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Wirtschaftspsychologie

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2014-2

Editorial
Paul Jiménez, Anita Dunkl

Seminarevaluation und Transfersicherung: Weiterentwicklung des Evaluationskonzepts nach Kirkpatrick
Jens Brandt & K. Wolfgang Kallus
Zusammenfassung | Abstract

Coaching macht (Hoch)Schule, wenn...: Erkenntnisse und Empfehlungen zur Qualitätssicherung im Coaching
Eva-Maria Graf & Monika Wastian
Zusammenfassung | Abstract

Entwicklung von Qualitätskriterien für AnbieterInnen von Dienstleistungen im Bereich der Gesundheitsförderung
Paul Jiménez, Kerstin Eibel, Anita Dunkl & Angelika Ratswohl
Zusammenfassung | Abstract

Qualitätssicherung als laufende Entwicklung am Beispiel der Betrieblichen Gesundheitsförderung des Österreichischen Netzwerks für BGF (ÖNBGF)
Christoph Heigl
Zusammenfassung | Abstract

A path to better health at work in Slovenia
Tanja Urdih Lazar & Metoda Dodič Fikfak
Zusammenfassung | Abstract

Qualitätssicherung von Präventions- und Interventionskonzepten aus Sicht der Interventions-, Implementations- und Evaluationsforschung
Waldemar Mittag
Zusammenfassung | Abstract

Facilitating high quality idea evaluation using telescoping
Min Basadur, Tim Basadur & Frederik Beuk
Zusammenfassung | Abstract

Kognitive Leistungsfähigkeit bei Langzeitarbeitslosen und Erwerbstätigen: Implikationen für eine berufliche Reintegration
Swetlana Wildfang & Anja Leue
Zusammenfassung | Abstract

Einflussfaktoren auf den Erfolg von und Methoden der Erfolgsmessung beruflicher Weiterbildung
Vera Hagemann & Annette Kluge
Zusammenfassung | Abstract

 


Seminarevaluation und Transfersicherung: Weiterentwicklung des Evaluationskonzepts nach Kirkpatrick
Jens Brandt & K. Wolfgang Kallus

Während in der Weiterbildungspraxis die Controller bei den Auftraggebern vermehrt die Forderung nach der Bestimmung des ROI von Investitionen in die Personalentwicklung stellen, wünschen sich Psychologen zunächst einmal die systematische Evaluation der Maßnahmen. Obwohl mit den Evaluationsebenen nach Kirkpatrick zumindest ein Rahmenmodell in der Wissenschaft und in der Praxis allgemein bekannt ist und in der Wissenschaft weitere Evaluationsansätze vorliegen, ist es dennoch nach wie vor nicht einfach, in der Praxis eine systematische Evaluation von Weiterbildungsmaßnahmen zu etablieren. Die vorliegende Arbeit fasst neben grundsätzlichen Überlegungen die Ergebnisse von drei Studien zusammen, die sowohl exemplarisch für verschiedene Evaluationsansätze als auch für Elemente in einem systematischen Evaluationsprozess stehen. Abschließend werden daraus Empfehlungen für die Evaluationspraxis abgeleitet.

Schlüsselwörter: Personalentwicklung, Evaluation, Transfersicherung, Kirkpatrick, Nutzenbewertung


Evaluation and Transfer of Training: New developments to Kirkpatrick’s Four Levels

While controllers are increasingly expecting the personnel department to assess the ROI of their training programs, psychologists would initially prefer a systematic evaluation of these measures. It also continues to be difficult in practice to establish a method of systematic evaluation for training measures, even though a framework is available in the academic and business worlds, based on Kirkpatrick’s four levels of evaluation, and further approaches exist in academia. This paper outlines the fundamental ideas and results of three studies on this topic, which showcase various evaluation approaches and also represent elements in a systematic approach. In conclusion, this paper derives recommendations for everyday evaluation practice.

Keywords: human resources development, evaluation research, transfer of training, Kirkpatrick, utility reactions


Prof. Dr. Jens Brandt
International School of Management
Mörfelder Landstraße 55
D-60598 Frankfurt am Main
jens.brandt@ism.de

Prof. Dr. K. Wolfgang Kallus
Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 2
A-8010 Graz
wolfgang.kallus@uni-graz.at

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Coaching macht (Hoch)Schule, wenn...: Erkenntnisse und Empfehlungen zur Qualitätssicherung im Coaching
Eva-Maria Graf & Monika Wastian

Coaching boomt als Personalentwicklungsmaßnahme und hat inzwischen auch die Hochschulen erreicht. Personalentwickler und Weiterbildungsreferenten stehen deshalb vor der Herausforderung, die Qualität von Coachings sicherzustellen und zu managen, damit sich die Investitionen dafür lohnen. Anhaltspunkte hierfür liefern die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt "Qualitätssicherung im Coaching" am Institut für Organisationspsychologie, München. Im vorliegenden Beitrag berichten wir ausgewählte Ergebnisse und leiten daraus Empfehlungen ab, wie Personalentwickler bzw. Weiterbildungsreferenten mit der Coach-Auswahl, der Coach-Pool-Gestaltung, der Zielklärung sowie der Evaluation der Zielerreichung wirkungsvoll zur Coaching-Qualität beitragen können. Im Ausblick gehen wir auf die Chance ein, die Coaching den Hochschulen zur Bewältigung aktuell besonders wichtiger Herausforderungen bietet: Organisationale Veränderungen und schnittstellenübergreifende Projektarbeit.

Schlüsselwörter: Qualitätssicherung im Coaching; Coaching an Hochschulen; Coach-Auswahl; Coach-Pool


Coaching works if...: Insights and recommendations how to guarantee the quality of coaching at universities

Coaching as human resource intervention is booming. Meanwhile, it has also made its entrance to the academic world. Human resource managers and further education specialists at universities are thereby facing the challenge to secure and establish the quality of coaching in order to make the necessary investment pay off. A study on quality management in coaching, carried out at the Institute of Organizational Psychology, Munich, offers relevant insights here. The current article summarizes relevant results from the study. Furthermore, it formulates recommendations for HR managers and further education specialists on how choosing the right coach, setting up a coach-pool, setting goals in coaching and evaluating their attainment can successfully raise the quality of coaching. The article ends with highlighting an opportunity that universities are offered by coaching to face highly relevant and up-to-date challenges such as organizational changes and project work across interfaces.

Keywords: quality management in coaching; coaching at universities; coach assessment; coach selection; coach pools


Dr. Eva-Maria Graf
Institut für Organisationspsychologie
D-80453 München
graf@inforp.com

Dipl.-Psych. Monika Wastian
Institut für Organisationspsychologie
D-80453 München
wastian@inforp.com

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Entwicklung von Qualitätskriterien für AnbieterInnen von Dienstleistungen im Bereich der Gesundheitsförderung
Paul Jiménez, Kerstin Eibel, Anita Dunkl & Angelika Ratswohl

Die Qualität von Dienstleistungen im Gesundheitsbereich ist nicht nur für Laien, sondern oft auch für ExpertInnen schwer einzuordnen. Ein Prüfsystem basierend auf Qualitätskriterien kann eine objektive und transparente Beurteilungsgrundlage für die Qualität von verschiedenen Angeboten und AnbieterInnen auf dem vielfaltigen Markt der Stress- und Burnoutprävention bieten. Aufbauend auf dem aktuellen Forschungsstand wurde in einem interdisziplinaren ExpertInnenteam ein Kriterienkatalog erarbeitet, der hochwertige gesundheitspräventive Angebote von weniger professionellen Angeboten differenzieren soll. Bei der Entwicklung wurde eine konzept- bzw. theoriebasierte Vorgehensweise gewählt, wobei die dabei erarbeiteten Indikatoren der Struktur-, Konzept-, Prozess- und Ergebnisqualität zugeordnet werden können. In einer ersten Analyse wurde der erarbeitete Qualitätskriterienkatalog geprüft. Das Ergebnis zeigt, dass die entwickelten Qualitätskriterien in der Lage sind, AnbieterInnen von gesundheitspräventiven Programmen zu vergleichen, zu differenzieren und zu bewerten.

Schlüsselwörter: Qualitätskriterien, Kriterienkatalog, Burnoutprävention, Stressprävention, Gesundheitsförderung, Qualitätsprüfung, theoriebasiertes Konzept


Development of quality criteria for providers in the field of health promotion

The quality of health-related services is difficult to classify - for both non-experts and experts. A system based on quality criteria can provide an objective and transparent basis to assess the quality of different services and providers on the diverse market of stress- and burnout-prevention. Considering the current status of research, a criteria catalogue was developed in an interdisciplinary team of experts in the field of health promotion. The developed criteria catalogue aims to differentiate high-quality and low-quality services in health promotion. During the construction of the quality criteria catalogue a concept- and theory-based approach was chosen. The indicators of the quality criteria can be related to quality of structure, concept, process, and result. The quality criteria catalogue was tested in a first analysis. The result shows that the quality criteria are able to compare, differentiate and evaluate the providers and services in the field of health promotion.

Keywords: quality criteria, criteria catalogue, burnout prevention, stress prevention, health promotion, quality testing, theory-based concept


Dr. Paul Jiménez
Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 2
A-8010 Graz
paul.jimenez@uni-graz.at

Mag.a Kerstin Eibel
Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 2
A-8010 Graz
kerstin.eibel@uni-graz.at

Mag.a Anita Dunkl
Karl-Franzens-Universität Graz
Universitätsplatz 2
A-8010 Graz
anita.dunkl@uni-graz.at

Mag.a Angelika Ratswohl
Verein Initiative Mensch
Carnerigasse 3
A-8010 Graz
ratswohl@wohlfuehlhaus-graz.at

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Qualitätssicherung als laufende Entwicklung am Beispiel der Betrieblichen Gesundheitsförderung des Österreichischen Netzwerks für BGF (ÖNBGF)
Christoph Heigl

Das Qualitätssicherungssystem des Österreichischen Netzwerks für Betriebliche Gesundheitsförderung (ÖNBGF) wird seit dem Jahr 2005 umgesetzt und hat sich dabei zu einem kontinuierlichen Management von Qualität in der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) in Österreich entwickelt. Insbesondere der Dynamik des Feldes und der mitunter enormen Steigerung der Anzahl an BGF-Betrieben ist der Umstand geschuldet, dass laufende Adaptierungen und Weiterentwicklungen des Systems notwendig sind. Mit der Umstellung auf ein quantifizierendes Ratingsystem wurde die Grundlage für ein stabiles, objektives und transparentes Verfahren geschaffen, um die Prüfung und Sicherung der Qualität von BGF-Projekten auch in Zukunft zu gewährleisten. Derzeit sieht man sich mit Einschränkungen hinsichtlich der Interraterreliabilität unter den verschiedenen Rater/innen konfrontiert. Adjustierungsworkshops mit den Expertinnen und Experten sollen die intersubjektive Reliabilität steigern.

Schlüsselwörter: Qualitätssicherungssystem, Österreichisches Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung, Qualitätsmanagement, Interraterreliabilität, Qualitätskriterien


Quality assurance as an ongoing development using the example of Workplace Health Promotion of the Austrian Network for WHP

The quality-assurance-system of the Austrian Network for Workplace Health Promotion (ÖNBGF) was implemented in 2005. Ever since then it has developed into a continuous management of quality in the Workplace Health Promotion (BGF) in Austria. In particular, the dynamics of the field and the increasing number of BGF-companies make current adaptions and developments of the system necessary. With the transition into a quantified rating system the basis for a stable, objective and transparent process was created in order to ensure the testing and quality assurance of BGF-projects in the future. Currently we see ourselves confronted with restrictions regarding the inter-rater reliability amongst different raters. Adjustment-workshops with these raters should increase the inter-subjective reliability.

Keywords: quality assurance system, Austrian Network for Workplace Health Promotion, quality management, inter-rater reliability, quality criteria


Christoph Heigl
Oberösterreichische Gebietskrankenkasse
Gruberstraße 77
A-4021 Linz
christoph.heigl@ooegkk.at

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A path to better health at work in Slovenia
Tanja Urdih Lazar & Metoda Dodič Fikfak

The first roots of the Slovenian occupational medicine reach far back in the 19th century, but more organised and professional measures for protecting employee health were enacted only after the Second World War. In line with the legislation adopted in 1955, factory outpatient departments were established within companies. The establishment of the Slovenian Institute of Occupational Medicine in 1971 as the main professional unit developing the doctrine of and knowledge about protecting employee health marked a major turn in occupational medicine development.The political and economic transition in 1991 brought about changes that negatively affected the Slovenian occupational health. Consequently, the 1999 Occupational Health and Safety Act in made it possible for specialists of occupational medicine to market their services, thus tying them to employers by contracts. As a consequence, occupational diseases have not been diagnosed ever since. The new Act passed in 2011 did not change this system, but it introduced a new obligation for employers - to plan and implement the health promotion programmes. As a result, many of the occupational health physicians see an opportunity to assume an important role in this field. This was also an additional incentive for the Clinical Institute of Occupational, Traffic, and Sports Medicine to a further development of the workplace health promotion field based on the "Fit for Work” programme that was introduced in 2004.

Keywords: occupational health, occupational medicine, workplace health promotion, health and safety legislation


Ein Weg zu einer besseren Gesundheit bei der Arbeit in Slowenien

Die Wurzeln der slowenischen Arbeitsmedizin reichen weit zurück in das 19. Jahrhundert, aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden besser organisierte und professionellere Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter entwickelt. Wie vom Gesetzgeber im Jahr 1955 verabschiedet, wurden Ambulanzen in den Firmen eingerichtet. Eine große Wende in der Entwicklung der Arbeitsmedizin brachte die Gründung des Slowenischen Instituts für Arbeitsmedizin im Jahr 1971 - es war die wichtigste berufliche Einrichtung, die die Lehre und das Wissen über den Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter weiterentwickelte. Die politische und wirtschaftliche Wende im Jahr 1991 führte zu Veränderungen, die sich negativ auf die Gesundheit der slowenischen Arbeiter auswirkten. Folglich machte es ein Gesetz (Occupational Health and Safety Act) im Jahr 1999 möglich, dass Spezialisten für Arbeitsmedizin ihre Dienstleistungen anbieten konnten und sich vertraglich an die Arbeitgeber binden konnten. Als Folge davon sind seither keine Berufskrankheiten mehr diagnostiziert worden. Das neue Gesetz aus dem Jahr 2011 hat nichts an diesem System geändert, jedoch wurden die Arbeitgeber nun verpflichtet, Pläne für eine Gesundheitsförderung zu entwickeln und zu implementieren. Als Folge sehen nun viele Arbeitsmediziner die Möglichkeit, eine wichtige Rolle in diesem Bereich zu übernehmen. Dies war auch ein zusätzlicher Anreiz für das Klinische Institut für Arbeits-, Verkehrs- und Sportmedizin, die betriebliche Gesundheitsförderung weiterzuentwickeln, basierend auf den "Fit for Work"-Programmen aus 2004.

Schlüsselwörter: Arbeitsschutz, Arbeitsmedizin, betriebliche Gesundheitsförderung, Gesetzgebung zu Gesundheit und Sicherheit


Tanja Urdih Lazar
University Medical Centre Ljubljana
Clinical Institute of Occupational, Traffic, and Sports Medicine
Poljanski nasip 58
SI-1000 Ljubljana
tanja.urdihlazar@kclj.si

Metoda Dodič Fikfak, MD, PhD
University Medical Centre Ljubljana
Clinical Institute of Occupational, Traffic, and Sports Medicine

oljanski nasip 58
SI-1000 Ljubljana
metoda.dodic-fikfak@guest.arnes.si

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Qualitätssicherung von Präventions- und Interventionskonzepten aus Sicht der Interventions-, Implementations- und Evaluationsforschung
Waldemar Mittag

Die Qualitätssicherung von Präventions- und Interventionskonzepten wird aus Sicht der Interventions-, Implementations- und Evaluationsforschung betrachtet. Der Begriff "Interventionsforschung" bezieht sich in seiner klassischen Bedeutung auf die Entwicklung von Interventionen auf der Basis technologischer Überlegungen und Theorien. Demgegenüber ist die "Implementationsforschung" auf die Umsetzung von Präventions- und Interventionskonzepten ausgerichtet. Im Mittelpunkt steht dabei u.a. die Erfassung und Sicherung der Implementationsqualität ("implementation fidelity") und Programmintegrität. "Evaluationsforschung" fokussiert im engeren Sinne schließlich auf die Programmwirksamkeit, geht aber in einem umfassenden Verständnis darüber hinaus, als zugleich auch Fragen nach der Bewertung des Interventionskonzepts (Interventionsforschung) und der Umsetzung der Intervention (Implementationsforschung) einbezogen werden. Im Beitrag werden Standards und Kriterien zur Qualitätssicherung aus Sicht dieser drei Forschungsperspektiven dargestellt. Zudem werden damit zusammenhängende Problembereiche und Kontroversen skizziert. Abschließend wird ein Rahmenkonzept zur umfassenden Evaluation von Präventions- und Interventionsprogrammen vorgeschlagen, das die dargestellten Standards und Kriterien integriert und der Qualitätssicherung dienlich ist.

Schlüsselwörter: Qualitätssicherung, Qualitätsstandards, Prävention, Interventionsforschung, Implementationsforschung, Evaluationsforschung


Quality assurance of prevention and intervention concepts from the view of intervention research, implementation research, and evaluation research

The quality assurance of prevention and intervention concepts is analyzed from the view of intervention research, implementation research, and evaluation research. In his classical meaning, "intervention research” refers to the development of interventions on the basis of technological considerations and theories. On the other hand, "implementation research” focuses on the practical conversion of prevention and intervention concepts, especially on the assessment and promotion of implementation fidelity and program integrity. Finally, "evaluation research” refers in a more narrow sense to the investigation of program effectiveness. In a more comprehensive sense, however, it also includes the evaluation of the intervention concept (intervention research) and the quality of their implementation (implementation research). Out of these three research perspectives, standards and criteria are derived for the quality assurance of prevention and intervention concepts. In addition, problem areas and controversies are discussed. Finally, a conceptual framework of comprehensive program evaluation is suggested that integrates the mentioned standards and criteria and can be used as a helpful tool for quality assurance.

Keywords: quality assurance, quality standards, prevention, intervention research, implementation research, evaluation research


Prof. Dr. Waldemar Mittag
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Institut für Psychologie und Soziologie
Reuteallee 46
D-71634 Ludwigsburg
mittag@ph-ludwigsburg.de

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Facilitating high quality idea evaluation using telescoping
Min Basadur, Tim Basadur & Frederik Beuk

Research studies of group creativity and innovation commonly utilize the traditional two-step diverging (ideation)-converging (evaluation) thinking process (Baer, 2003), and has focused mostly on the divergence step using the tool of brainstorming to generate ideas to solve problems. Relatively little attention has been given to the convergence step, in particular to improving group performance in the evaluation step and understanding its role in yielding high quality creative solutions. In this study, we propose that while the evaluation step is fundamental for making judgments and for the selection of ideas and options, when performed skillfully it can contribute much more to the creative process. These contributions include significantly improving the quality of the ideas being evaluated while they are being evaluated, creating emergent new and different ideas, and building informed consensus. A hands-on, effective, research-based cognitive evaluation tool called "telescoping” which offers the capability of evolving optimal decisions without sacrificing high levels of consensus is introduced. The decision making literature abounds with well known obstacles which prevent groups from achieving this combination. How skillful execution of telescoping addresses these obstacles is shared. Field research is reported that supports the superiority of telescoping versus majority vote in real world idea evaluation.

Keywords: creativity, creative problem solving, brainstorming, idea evaluation, decision making, consensus decisions, group problem solving.

Acknowledgement: The authors wish to acknowledge the important contribution to our field data analysis by Larry Crase, Basadur Applied Creativity.


Telescoping zur Verbesserung der Ideenbewertung in Innovationsprozessen

Forschung zur Kreativität von Gruppen in Innovationsprozessen stützt sich gewöhnlich auf das Konzept der zwei Phasen des divergenten und konvergenten Denkens (Baer, 2003). Meist wird die Phase der Divergenz betrachtet, die das Brainstorming zur Ideenentwicklung im Problemlöseprozess nutzt. Die Phase der Konvergenz erfährt vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit, insbesondere wenn es darum geht, die Leistung von Gruppen in der Ideenevaluation zu verbessern und deren Beitrag zu kreativen Lösungen von hoher Qualität zu verstehen. Da dem Schritt der Evaluation zentrale Bedeutung in der Beurteilung von Optionen und der Selektion von Ideen zukommt, argumentiert dieser Aufsatz, dass die Kreativität in diesen Prozessen deutlich verbessert werden kann, wenn dieser Schritt methodisch unterstützt und kompetent ausgeführt wird. Diese Verbesserung umfasst eine signifikante Steigerung der Qualität von Ideen durch deren Selektionierung, das Entstehen verschiedener neuer Ideen und einen informierten Konsens in der Gruppe. Hierzu wird ein wissenschaftlich erprobtes, wirksames Instrument namens "telescoping" eingeführt, das die Entscheidungsprozesse optimiert, ohne dabei den Konsens in der Gruppe zu gefährden. Die Literatur zur Entscheidungsfindung dokumentiert hinreichend, was Gruppen daran hindert, beides gleichzeitig zu erreichen. Es wird ausgeführt, wie "telescoping" zur Überwindung dieser Hindernisse beiträgt. Es werden empirische Feldstudien berichtet, die die Überlegenheit von "telescoping" gegenüber Mehrheitsentscheidungen belegen.

Schlüsselwörter: Kreativität, kreatives Problemlösen, Brainstorming, Ideenbewertung, Entscheidungsfindung, Konsensentscheidungen, Problemlösen in Gruppen


Min Basadur, Ph.D.
Professor of Organizational Behavior and Innovation
McMaster University DeGroote School of Business
1280 Main Street West
Hamilton, Ontario L8S 4M4, Canada
min@basadur.com

Tim Basadur
Concordia University Chicago
College of Business
7400 Augusta Street
River Forest, Illinois 60305, USA
timothy.basadur@cuchicago.edu

Frederik Beuk, Ph.D.
Assistant Professor of Marketing
Fisher Institute for Professional Selling
University of Akron
College of Business Administration, Room 305
Akron, Ohio 44325-4804, USA
beuk@akron.edu

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Kognitive Leistungsfähigkeit bei Langzeitarbeitslosen und Erwerbstätigen: Implikationen für eine berufliche Reintegration
Swetlana Wildfang & Anja Leue

Allgemeine kognitive Fähigkeiten stellen einen wesentlichen Prädiktor für Berufserfolg dar. Da über kognitive Fähigkeiten bei Langzeitarbeitslosigkeit wenig bekannt ist, war es ein wesentliches Ziel, das schlussfolgernde Denken und die Genauigkeit beim konzentrierten Arbeiten bei Personen mit Langzeitarbeitslosigkeit (n = 52) und bei Erwerbstätigen (n = 52) zu untersuchen. Erwerbstätige zeigten im schlussfolgernden Denken und in der Konzentrationsleistung höhere Ausprägungen als Personen mit Langzeitarbeitslosigkeit. Verbale Fähigkeiten verglichen mit numerischen und figuralen Fähigkeiten waren bei langzeitarbeitslosen Personen signifikant niedriger ausgeprägt. Die Befunde werden im Hinblick auf die Förderbarkeit kognitiver Fähigkeiten bei Langzeitarbeitslosigkeit und auf zukünftige Forschungsfragen diskutiert.

Schlüsselwörter: schlussfolgerndes Denken, Konzentration, Arbeitslosigkeit, Erwerbstätigkeit, Intelligenz-Struktur-Test 2000 R


Cognitive performance in long-term unemployed people versus employed people: Implications for reintegration into work

General cognitive abilities represent an important predictor of job performance. Since less is known about cognitive abilities in long-term unemployed people, we aimed at examining cognitive abilities in terms of reasoning and the ability to concentrate in long-term unemployed (n = 52) vs. employed people (n = 52). Employed participants showed higher scores for reasoning and concentration ability than the long-term unemployed. The unemployed showed lower scores of verbal ability compared to numerical and figural abilities. The results are discussed with regard to opportunities of stabilizing cognitive abilities in long-term unemployed and with regard to future research.

Keywords: reasoning, concentration power, unemployment, employment, Intelligence-Structure-Test 2000 R


Dr. Swetlana Wildfang
Universität Hamburg
Institut für Psychologie
Von-Melle-Park 5
D-20146 Hamburg
swetlana.wildfang@uni-hamburg.de

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Einflussfaktoren auf den Erfolg von und Methoden der Erfolgsmessung beruflicher Weiterbildung
Vera Hagemann & Annette Kluge

Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, wie sich personenbezogene Merkmale und die subjektive Bewertung eines Weiterbildungskonzepts durch die Trainees auf die Ergebnisse (z.B. Einstellungen, Wissen, Verhalten) auswirken. Grundlage des Forschungsmodells sind die in der Trainingswissenschaft etablierten Trainingserfolgsmodelle. Anhand einer Stichprobe von 91 Berufsfeuerwehrpersonen, welche eine Weiterbildungsmaßnahme über einen Zeitraum von 6 Monaten erhielten, konnte gezeigt werden, dass Gewissenhaftigkeit und Offenheit für Erfahrungen der Trainees, aber vor allem auch die subjektive Bewertung des Weiterbildungskonzeptes bezüglich Spaß, Nützlichkeit und Lernerfolg deutliche Effekte auf die Ergebnisse aufwiesen. Diese Erkenntnisse werden in bisherige theoretische Modelle eingeordnet und im Zusammenhang mit bisherigen Studien diskutiert.

Schlüsselwörter: berufliche Weiterbildung, Weiterbildungserfolg und -evaluation, Transfer


Impact factors on training success and evaluation methods for vocational training

This study examines the influence of person related variables and the trainees’ subjective evaluation of a training concept on training outcomes (e.g. attitudes, knowledge, behavior). The applied research model is based on the well-established training effectiveness models within training science. Within this study 91 firefighters received vocational training over 6 months. The results showed that conscientiousness and openness for experience as well as the subjective evaluation of the training concept regarding enjoyment, usefulness and learning success influence training outcomes positively. The results will be integrated within already existing theoretical models and discussed in relation to previous studies.

Keywords: advanced vocational training, training effectiveness and evaluation, transfer


Dr. Vera Hagemann
Universität Duisburg-Essen
Fakultät für Ingenieurwissenschaften
Fachgebiet für Wirtschafts- und Organisationspsychologie (LE206)
Lotharstraße 65
D-47057 Duisburg
vera.hagemann@uni-due.de

Prof. Dr. Annette Kluge
Universität Duisburg-Essen
Fakultät für Ingenieurwissenschaften
Fachgebiet für Wirtschafts- und Organisationspsychologie (LE206)
Lotharstraße 65
D-47057 Duisburg
annette.kluge@uni-due.de

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