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Empirische Sonderpädagogik

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2013-2

Welche Kinder und Jugendliche werden am stärksten durch die Peers beeinflusst? Eine systematische Übersicht für den Bereich dissozialen Verhaltens
Christoph Michael Müller & Melanie Minger
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Das mathematische Leistungsspektrum bei Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der Sekundarstufe. Ein explorativer Querschnitt der fünften bis neunten Klassenstufe in Münchner Förderschulen
Markus Gebhardt, Karolina Oelkrug & Tobias Tretter
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Bindung und Emotionsregulationsstrategien bei Jugendlichen mit und ohne emotionalen Störungen und Verhaltensauffälligkeiten
Andrea Beetz
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Psychologische und physiologische Effekte einer tiergestützten Intervention bei unsicher und desorganisiert gebundenen Kindern
Henri Julius, Andrea Beetz, Kurt Kotrschal
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Sind Förderschullehrkräfte anders? Eine vergleichende Einschätzung von Expertinnen und Experten aus Regel- und Förderschulen
Sabine Weiß, Markus Kollmannsberger & Ewald Kiel
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Pflege an der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung: Eine Analyse der aktuellen Situation anhand von 38 Interviews mit Pädagogen und Pädagoginnen
Martina Schlüter
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Welche Kinder und Jugendliche werden am stärksten durch die Peers beeinflusst? Eine systematische Übersicht für den Bereich dissozialen Verhaltens
Christoph Michael Müller & Melanie Minger

Negativer Peereinfluss gilt als einer der zentralen Risikofaktoren für eine dissoziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Um ungünstige Einflussprozesse zwischen Gleichaltrigen besser zu verstehen und wirksame Präventionsmaßnahmen dagegen entwickeln zu können, ist es entscheidend, die moderierenden Faktoren von Peereinfluss zu kennen. Diese können Aufschluss darüber geben, wer für negativen Peereinfluss besonders gefährdet ist und welche Bedingungen eine ungünstige Beeinflussung vermindern. Zu diesem Zweck wurde eine systematische Übersicht über alle Längsschnittstudien zu dieser Thematik erstellt. Die Befunde aus 66 einbezogenen Untersuchungen zeigen, dass die Wirkung der Peers auf die individuelle Entwicklung sowohl von personalen, psychologischen als auch sozial-kontextuellen Merkmalen abhängt. Die Ergebnisse werden hinsichtlich ihrer Relevanz für die Prävention dissozialen Verhaltens und bezüglich weiterer Forschungsstrategien zu dieser Thematik diskutiert.

Schlüsselwörter: Dissoziales Verhalten, Devianz, Peers, Peereinfluss, Moderator, Prävention


Which children and adolescents are most susceptible to peer influence? A systematic review regarding antisocial behavior

Negative peer influence is one of the main risk factors associated with antisocial development among children and adolescents. In order to better understand these processes and to develop adequate preventive interventions, it is crucial that the factors that moderate peer influence are recognized. Such moderating variables can indicate who is at especially high risk for being negatively influenced by peers, and which conditions can buffer such a negative impact. In order to structure the existing evidence, a systematic review of all longitudinal studies on this topic published until 2011 is presented. The results from 66 studies that were included in the review show that the influence of peers on the development of an individual’s antisocial behavior depends on different personal, psychological, and social-contextual conditions. Findings are discussed in terms of their relevance for prevention strategies and future research initiatives.

Key words: Antisocial behavior, Deviance, Peers, Peer influence, Moderator, Prevention


Dr. Christoph Michael Müller
Universität Freiburg/ Schweiz
Petrus-Kanisius-Gasse 21
1700 Freiburg
Schweiz
christoph.mueller2@unifr.ch

Melanie Minger
Petrus-Kanisius-Gasse 21
1700 Freiburg
Schweiz
melanie-minger@gmx.ch

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Das mathematische Leistungsspektrum bei Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der Sekundarstufe. Ein explorativer Querschnitt der fünften bis neunten Klassenstufe in Münchner Förderschulen
Markus Gebhardt, Karolina Oelkrug & Tobias Tretter

In der vorliegenden Studie wurden die Mathematikschulleistungen von 124 Schülerinnen und Schüler der 5. bis 9. Klasse aus drei Münchner Förderzentren untersucht. Ziel der Studie war es, das mathematische Leistungsspektrum der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der Sekundarstufe zu ermitteln. Das Spektrum der Schülerinnen und Schüler einer Klasse war dabei sehr heterogen. Generell festzustellen ist, dass die mathematischen Basiskompetenzen, also die Mengen-Zahlen-Kompetenzen und das Konventions- und Regelwissen, bei diesen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe nicht ausreichend gesichert waren. Erwartungsgemäß waren die mathematischen Kompetenzen in den höheren Klassen weiter entwickelt als in den niedrigeren Jahrgangsstufen. Jedoch geben neben der Klassenstufe auch die Einschätzungen der Lehrerinnen und Lehrer bezüglich des Bedarfs nach individueller Unterstützung der Schülerinnen und Schüler sowie des Stands nach dem Regellehrplan der Schülerinnen und Schüler eine signifikante Varianzaufklärung auf die Schulleistung in Mathematik. Dies stellt eine heterogene Schülerschaft in der Sekundarstufe der Förderschulen dar und zeigt, dass eine Klassenbildung nach Schuljahren nicht zu leistungshomogenen Gruppen führt.

Schlüsselwörter: Mathematische Basiskompetenzen, Leistungstest (Curriculum Based Measurement), sonderpädagogischer Förderbedarf, Heterogenität


Mathematical Performance of Students with Special Needs in Secondary Schools. An Exploratory Study of the Fifth to the Ninth Grade in Munich Special Schools

The major goal of the Test was to determine mathematical skills of students with special educational needs (SEN) from fifth to ninth grade. Based on a sample of 124 students with special educational needs (SEN) of three special schools in Munich it is shown, that the skills are within a very heterogeneous range. As a general rule basic mathematical skills, such as quantity-number competencies and knowledge of mathematical conventions and rules, were not applied properly by most of the students. Although in average the math skills improve in higher grades, school performance by grade level and age were no significant in the regression models. There is a significant connection between "necessary support" and the "state after the regular curriculum" mathematics performance.

Keywords: Mathematical Skills, Curriculum Based Measurement, Special Needs, Heterogeneity


Markus Gebhardt
TU München
Susanne-Klatten-Stiftungslehrstuhl für Empirische Bildungsforschung
Schellingstraße 33
80799 München
Markus.gebhardt@tum.de

Karolina Oelkrug
LMU München
Lehrstuhl für Lernbehindertenpädagogik
Leopoldstraße 13
80802 München

Tobias Tretter
Universität Augsburg
Lehrstuhl für Grundschulpädagogik
Universitätsstraße 10
86135 Augsburg

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Bindung und Emotionsregulationsstrategien bei Jugendlichen mit und ohne emotionale Störungen und Verhaltensauffälligkeiten
Andrea Beetz

Bindung bildet eine wichtige Grundlage für die Entwicklung sozio-emotionaler Kompetenzen, darunter die adäquate Regulation negativer Emotionen. Maladaptive im Kontrast zu adaptiven Strategien der Emotionsregulation finden sich häufiger bei klinischen Stichproben. In der vorliegenden Studie wurde der Zusammenhang von Bindungssicherheit in der Repräsentation bezüglich der Mutter und den Peers und Emotionsregulationsstrategien bei Jugendlichen (Alter 12-15) mit und ohne emotionale Störungen und Verhaltensauffälligkeiten untersucht. Je sicherer unauffällige Jugendliche ihre Bindung zu Mutter und Peers einschätzten, desto mehr adaptive Strategien der Emotionsregulation und Suche nach sozialer Unterstützung setzten sie ein. Je unsicherer ihre Bindungsrepräsentationen waren, desto mehr nutzten sie maladaptive Strategien und Emotionskontrolle. In der auffälligen Gruppe dagegen war nur Entfremdung in der Bindung zu Mutter und Peers (unsichere Bindungsrepräsentation) mit maladaptiven Emotionsregulationsstrategien assoziiert. Diese Befunde untermauern die Wichtigkeit der Qualität von Bindung als Grundlage adäquater Emotionsregulation bei Jugendlichen mit und ohne emotionale Störungen und Verhaltensauffälligkeiten.

Schlüsselwörter: Bindung, Emotionsregulation, Strategien, Verhaltensauffälligkeit


Attachment and emotion regulation strategies in juveniles with and without emotional and behavioral disorders

Attachment is the basis for the development of socio-emotional competence, including the adequate regulation of negative emotions. The use of maladaptive strategies in contrast to adaptive strategies of emotion regulation is more frequent in clinical samples. In this study the association of the quality of attachment and emotion regulation strategies was investigated in juveniles (age 12-15) with and without emotional and behavioural disorders. Results show that the more secure the representation of the attachment to the mother and to peers of individuals in the non-clinical group were the more adaptive strategies of emotion regulation and the use of social support they reported. More insecure relationships were related to more maladaptive strategies and emotion control. In the clinical group, only alienation as indicator of an insecure attachment to the mother and to peers was related to maladaptive strategies, emotion control and seeking social support less frequently. The results underline the importance of the quality of attachment for adequate emotion regulation.

Keywords: attachment, emotion regulation, strategies, behavioural disorders


Dr. Andrea Beetz
Institut für sonderpädagogische Entwicklungsförderung und Rehabilitation (ISER)
Universität Rostock
August-Bebel-Str. 28
18055 Rostock
andrea.m.beetz@googlemail.com

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Psychologische und physiologische Effekte einer tiergestützten Intervention bei unsicher und desorganisiert gebundenen Kindern
Henri Julius, Andrea Beetz, Kurt Kotrschal

In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob Kinder mit einem unsicheren, bzw. desorganisierten Bindungsmuster von einer tiergestützten Intervention profitieren. Auf dem Hintergrund des bisherigen Forschungsstandes wurde die Hypothese formuliert, dass unsicher und desorganisiert gebundene Kinder in Anwesenheit eines Tieres ihren Stress besser regulieren und sich prosozialer verhalten. Als Grund wird vermutet, dass die unsicheren, bzw. desorgansierten Beziehungsmuster nicht auf das Tier übertragen werden. Stattdessen werden primäre, d.h. sichere Beziehungsstrategien in der Interaktion mit dem Tier aktiviert, die sich in einer besseren Stressregulation sowie einem prosozialeren Verhalten widerspiegeln. Um diese Hypothese zu testen, wurden 12 Jungen und 4 Mädchen einer Interventions- und Kontrollgruppe zufallsverteilt zugeordnet. Die Kinder der Interventionsgruppe nahmen an einem Empathietraining teil, in dessen Verlauf ihnen in jeder Sitzung das gleiche Meerschweinchen zugeteilt wurde. Die Kinder der Kontrollgruppe erhielten das gleiche Training aber ohne Meerschweinchen. Im Vergleich zu den Kindern der Kontrollgruppe zeigten die Kinder der tiergestützten Interventionsgruppe signifikant seltener aggressives und signifikant häufiger prosoziales Verhalten gegenüber ihren Peers und ihrer Lehrern. Zudem sank der Kortisolspiegel in der tiergestützten Interventionsgruppe signifikant am stärksten. Je mehr die Kinder das Meerschweinchen streichelten, desto stärker sank ihr Kortisolspiegel. Die Autoren diskutieren, ob es sich bei diesen Effekten um oxytozinmediierte Effekte handeln könnte.

Schlüsselwörter: Bindung, Tiergestützte Intervention, Oxytozin, Stressregulation


Psychological and physiological effects of an animal-assisted intervention with unsecurely and desorganizedly attached children

The aim of this study was to investigate whether children with insecure/disorganized attachment become less stressed and more prosocial in the presence of a guinea pig during an empathy training. This hypothesis is based on studies that show that insecure attachment representations, which are associated with low abilities to regulate stress and social relations, are transferred to human figures but not to pets. 12 boys and 4 girls (age 7-9), selected via the Separation Anxiety Test (SAT) for insecure/disorganized attachment representation, were randomly assigned to the intervention and control group. The children of the intervention group attended an empathy training, in which every child received a guinea pig during every session while the controls got the same training without a guinea pig. In comparsion to controls the children of the animal assisted intervention group showed less aggression towards their peers as well as more prosocial behavior towards their teachers and peers. In addition the strongest decrease of cortisol levels were obtained in the animal-assisted intervention group. The more these children stroked the guinea pig, the more their cortisol levels decreased. These data suggest that children with insecure/disorganized attachment can better regulate stress and become less aggressive as well as more prosocial in the presence of a guinea pig. The authors discuss if these results can be interpreted as oxytocin mediated effects.

Keywords: Attachment, Animal-assisted Intervention, Oxytocin, Stress regulation


Prof. Dr. Henri Julius
Universität Rostock
Institut für sonderpädagogische Entwicklungsförderung
August-Bebel Str. 28
18055 Rostock

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Sind Förderschullehrkräfte anders? Eine vergleichende Einschätzung von Expertinnen und Experten aus Regel- und Förderschulen
Sabine Weiß, Markus Kollmannsberger & Ewald Kiel

Unterscheiden sich die Anforderungen an Lehrpersonen im Förderschulbereich von denen im Regelschulbereich? Mittels Gruppendiskussionen wurden schulartspezifische Anforderungsprofile für alle Schularten erstellt. In den Anforderungsprofilen zeigten sich schulartübergreifende Anforderungen, v. a. soziale bzw. an der Interaktion mit Schülerinnen und Schülern orientierte Anforderungen, aber auch Unterschiede zwischen den Schulformen. Wesentliche Unterschiede der Anforderungen von Förderschullehrpersonen gegenüber der Regelschule liegen einerseits in der Bedeutsamkeit der Handlungsfähigkeit in Gefährdungssituationen, andererseits in einer positiven, wertschätzenden Haltung im Sinne eines "Mandats" gegenüber den Schülerinnen und Schülern. Den theoretischen Rahmen der Studie bildet das professionstheoretische Konzept von L.S. Shulman zur pädagogischen Signatur.

Schlüsselwörter: Anforderungsprofil, Gruppendiskussion, Haltung, Lehrerberuf, pädagogische Signatur


Are special education teachers different? A comparative appraisal of experts from ordinary schools and from special schools

Do job requirements of special needs teachers differ from job requirements of regular school teachers? By interviewing teachers of different school types in form focus groups composed central job requirement are elaborated. A comparison of the requirement profiles highlights social competencies being important for all teachers. There are also different settings of priorities related to different requirements working with students with special needs: strategies to deescalate and a positive, respectfully attitude on students characterize the special needs teachers’ profession. The theoretical frame of the following research is L.S. Shulmans concept of a pedagogical signature.

Keywords: requirement profile, focus group, attitude, teachers' profession, pedagogical signature


Dr. Sabine Weiß
Lehrstuhl für Schulpädagogik
LMU München
Leopoldstraße 13
80802 München

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Pflege an der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung: Eine Analyse der aktuellen Situation anhand von 38 Interviews mit Pädagogen und Pädagoginnen
Martina Schlüter

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Das Thema Pflege und Pflegeabhängigkeit nimmt in der pädagogischen Diskussion nur einen sehr kleinen Platz ein. Damit auch die aktuelle Inklusionsdiskussion den Schülerinnen und Schülern mit Pflegeabhängigkeit in den spezifischen Bedürfnissen voll gerecht werden kann, sind Änderungen notwendig. Anhand von 38 problemzentrierten Leitfadeninterviews mit Lehrern und Lehrerinnen von Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung wird die schulische Situation von pflegeabhängigen Schülerinnen und Schülern in Bezug auf ihre Pflege dargestellt, analysiert und diskutiert. Sowohl Ressourcen von Pflege als auch bestehende Defizite in den zeitlichen Rahmenbedingungen, der personellen Kontinuität und der pädagogischen Bedeutung mit Konsequenzen für die inklusive Beschulung werden aufgezeigt.

Schlüsselwörter: Pflegeabhängigkeit, Pflege als pädagogische Aufgabe, Gestaltung von Pflegesituationen, Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung


Care in the school for physical handicaped pupils

In the pedagogical discussion the issue of care and care dependency take up only a very small
place. This must be changed, so that the current discussion of inclusion could meet the pupil with care dependency in their needs. Based on 38 semi-structured interviews with teachers of a school for physical handicapped pupil the school situation related to the care for dependent pupil is presented, analyzed and discussed. Resources of care and existing deficits in the temporal framework, of staff continuity and the pedagogical significance with implications for inclusive schooling are shown.

Keywords: care dependency, care as a pedagogical task, arrangement of care situations, school for physical handicapped pupils


Dr. Martina Schlüter, OStR i.H.
Universität zu Köln
Humanwissenschaftliche Fakultät
Department Heilpädagogik und Rehabilitation
Klosterstraße 79b
50931 Köln
aqk19@uni-koeln.de

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