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Der Trend geht zu stärkeren Stimulanzien: Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung nimmt Drogen

Das Jahrbuch Sucht 2023 belegt einen kontinuierlich anhaltenden Trend, der sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet hat: Deutsche verlieren Lust auf Bier und Zigarette. Doch stärkere Stimulanzien - Rauschgift - sind bei Jugendlichen und Erwachsenen zunehmend begehrt.

Im jahr 2000 wurden in Deutschland pro Person im statistischen Durchschnitt 125,5 Liter Bier gemessen; die Menge nahm Jahr für Jahr ab, 2021 betrug sie 91,6 Liter. Bei stärkeren Getränken blieb der Konsum im gleichen Zeitraum allerdings annähernd konstant: Spirituosen gingen von 5,8 auf 5,2 Liter zurück, Wein stieg von 19,0 auf 20,7 Liter.

Mit einem Alkoholpegel kann die Neigung zur Gewalt steigen. Die Bundeskriminalstatistik hat allein zwischen 2020 und 2021 einen deutlichen Rückgang der "Gewaltkriminalität unter Alkoholeinfluss" gemessen - von 38.521 auf 30.937 Straftaten. Selbst eine Lieblingsbeschäftigung Alkoholisierter ging zurück: 2020 wurden 17.390 Fälle von "Widerstand gegen die Staatsgewalt unter Alkoholeinfluss" registriert, 2021 nur noch 16.310.

Die Zahl der "Alkohol-Verkehrsunfälle" hat sich in diesem Jahrhundert etwa halbiert: Sie ging von 27.375 im Jahr 2000 auf 13.628 im Jahr 2021 zurück; parallel fiel die Zahl der Todesopfer von 1.022 auf 165.

Cannabis ist die meistverbreitete Droge: Etwa 7 bis 9% der Erwachsenenen und Jugendlichen nehmen sie. Etwa ein Prozent der Jugendlichen und 3,6 % der Erwachsenen nehmen andere Drogen. Annähernd drei Millionen missbrauchen Medikamente, um ihre Stimmung aufzuhellen (v.a. Opiat-Analgetika, Hypnotika, Sedativa). 2005 wurden mehr als 1300 Drogen-Todesfälle (meist bei Überdosierung) erfasst, im Jahr 2021 bereits mehr als 1800. Hinzu kommen Verkehrsunfälle unter Drogeneinfluss: 2021 verunglückten mehr als 3200 Personen, 53 wurden getötet, fast 800 schwer und fast 2400 leicht verletzt.

 

DHS Jahrbuch Sucht 2023
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) e.V. (Hrsg.)

Pabst, 2023, 268 Seiten, Hardcover

 

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