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2025-2

Inhaltsverzeichnis

 

Editorial 
Markus G. Feil & Uta Kröger

Trauma-Associated Reactions Following Adverse Work-Related Events in Forensic Mental Healthcare Professionals and Correctional Workers – A Systematic Literature Review
Serafina Strömsdörfer & María Isabel Fontao

„Lass mich einfach weitermachen“. Zur Nachsorge in den ersten Stunden nach einem Vorfall
Nienke Verstegen, Rogier ter Hall & Vivienne de Vogel

Erste Erfahrungen mit intensiver Traumabehandlung in einer forensischen Klinik
Annabel Simjouw, Hanneke de Bruijn, Leneke van Maris, Ester Robbe, Wineke Smid & Vivienne de Vogel

Gefangen in der Gewaltspirale: Wenn Frauen nicht gehen können
Ingrid Prassel

Neuropsychologische Defizite bei Gewalttäter_innen mit Schizophrenie oder dissozialer Störung – Ein systematisches Review
Daria Groß & Martina Piefke


 

Editorial 
Markus G. Feil & Uta Kröger
 


 

Trauma-Associated Reactions Following Adverse Work-Related Events in Forensic Mental Healthcare Professionals and Correctional Workers – A Systematic Literature Review
Serafina Strömsdörfer & María Isabel Fontao
 

Abstract
Background and aims: This systematic review aimed at synthesising the existing literature on trauma-associated symptomatology (including post-traumatic stress disorder [PTSD], vicarious trauma and compassion fatigue) in order to gain an insight into the scientific status quo concerning work related potentially traumatising experiences in forensic and correctional staff. 
Methods: Two databases (APA PsycInfo, PSYNDEX) were used and 22 articles were included in this review, with seven reporting on forensic and 15 on correctional staff. Studies were screened in order to ensure their concurrence with the research questions and the eligibility criteria, and the quality of studies was appraised by means of two different scales.
Results: The majority of the original studies were cross-sectional. Levels of trauma-associated symptomatology showed a wide range, with PTSD-levels being generally high and compassion fatigue and vicarious trauma levels being low to moderate. Exposure to violence emerged as a relevant predictor for PTSD in forensic and correctional staff, with personal (e.g., neuroticism) and organisational factors (e.g., organisational support) influencing levels of trauma-associated symptoms. Avoidant coping mechanisms were associated with higher rates of PTSD and several personal, professional and other coping mechanisms were explored.
Conclusions: The findings suggest that organisations should provide both preventative actions (e.g., pre-trauma training, violence prevention) and supportive resources to staff affected by trauma symptoms (e.g., staff trauma services, supervision). Limitations of this review include the risk of bias concerning paper selection, the methodological limitations of the included studies and the narrative character of the synthesis.
Keywords: PTSD, vicarious trauma, compassion fatigue, trauma, forensic mental health care staff, correctional officer

 

Trauma-assoziierte Reaktionen nach aversiven berufsbezogenen Vorfällen bei Forensik- und Gefängnispersonal – Eine systematische Literaturübersicht 

Zusammenfassung
Hintergrund und Ziele: Diese systematische Übersicht zielte darauf ab, die vorhandene Literatur zu traumabedingten Symptomen (einschließlich posttraumatischer Belastungsstörung [PTBS], sekundärer Traumatisierung und Mitgefühlsermüdung) zusammenzufassen, um einen Einblick in den wissenschaftlichen Stand der Forschung zu potenziell traumatisierenden Erfahrungen im Arbeitsumfeld von forensischem und Strafvollzugspersonal zu gewinnen.
Methoden: Es wurden zwei Datenbanken (APA PsycInfo, PSYNDEX) verwendet und 22 Artikel in diese Übersicht aufgenommen, von denen sieben über forensisches und 15 über Strafvollzugspersonal berichteten. Die Studien wurden auf ihre Übereinstimmung mit den Forschungsfragen und den Einschlusskriterien überprüft, und die Qualität der Studien wurde anhand von zwei verschiedenen Skalen bewertet.
Ergebnisse: Die meisten der ursprünglichen Studien waren Querschnittsstudien. Die Ausprägung der traumabedingten Symptomatik war sehr unterschiedlich, wobei die PTBS-Werte im Allgemeinen hoch und die Werte für Mitgefühlsermüdung und sekundäre Traumatisierung niedrig bis moderat waren. Die Exposition gegenüber Gewalt erwies sich als relevanter Prädiktor für PTBS bei forensischem und Strafvollzugspersonal, wobei persönliche (z. B. Neurotizismus) und organisatorische Faktoren (z. B. organisatorische Unterstützung) das Ausmaß der traumabedingten Symptome beeinflussten. Vermeidende Bewältigungsmechanismen waren mit höheren PTBS-Raten assoziiert, und es wurden mehrere persönliche, berufliche und andere Bewältigungsmechanismen untersucht.
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse legen nahe, dass Organisationen sowohl präventive Maßnahmen (z. B. Prä-Trauma-Training, Gewaltprävention) als auch unterstützende Ressourcen für Mitarbeiter mit Traumasymptomen (z. B. Mitarbeiternachsorge, Supervision) bereitstellen sollten. Zu den Einschränkungen dieser Übersicht zählen das Risiko einer Verzerrung bei der Auswahl der Artikel, die methodischen Einschränkungen der eingeschlossenen Studien und der narrative Charakter der Synthese.

Schlüsselwörter: PTBS, sekundäre Traumatisierung, Mitgefühlsermüdung, Trauma, forensisches Personal in der psychischen Gesundheitsversorgung, Strafvollzugsbeamte

Korrespondenzadresse: Dr. María Isabel Fontao, Fachbereich Psychologie, Universität Konstanz; maria.fontao@uni-konstanz.de


 

„Lass mich einfach weitermachen“. Zur Nachsorge in den ersten Stunden nach einem Vorfall
Nienke Verstegen, Rogier ter Hall & Vivienne de Vogel 
 

Zusammenfassung 
Viele forensische Fachkräfte werden während ihrer Arbeit mit aggressiven oder selbstverletzenden Verhaltensweisen ihrer Patientinnen und Patienten konfrontiert. Daher sind gute Präventions- und Nachsorgemaßnahmen erforderlich, inclusive akuter Nachsorgeinterventionen in den ersten Stunden nach einem potentiell traumatisierenden Vorfall. Jüngste Studien zeigen beispielsweise, dass das Spielen eines Computerspiels wie Tetris in den ersten Stunden nach dem Erleben eines einschneidenden Vorfalls dazu beitragen kann, das Ereignis weniger wiederzuerleben. In diesem Artikel diskutieren wir die Erfahrung von vier Mitarbeitenden mit Entlastungsmaßnahmen nach einem kritischen Vorfall. Sie weisen darauf hin, dass es nicht selbstverständlich ist, sich nach einem extremen Ereignis Zeit für Entspannung und Erholung zu nehmen. Oftmals gilt das Motto „Lasst mich einfach weitermachen“. In den bisher existierenden Leitlinien wird die Bedeutung der Eigenverantwortung für die Entspannung betont. Nach den Informationen der befragten Fachkräfte sollte die Entspannung nach einer psychisch belastenden Extremsituation jedoch nicht allein in der Verantwortung der einzelnen Mitarbeitenden liegen. Im Gegenteil, es kann für die betroffenen Mitarbeitenden schwierig sein, zur Ruhe zu kommen und selbst zu spüren, was sie nach einem solchen Ereignis brauchen. Die Organisation hat daher die wichtige Aufgabe, Mitarbeitende zu motivieren, sich während der Arbeit Zeit und Aufmerksamkeit für Entspannung und Erholung zu nehmen. Dies erfordert die Ermutigung der Kolleginnen und Kollegen, die akute Nachsorge in Anspruch zu nehmen und sich kurz nach einem einschneidenden Ereignis Zeit zum Entspannen zu nehmen. Das Spielen von Tetris, einem puzzleähnlichen Computerspiel, oder andere Aktivitäten können helfen, Spannungen abzubauen und einen besseren Überblick darüber zu erhalten, was zur weiteren Entspannung und Verarbeitung des Erlebten erforderlich ist.
Schlüsselwörter: Berufliches Wohlbefinden, Stressmanagement, Nachsorge, Trauma, Vorfälle, Tetris

 

“Just let me get on with it.” Post-incident care in the hours immediately following an incident 
 

Abstract
Many forensic professionals are confronted with profound events such as aggressive or self-harming behaviour by patients during their work. Good prevention and aftercare policies are therefore necessary. This also includes the acute follow-up care provided to professionals in the first few hours after a significant, potentially traumatic event. Recent scientific research indicates that reliving the event is less common when the affected person plays the computer game Tetris or a word game shortly thereafter. In this article, we discuss the experiences of four professionals with the use of relief interventions after a significant incident. They point out that it is not a matter of course to take time for relaxation and recovery after an extreme event. Often the motto is “just let me get on with it”. In the guidelines that have existed to date, the importance of personal responsibility for finding relaxation is also emphasized. However, according to the information provided by the professionals interviewed, relaxation after a psychologically stressful extreme situation should not be the sole responsibility of the individual employee. On the contrary, it can be difficult for the affected employees to calm down and feel for themselves what they need after such an event. The organization therefore has the important task of motivating its employees to devote time and attention to relaxation and recovery during work. This requires encouragement from colleagues to take advantage of the acute aftercare and to take time to relax shortly after a drastic event. Playing Tetris, a puzzle-like computer game, or other activities can help to relieve tension and provide a better overview of what is needed to further relax and process what has been experienced.
Keywords: professional well-being, aftercare, trauma, incidents, Tetris 

Korrespondenzadresse: Dr. Nienke Verstegen, Dozent an der Universität Utrecht, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsabteilung von De Forensische Zorgspecialisten, Willem Dreeslaan 2, 3515 GB Utrecht (NL). E-Mail: nverstegen@dfzs.nl. 

 


 

 

Erste Erfahrungen mit intensiver Traumabehandlung in einer forensischen Klinik
Annabel Simjouw, Hanneke de Bruijn, Leneke van Maris, Ester Robbe, Wineke Smid & Vivienne de Vogel
 

Zusammenfassung 
Unter forensischen Psychiatriepatientinnen und -patienten ist die Belastung durch Psychotraumata hoch. Diese Erfahrungen werden mit vielfältigen psychischen und physischen Gesundheitsproblemen im späteren Leben in Verbindung gebracht. Darüber hinaus ist ein Psychotrauma ein eventueller Risikofaktor für die Entwicklung von kriminellem Verhalten, und das Erleben von Psychotraumata verringert möglicherweise die Ansprechbarkeit für Behandlung. Würden Traumata in der forensischen Psychiatrie gezielter und intensiver behandelt, könnte dies vielleicht dazu beitragen, den Effekt der Behandlung zu erhöhen und damit das Rückfallrisiko zu verringern. Denn mit der Linderung der Symptome bleibt mehr Raum für die anderen Komponenten der Behandlung. Eine kurzfristige, intensive Traumabehandlung scheint wirksamer zu sein als eine langfristige Traumabehandlung. Diese Studie beschreibt die Einführung, den Ablauf und die ersten Erfahrungen mit der intensiven Traumabehandlung (ITB) in einer forensischen Klinik. Bei dieser Behandlung handelt es sich um eine achttägige Kurzzeit-Traumabehandlung, die aus Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR), Imaginary Exposure (IE), einem aktivierenden Sport- und Bewegungsprogramm und Psychoedukation besteht. Nach den Erfahrungen mehrerer Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitender scheint diese Traumabehandlung kurzfristige Auswirkungen auf die traumabezogenen Symptome der teilnehmenden Patienten zu haben. Es ist jedoch noch unklar, ob diese Ergebnisse langfristig anhalten. Das Implementieren der intensiven Traumabehandlung braucht Zeit und erfordert zusätzliche Anstrengungen und Zeitinvestitionen von verschiedenen Berufsgruppen. Von Seiten der Organisation sollte diese Zeit für eine erfolgreiche Implementation zur Verfügung gestellt werden. Die Nachsorge der Patientinnen und Patienten nach der ITB ist wichtig, wobei auf den Übergang zurück in das reguläre Programm zu achten ist.  
Schlüsselwörter: Trauma, Trauma-Behandlung, intensive Trauma-Behandlung, forensische Psychiatrie

 

First experiences with intensive trauma treatment in a forensic clinic

Abstract
In the forensic population, the prevalence of traumatic experiences is high. These experiences are associated with a wide range of mental and physical health problems later in life. In addition, trauma can be a risk factor for developing criminal behavior and can reduce responsiveness to treatment. More specific and intensive treatment for trauma could potentially help to increase the impact of treatment and thus reduce the risk of recidivism. The expected symptom relief creates more space for the patient to participate in other treatment components within their program. Short-term intensive trauma treatment appears to be more effective than long-term trauma treatment. This study describes the implementation and initial experiences with intensive trauma treatment in a forensic clinic. This treatment is a short-term trauma treatment consisting of eight days of Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR), Imaginary Exposure (IE), an activating sports and exercise program, and psychoeducation. Based on the experiences of several patients and staff members, intensive trauma treatment appears to have a short-term effect on the trauma-related symptoms of patients participating in the treatment. However, it is still unclear whether these results are permanent. The introduction of intensive trauma treatment takes time and requires additional efforts and investments from many different employees. For successful implementation, it is important that this time is provided throughout the organization. The aftercare of patients after intensive trauma treatment is crucial, and care must be taken to ensure that the transition back to the regular program is smooth.

Keywords: trauma, trauma treatment, intensive trauma treatment, forensic psychiatry
 

Korrespondenzadresse: Annabel Simjouw (MSc), Psychologin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsabteilung von De Forensische Zorgspecialisten, Postbus 174, 2500AD Utrecht. E-Mail: asimjouw@dfzs.nl


 

Gefangen in der Gewaltspirale:
Wenn Frauen nicht gehen können
Ingrid Prassel 
 

Zusammenfassung 
Der Artikel analysiert die komplexen Strukturen, die Frauen in gewaltvollen Partnerschaften gefangen halten. Es wird dargelegt, welche persönlichen Erfahrungen von Frauen zur Aufrechterhaltung solcher Beziehungen beitragen. Traumatische Kindheitserlebnisse wie physische und psychische Gewalt erhöhen das Risiko für Gewalt in der Partnerschaft im Sinne der Reviktimisierung. Gewalt wird als vertraut empfunden, als ein Mittel der Konfliktlösung oder als normaler Bestandteil einer Beziehung akzeptiert und ähnliche Dynamiken werden implementiert. Zudem wird aufgezeigt, welche unbewussten Gründe Frauen in gewaltvollen Beziehungen halten. Dazu gehört die Hoffnung, den Partner verlassen zu können, ihn durch Anpassung oder Fürsorge zu ändern, alte Traumata zu „heilen“ oder in der gewalttätigen Beziehung dennoch eine Form von Sicherheit und Nähe zu finden. Schließlich wird auf die schwerwiegenden Auswirkungen von Partnerschaftsgewalt, darunter psychische Störungen wie PTBS, Angst und Depressionen sowie ein Verlust des Selbstwertgefühls, hingewiesen. 
Schlüsselwörter: Frauen in Gewaltbeziehungen, Opfer-Täterbindung, Partnerschaftsgewalt, Reviktimisierung, Traumabindung

 

Caught in a spiral of violence: When women cannot leave
 

Abstract
The article analyses the complex structures that keep women trapped in violent relationships. Women‘s personal experiences that contribute to the maintenance of such relationships are explained. Traumatic childhood experiences such as physical and psychological violence increase the risk of violence in the partnership by means of revictimisation. Violence is perceived as familiar, accepted as an instrument for conflict resolution or as a normal part of a relationship, and similar dynamics are implemented. In addition, the unconscious reasons that keep women in violent relationships are shown. These include the hope of being able to leave the partner, of changing him through adaptation or care, of ‘healing’ old traumas or of finding a form of security and closeness within the violent relationship. Finally, the serious effects of intimate partner violence are highlighted, including mental disorders such as PTSD, anxiety and depression, as well as a loss of self-esteem. 
Keywords: intimate partner violence, revictimisation, trauma bonding, victim-perpetrator bond, women in violent relationships


Korrespondenzadresse: Ingrid Prassel, Wiener Platz 2, 51065 Köln, Fachärztin für Psychosomatische Medizin, Psychoanalytikerin (DPV/IPV, DGPT), Familien-, Paar- und Sexualtherapeutin, Gruppenlehranalytikerin (D3G), Lehranalytikerin (DGPT), tätig in eigener Praxis, M.A. Kriminologin, www.praxis-prassel.de


 

Neuropsychologische Defizite bei Gewalttäter_innen mit Schizophrenie oder dissozialer Störung – Ein systematisches Review
Daria Groß & Martina Piefke
 

Zusammenfassung 
Hintergrund: Differenzialdiagnostische neuropsychologische Untersuchungen bei Gewalttäter_innen in der Forensischen Psychiatrie können maßgeblich für die Behandlung und Risikoeinschätzung durch Pflegefachpersonen sein, finden im deutschsprachigen Raum jedoch kaum Beachtung. Ziel: Dieses systematische Review erfasst spezifische neuropsychologische Auffälligkeiten bei gewalttätigen Personengruppen mit Schizophrenie oder antisozialer Persönlichkeitsstörung (APS) im Vergleich zu einer jeweils bildungsgleichen Kontrollgruppe ohne Gewaltdelikte. Ihre pflegerische Relevanz für Behandlungsansätze und die Prognose in der Forensischen Psychiatrie wird eingeschätzt. Methoden: Es ist eine Literaturrecherche in den Suchmaschinen GoogleScholar©, Dimdi©, APA PsycNET©, LIVIVO©, Ovid® und in den Datenbanken PsycINFO®, Embase® und Medline® durchgeführt worden. Effektgrößen wurden bei verfügbarer Datenlage kalkuliert. Ergebnisse: Reduzierte Exekutivfunktionen hängen mit APS oder Schizophrenie zusammen, diese sind jedoch kongruent zur klinischen Kontrollgruppe. Schlussfolgerungen: Spezifische neuropsychologische Defizite können als Indikatoren für die Gefährlichkeit von Gewalttäter_innen nach einer differenzialdiagnostischen Erfassung pflegerisch behandelt und die Gefährlichkeitsprognose damit optimiert werden.
Schlüsselwörter: Neuropsychologie, Forensische Psychiatrie, Gefährlichkeit

 

Neuropsychological deficits in violent offenders with schizophrenia or dissocial disorder – A systematic review
 

Abstract
Background: Differential diagnostic neuropsychological examinations of violent offenders in forensic psychiatry can be decisive for treatment and risk assessment by nursing professionals but are hardly considered in German-speaking countries. Aim: This systematic review addresses specific neuropsychological abnormalities in violent groups of individuals with schizophrenia or antisocial personality disorder (APD) compared to a respective educationally matched control group without violent offenses. Their nursing relevance for treatment approaches and prognosis in forensic psychiatry is assessed. Methods: A literature search was conducted in the search engines GoogleScholar©, Dimdi©, APA PsycNET©, LIVIVO©, Ovid® and in the databases PsycINFO®, Embase® and Medline®. Effect sizes were calculated if data were available. Results: Reduced executive functions are related to APD or schizophrenia, but they are congruent with the clinical control group. Conclusions: Specific neuropsychological deficits can be treated by nurses as indicators of the dangerousness of violent offenders after a differential diagnostic assessment, thus optimizing the risk prognosis.
Keywords: neuropsychology, forensic psychiatry, dangerousness

Korrespondenzadresse: Daria Groß (MScN, cand. Dr. phil.), Lehrstuhl für Neurobiologie und Genetik des Verhaltens, Universität Witten/Herdecke, Wullener Feld 17, 58455 Witten und Niederrhein Therapiezentrum Duisburg gemeinnützige GmbH, Dahlingstraße 250, 47229 Duisburg, Daria.Gross@uni-wh.de


 

Forensische Psychiatrie und Psychotherapie
33. Jahrgang · 2025 · Heft 2
Pabst, 2025
ISSN 0945-2540
 

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