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Wirtschaftspsychologie

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2011-2

Editorial

Die Finanzkrise - eine wirtschaftspsychologische Analyse
Lorenz Fischer, Oliver Fischer
Zusammenfassung | Abstract

Zufrieden ist nicht gleich zufrieden: Die Messung von Arbeitszufriedenheit im interkulturellen Kontext
Christian Bosau
Zusammenfassung | Abstract

A Parochialistic Public and Cosmopolitan Economics? Different Views on Immigration and Job Relocation
Robert Jacob, Fabian Christandl, Detlef Fetchenhauer
Zusammenfassung | Abstract

Der "Konzeptionelle Arbeitsraum": Eine Methode zur Analyse, Beschreibung und Bewertung von Veränderungs- und Gestaltungsprozessen
Werner Duell, Evelyne Fischer, Sarina Keiser
Zusammenfassung | Abstract

Vertrauen im Fusionsprozess - Einflussfaktoren und Auswirkungen
Stella Steinmeier, Ingela Jöns
Zusammenfassung | Abstract

Der Einfluss von familienbewussten Maßnahmen sowie der familienbewussten Unternehmenskultur auf das Vereinbarkeitserleben und das organisationale Commitment
Susanna M. Krisor, Jens Rowold, Lars Borgmann, Claudia Krüger
Zusammenfassung | Abstract

Akzeptanz von Assessment Center-Übungen bei AC-Teilnehmern
Uwe Peter Kanning
Zusammenfassung | Abstract

Self-Leadership-Training - Wirksamkeitsprüfung mit qualitativ-quantitativer Methodenkombination
Marco R. Furtner, Pierre Sachse
Zusammenfassung | Abstract

 


Die Finanzkrise - eine wirtschaftspsychologische Analyse
Lorenz Fischer, Oliver Fischer

Diese Erörterung der Finanzkrise geht zunächst von einer Skizze der ökonomischen Analyse des Geschehens aus. Im Weiteren ordnet die psychologische Perspektive zentrale Charakteristika des Geschehens in ein Ordnungssystem der Finanzpsychologie ein. Gegenstand der Betrachtung ist dabei einerseits die Verständlichkeit und Eindeutigkeit der an den Finanzmärkten gehandelten Produkte und zum anderen die Koordination der Marktteilnehmer. Dabei wird gezeigt, dass die Annahme vollständiger Effizienz des Finanzmarktes nicht zutrifft, weil die Unverständlichkeit von Produkten zu einer Informationsasymmetrie führt. Es findet eine Vielzahl einzelner, fragmentierter Transaktionen statt, bei denen Anbieter von Kreditderivaten speziell maßgeschneiderte Produkte verkaufen. Dass die Struktur dieser Papiere oft bewusst  auf das mangelnde Verständnis der Käufer hin konzipiert war und somit der Nachteil für die Käufer antizipiert werden konnte, hat zwischenzeitlich eine Reihe von Gerichtsurteilen gezeigt. Relativ geschlossene Teams in den Investmentbanken entwickelten solche Papiere, deren Risiko-Struktur kaum jemand außerhalb dieser Gruppen nachvollziehen konnte. Die dabei auftretenden gruppendynamischen Prozesse zeigen Parallelen zu der Theorie des Gruppendenkens auf, mit der Janis eine Reihe katastrophaler Teamentscheidungen zu erklären versucht hat. Ob die derzeit in der Diskussion befindlichen Regulierungsmaßnahmen dazu geeignet sind, zu verhindern, dass sich in Zukunft eine ähnliche Krise wiederholen könnte, erscheint auf dem Hintergrund dieser Erkenntnisse fraglich.

Schlüsselwörter: Finanzkrise, Finanzmarkt, Markteffizienz, Gruppendenken, Betrug


The Financial Crisis - Insights from Economic Psychology

After a brief review of the main economic dimensions of the financial crisis, this analysis introduces and applies a framework of economic and financial psychology. This discussion focuses on two main dimensions: The transparency of available financial products (i.e. whether they can be easily understood by potential buyers), and the reciprocal coordination  of market participants. The analysis reveals that the assumption of an efficient market for financial products was not justified, because the high degree of complexity of financial products resulted in substantial information asymmetries. Instead, the transactions that took place were fragmented, and mainly involved the sale of customer tailored products (mainly credit derivatives) to specific buyers. Recent court decisions have confirmed the view that these products were deliberately designed to take advantage of the lack of understanding on the part of the buyers, and that their economic loss could have been anticipated. Relatively closed teams at investment banks developed products that were difficult to understand by non-members, or outsiders. The group dynamic processes are similar to those described by the theory of group-think, by which Janis tried to explain a range of disastrous  team decisions. There is some doubt as to whether the financial regulation measures that are currently being discussed will be sufficient to prevent a similar crisis in the future.

Key words: financial crisis, financial markets, market efficiency, group think, fraud


Prof. Dr. Lorenz Fischer
Institut für Wirtschafts- und Sozialpsychologie
Universität zu Köln
Herbert-Lewin-Str. 2
50931 Köln
lorenz.fischer@uni-koeln.de

Oliver Fischer, PhD
Saïd Business School
University of Oxford
Park End Street
Oxford
OX1 1HP
UK

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Zufrieden ist nicht gleich zufrieden: Die Messung von Arbeitszufriedenheit im interkulturellen Kontext
Christian Bosau

Die Erfassung von Arbeitszufriedenheit nimmt im Unternehmenskontext im Rahmen des Personalmanagements eine große Bedeutung ein. Jedoch werden die Ergebnisse bei internationalen Mitarbeiterbefragungen oftmals in unkritischer Weise länderübergreifend verglichen. Anhand von Sekundäranalysen länderübergreifender Datensätze lässt sich zeigen, dass dies jedoch nicht so ohne Weiteres möglich ist. Arbeitszufriedenheitsurteile bilden nur zum Teil die real vorhandene Arbeitssituation der Befragten ab und sind stattdessen in jeder Kultur überformt durch das jeweilige Kommunikationsverhalten der Befragten in diesen Ländern. Vor allem in kollektivistischen Kulturen zeigen sich demnach eher gemäßigtere Urteile, die jedoch durch die dort vorhandene höhere allgemeine Zustimmungstendenz in Befragungen mediiert und somit erklärt werden können.  Einem direkten Vergleich interkulturell erfasster Arbeitszufriedenheitsurteile sind somit Grenzen gesetzt.

Schlüsselwörter: Arbeitszufriedenheit, Antworttendenz, interkulturelle Messung, Kultur


Satisfaction does not Necessarily Mean Satisfaction: The Measurement of Job Satisfaction in an Intercultural Environment

The measurement of job satisfaction has a high importance in organizations for the human resource management. However, the results of international employee satisfaction surveys are often uncritically compared across nations. Using secondary data analyses of cross-national datasets the results can show that this might not be possible without further considerations. Job satisfaction measures do only partially reflect the real job situation of employees, since they are rather influenced by the general communicational behavior of respondents in each culture. Especially in collectivistic cultures the reported job satisfaction is more moderate which can be explained and mediated by the higher acquiescent response style in those cultures. Therefore, a direct comparison of interculturally measured job satisfaction results is limited and only applicable within certain boundaries.

Key words: job satisfaction, response styles, intercultural measurement, culture


Dr. Christian Bosau
Evaluationszentrum der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät
Universität zu Köln
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln
christian.bosau@uni-koeln.de

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A Parochialistic Public and Cosmopolitan Economists? Different Views on Immigration and Job Relocation
Robert Jacob, Fabian Christandl, and Detlef Fetchenhauer

Evidence suggests that people show parochialistic attitudes: they prefer policies that benefit their home country and their fellow citizens while disregarding effects on outsiders. Based on telephone surveys with randomly chosen participants we analyzed whether economists shared these views. Our results confirmed the existing evidence on parochialistic attitudes in the general public, but revealed a more nuanced perspective of the economists. Around half of economic laypeople approved a policy proposal that would reduce the number of foreigners living in Germany and judged this fair as well as economically efficient. In contrast, less than 5% of the economists supported the proposal or judged it fair or efficient. Among laypeople, 70% opposed a job loss in Germany if, in turn, ten new jobs would be created abroad, but only 8% if the news jobs were created elsewhere in Germany. Economists expressed more moderate views. They generally showed a more immigration-friendly and cosmopolitan mindset — because they hold more positive attitudes toward immigrants in general or because they believe in the positive economic effects of liberal immigration policies.

Key words:  lay economics, parochialism, nationalism, immigration policy, policy judgments


Eine parochialistische Bevölkerung und kosmopolitische Ökonomen?
Unterschiedliche Perspektiven auf Immigration und Arbeitsplatzverlagerung

Menschen verhalten sich parochialistisch: Sie bevorzugen Maßnahmen, die ihrem Heimatland und ihren Mitbürgern nutzen, aber ignorieren die Auswirkungen auf das Ausland. Basierend auf Telefonbefragungen in Deutschland mit zufällig ausgewählten Teilnehmern wurde untersucht, inwieweit Ökonomen dieser Denkweise folgen. Die Ergebnisse bestätigen die Bedeutung parochialistischer Einstellungen in der Bevölkerung, ergaben für die Ökonomen jedoch ein differenzierteres Bild. Etwa die Hälfte der ökonomischen Laien befürwortet den Vorschlag, die Zahl an Ausländern in Deutschland so weit wie möglich zu reduzieren und fand dies sowohl fair als auch ökonomisch effizient. Jedoch unterstützten weniger als 5% der Ökonomen diesen Vorschlag oder fanden ihn fair oder effizient. 70% der ökonomischen Laien sprachen sich gegen den Abbau eines Arbeitsplatzes in Deutschland aus, wenn im Gegenzug zehn neue Arbeitsplätze im Ausland entstünden, aber nur 8% waren dagegen, wenn die neuen Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen würden. Ökonomen äußerten sich deutlich moderater. Sie offenbarten generell eine ausländerfreundlichere und kosmopolitischere Sicht. Entweder haben sie generell positivere Einstellungen gegenüber Immigranten oder sie sind von den positiven ökonomischen Effekten einer liberalen Ausländerpolitik überzeugt.

Schlüsselwörter:  ökonomisches Laiendenken, Parochialismus, Nationalismus, Ausländerpolitik


Robert Jacob

Dr. Fabian Christandl
fabian.christandl@uni-koeln.de

Prof. Dr. Detlef Fetchenhauer

Department of Economic and Social Psychology
University of Cologne
Albertus-Magnus-Platz
50523 Köln

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Der "Konzeptionelle Arbeitsraum": Eine Methode zur Analyse, Beschreibung und Bewertung von Veränderungs- und Gestaltungsprozessen
Werner Duell, Evelyne Fischer, Sarina Keiser

Mit dem "Konzeptionellen Arbeitsraum" wird eine Methode vorgestellt, mit der Veränderungs- und Gestaltungsprozesse (Change-Management-Prozesse) in einem Gesamtrahmen beschrieben, analysiert und bewertet werden können. Der Gesamtrahmen umfasst drei Dimensionen: (1) Wahrnehmungsperspektive aller am Prozess Beteiligten (Personen, Gruppen, Einrichtungen), (2) deren handlungsleitende Parameter und (3) eine Zeitachse. Die Methode ist empirisch entwickelt worden und fußt auf den theoretischen Arbeiten von Lewin, Bateson, Dilts und der systemischen Schule. Es werden die drei Dimensionen sowie der Change-Prozess theoretisch beschrieben und begründet. An zwei Beispielen wird ihr Einsatz beschrieben. Im ersten Beispiel, einem abgeschlossenen Projekt, ging es darum, in Bildungseinrichtungen neue Formen der Personal- und Organisationsentwicklung mit dem Fokus auf Kompetenzentwicklung partizipativ zu erarbeiten und einzuführen. Das zweite Beispiel handelt von einem aktuell laufenden Forschungsprojekt, in dem es mittels des Modellrahmens des "Konzeptionellen Arbeitsraumes" darum geht, Erfahrungen und Ergebnisse von öffentlich geförderten Vorhaben und Projekten auszuwerten mit dem Ziel der Politikberatung zur Dienstleistungsentwicklung. Die weiteren Möglichkeiten des Einsatzes der Methode werden abschließend diskutiert.

Schlüsselwörter: Change-Management, Veränderungs- und Gestaltungsprozesse, Personal- und Organisationsentwicklung, systemisch, Kompetenzentwicklung, partizipative Arbeitsgestaltung, Perspektivenwechsel, Aktivitätsebenen von Organisationen, Wahrnehmungs- und Handlungsebenen (von Personen und Organisationen), Dienstleistungsentwicklung


The "Conceptual Working Space": A Method for the Analysis, Description and Assessment of Change and Design Processes

The "Conceptual Working Space" is being presented as a method for the analysis, description and assessment of change (management) and design processes within an overall framework. This overall framework comprises three dimensions: (1) the perceptional perspectives of all those involved in the process (humans, groups, institutions), (2) the action-guiding parameters of all these, and (3) the time perspective. The method has been developed in an empirical manner, and it is based on the theoretical work of Lewin, Bateson, Dilts and the Systemic Approach. The three dimensions as well as the change process are specified and justified on theoretical grounds. Two case examples illustrate the practical application of the method. The first case (a project that has been concluded in the meantime) centers around the introduction and implementation of new forms of personnel and organization development within educational institutions - focusing on competency development in a participatory manner. The second example (an ongoing research project) deals with experiences and results from publicly subsidized initiatives and projects - all of which aim at policy consulting for the development of services by using the "Conceptual Working Space Framework". Finally, further options for the application of the method are being discussed.

Key words: change management, change and design processes, personnel and organization development, systemics, competency development, participatory work design, change of perspective, action levels of organizations, perception and activity levels (of humans and organizations), development of services


Dipl.-Psych. Werner Duell
AOC Berlin
Gierkezeile 36
10585 Berlin
werner.duell@aoc-consulting.com

Dr. Evelyne Fischer
Pro Competence
Aurikelweg 16
12683 Berlin
evi.fischer@t-online.de

Dr. Sarina Keiser
BTC
Neuer Berg 13
70327 Stuttgart  
mail@sarina-keiser.de

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Vertrauen im Fusionsprozess - Einflussfaktoren und Auswirkungen
Stella Steinmeier, Ingela Jöns

Es ist bekannt, dass Fusionen einen negativen Einfluss auf das organisationale Vertrauen der Mitarbeiter haben können. Aber woran liegt das? In der vorliegenden Studie werden Vertrauensunterschiede zwischen alter und neuer Organisation aus der Sicht der Mitarbeiter untersucht. Aus bisherigen Forschungsergebnissen zu Einflussfaktoren und Auswirkungen von Vertrauensveränderungen wird ein Beziehungsmodell abgeleitet, welches auf Fusionen angewendet werden kann. Dabei werden unterschiedliche Betroffenheit und Beteiligung als mögliche Einflussfaktoren dieses Zusammenhangs betrachtet. Die empirische Überprüfung erfolgt anhand der Daten aus einer Mitarbeiterbefragung bei einer fusionierten Organisation. Nach den Befunden eignet sich das Modell, um den Zusammenhang von Einflussfaktoren und Auswirkungen von Vertrauensveränderungen im Kontext von Fusionen zu erklären.

Schlüsselwörter: Veränderungen bei Fusionen, Organisationales Vertrauen, Fairness, Organisationale Unterstützung, Organisationales Commitment


Trust in Merger Processes - Antecedents and Consequences

It is well-known that mergers can negatively influence the trust that employees have in their company. But why is this so? The present study examines differences in trust between the old and the new organization from an employee’s perspective. A relationship model of antecedents and consequences of organizational trust is derived from former trust research. Concernment and participation are investigated as possible dr

vers of this relationship. The postulated model is tested through an employee survey within a merged organization and has been proved as suitable to explain the relationship between antecedents and consequences of changes in trust.

Key words: changes following mergers, organizational trust, fairness, organizational support, organizational commitment


Stella Steinmeier

Prof. Dr. Ingela Jöns
ingela.joens@psychologie.uni-mannheim.de

Lehrstuhl für Wirtschafts- und Organisationspsychologie
Universität Mannheim
Schloss, Ehrenhof Ost
68131 Mannheim

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Der Einfluss von familienbewussten Maßnahmen sowie der familienbewussten Unternehmenskultur auf das Vereinbarkeitserleben und das organisationale Commitment
Susanna M. Krisor, Jens Rowold, Lars Borgmann, Claudia Krüger

In dieser Studie wurde der Einfluss von familienbewussten Maßnahmen und von einer familienunterstützenden Organisationskultur auf das individuelle Vereinbarkeitserleben der Mitarbeiter sowie auf deren Bindung an das Unternehmen analysiert. In einem Unternehmen wurden insgesamt 1196 Mitarbeiter mit Kindern und/oder pflegebedürftigen Angehörigen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass die wahrgenommene familienunterstützende Organisationskultur stärker mit dem individuellen Vereinbarkeitserleben der Mitarbeiter zusammenhängt als konkrete familienbewusste Maßnahmen. Familienbewusste Arbeitszeiten verbessern in erster Linie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Darüber hinaus fördert vor allem das familienbewusste Management die emotionale Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen. Die Zusammenhänge zeigten sich gleichermaßen bei Mitarbeitern mit Kindern sowie bei Mitarbeitern mit pflegebedürftigen Angehörigen.

Schlüsselwörter: Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Familienbewusste Unternehmenskultur, Familienbewusste Maßnahmen, Commitment


The Influence of Family-friendly Policies and Family-friendly Culture on Employees’ Work-family Conflict and Organizational Commitment

The present study examined the influence of family-friendly policies and family-friendly culture on employees’ work-family conflict and organizational commitment. A total number of 1196 individuals from a German company with children and/or elder care responsibilities participated in the survey. Results showed that family-friendly culture has a bigger impact on work-family-conflict and organizational commitment than family-friendly policies. More specifically, results indicate that family-friendly working-times are crucial to reduce work-family conflict, and family-friendly management is most important for employees’ affective organizational commitment. Effects could be validated for individuals with children as well as for those with dependent care responsibilities.

Key words: integration, work, family, family-friendly culture, family-friendly policy, organizational commitment


Dipl.-Psych. Susanna M. Krisor
susanna.krisor@tu-dortmund.de

Prof. Dr. Jens Rowold
jens.rowold@tu-dortmund.de

Dipl.-Psych. Lars Borgmann
lars.borgmann@tu-dortmund.de

Dipl.-Psych. Claudia Krüger
claudia.krueger@tu-dortmund.de

Zentrum für Weiterbildung
Lehrstuhl für Personalentwicklung & Veränderungsmanagement
Technische Universität Dortmund
Hohe Str. 141
44139 Dortmund

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Akzeptanz von Assessment Center-Übungen bei AC-Teilnehmern
Uwe Peter Kanning

Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich die personaldiagnostische Forschung u. a. mit der Frage, wie Bewerberinnen und Bewerber diagnostische Verfahren der Personalauswahl bewerten. Nachfolgend wird von Ergebnissen berichtet, die sich mit der Akzeptanz von 10 Übungen bzw. Verfahren beschäftigen, die im Assessment Center zum Einsatz kommen. Die Untersuchung basiert auf sieben Assessment Centern (N = 237). Im Ergebnis zeigt sich, dass AC-Teilnehmer eine Übung umso mehr akzeptieren, je mehr sie das Verhalten des einzelnen Teilnehmers in den Vordergrund stellt und dabei Aufgaben des Berufsalltags simuliert. In Übereinstimmung mit dem Selbstwertansatz fällt die Bewertung einer Übung dabei umso positiver aus, je besser die AC-Teilnehmer nach eigener Einschätzung darin abschneiden.

Schlüsselwörter: Soziale Validität, Assessment Center, Selbstwert


Participants’ Acceptance of Different Assessment Center Tasks

For more than 20 years manifold personnel selection procedures are evaluated in the field of psychological diagnosis. Some of these evaluations deal with applicants´ degree of acceptance regarding the different procedures. Results are presented for applicants´ acceptance of ten exercises examined in seven assessment centres (N = 237). The data show that degree of acceptance is higher if the procedure simulates daily job experiences and focuses on individual behavior. In agreement with self-esteem theory, evaluation of exercises is the more positive the more applicants are convinced of successful task-completion.

Key words: social validity, assessment center, self-esteem


Prof. Dr. Uwe P. Kanning
Hochschule Osnabrück
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Caprivistr. 30 A
49076 Osnabrück
U.Kanning@hs-osnabrueck.de

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Self-Leadership-Training - Wirksamkeitsprüfung mit qualitativ-quantitativer Methodenkombination
Marco R. Furtner, Pierre Sachse

Self-Leadership bezieht sich auf selbstbeeinflussende Strategien zur Steigerung der persönlichen Effektivität, welche erlernbar sind (vgl. Müller, 2004). Im Rahmen von Trainingsinterventionen wurden Self-Leadership-Kompetenzen bislang kaum empirisch überprüft (Müller & Wiese, 2010; Neck & Manz, 1996; Stewart, Carson & Cardy, 1996). Unter Einbeziehung einer Kontrollgruppe nahmen an der vorliegenden Self-Leadership-Trainingsintervention 58 Versuchspersonen teil. Die Resultate bestätigen auf quantitativer Ebene einen signifikanten Trainingseffekt bezüglich Self-Leadership (global), Selbsterinnerung, Natürlicher Belohnungsstrategien und Konstruktiver Gedankenmusterstrategien. Auf qualitativer Analyseebene konnte zudem gezeigt werden, dass diese Self-Leadership-Strategien für wichtig gehalten und von den TrainingsteilnehmerInnen häufig bei der Zielverfolgung angewandt werden. Die Ergebnisse werden hinsichtlich ihrer theoretischen und praktischen Bedeutsamkeit diskutiert.

Schlüsselwörter: Self-Leadership, Training, Qualitativ-quantitative Analyse


Self-leadership Training

The concept of self-leadership deals with self-influencing strategies for the enhancement of personal effectiveness which can be acquired (Müller, 2004). However, self-leadership competencies have thus far not been empirically studied in training intervention programs (Müller & Wiese, 2010; Neck & Manz, 1996; Stewart, Carson, & Cardy, 1996). We conducted an intervention study with a control and training group (N = 58) and found a significant training effect concerning global self-leadership competencies as well as specific aspects (self-cueing, natural reward strategies, constructive thought patterns). These dimensions were also perceived as most important and were most frequently used by the participants. Findings are discussed regarding their theoretical and practical implications.

Key words: self-leadership, training, qualitative study, quantitative study


Ass-Prof. Dr. Marco R. Furtner
Institut für Psychologie
Universität Innsbruck
Innrain 52
6020 Innsbruck
Österreich
Marco.Furtner@uibk.ac.at

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