Internetnutzer jeweils nur etwa die Hälfte der Zeit in Spiele, Kommunikation und Drauflossurfen. In den anderen drei Bereichen bestehen kaum Unterschiede.
Bei vielen Freizeittätigkeiten unterschieden sich die exzessiven Internetnutzer von den Normalnutzern kaum: Freunde treffen, Sport treiben, Fernsehen, Familienunternehmungen, Musik hören. Doch andere Lebensbereiche existieren im Leben der Freaks kaum noch oder überhapt nicht: kreative Tätigkeiten, Veranstaltungen besuchen, gesellschaftliches Engagement, Lesen. Selbst handwerkliche Tätigkeiten sind eingeschränkt.
Die Studie belegt: Exzessive Internetnutzer
- sind meist technisch optimal ausgestattet - internetfähige Smartphones inclusive
- haben meist Eltern ohne Medienkompetenz, also auch ohne Medienerziehungskompetenz
- leben oft in unvollständigen oder stark problembelasteten Familien
- erhalten von den Eltern meist keine oder inkonsequente oder unrealistisch-rigide Regeln für den online-Konsum
Ein typischer exzessiver Internet-Nutzer ist ein Hauptschüler, der in einer besonders engen Beziehung bei seiner alleinerziehenden Mutter lebt; sie gibt ihm kaum Spielraum, sich zu lösen und erwachsen zu werden; doch sie gibt ihm die Möglichkeit, ins Netz abzutauchen und sich unmerklich von ihr zu entfernen ...















