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Wirtschaftspsychologie

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2010-3

Editorial: Wissensarbeit in der IT-Dienstleistung - Neue Herausforderung für die gesundheitsbezogene Arbeitsforschung
Guido Becke
Zusammenfassung | Abstract

Darf man als IT-Spezialist psychisch krank werden?
Diskursive Rahmenbedingungen für einen präventiven Gesundheitsschutz in Unternehmen der IT-Branche
Ursula Kreft, Elisabeth Meyer, Hans Uske
Zusammenfassung | Abstract

"Handle, bevor dein Körper für dich handelt ..."
Eine neue Belastungskonstellation in der IT-Industrie und die Notwendigkeit nachhaltiger Gesundheitsförderung
Andreas Boes, Tobias Kämpf, Katrin Roller, Katrin Trinks
Zusammenfassung | Abstract

Optionsstress in der Wissensarbeit
Holger Pfaff, Brigitte Stieler-Lorenz, Julia Jung, Anika Nitzsche, Carolina Lautenbach
Zusammenfassung | Abstract

Innovationsarbeit alternsgerecht gestalten
Anja Gerlmaier
Zusammenfassung | Abstract

Ressourcen für die psychische Gesundheit - Burnout-Prävention in der Wissensökonomie
Dagmar Siebecke, Rüdiger Klatt, Kurt-Georg Ciesinger
Zusammenfassung | Abstract

Nachhaltige Arbeitsqualität - Ein Gestaltungskonzept für die betriebliche Gesundheitsförderung in der Wissensökonomie
Guido Becke, Peter Bleses, Sandra Schmidt
Zusammenfassung | Abstract

Präventionspotenzial von Managementinstrumenten - Anwendungsmöglichkeiten in KMU der Wissensökonomie
Janina Evers, Joachim Hafkesbrink, Michael Krause
Zusammenfassung | Abstract

Implikationen für die Strategieumsetzung im betrieblichen Leistungs- und Gesundheitsmanagement in der Wissensarbeit - Eine empirische Überprüfung des Strategy-Map-Konzepts
Burkhard Schmidt, Nils Gamm, Jens Bucksch, Anja Borowczak, Anja Höcke, Johannes Isensee, Julia Thurn, Péter Horváth, Michael Kastner
Zusammenfassung | Abstract


Separata

Evaluation von Change Management-Maßnahmen bei der Einführung unternehmensweiter Standardsoftware auf Basis des "Technology Acceptance Models"
Oliver Kohnke, Karsten Müller
Zusammenfassung | Abstract

 


Editorial: Wissensarbeit in der IT-Dienstleistung - Neue Herausforderung für die gesundheitsbezogene Arbeitsforschung
Guido Becke

In diesem einleitenden Beitrag wird am Beispiel der IT-Dienstleistung verdeutlicht, dass Wissensarbeit die gesundheitsbezogene Arbeitsforschung vor neue Aufgaben stellt. Diese bestehen darin, etablierte Konzeptionen und Ansätze gesundheitsförderlicher Arbeitsgestaltung, die auf einer anti-tayloristischen Gestaltungstradition beruhen, zu überprüfen und kontextspezifisch weiterzuentwickeln.  Zugleich wird in die Beiträge des Schwerpunkthefts eingeführt.

Schlüsselwörter: Wissensarbeit, IT-Dienstleistung, gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung


Knowledge Work in ICT-Services - A Challenge to Interdisciplinary Research in Labour Studies

This introductory article highlights new challenges health-related research in labour studies has to face with respect to knowledge work. By the example of knowledge work in ICT-services, it is shown that established concepts of health promotion in the workplace, which are based on an anti-Tayloristic tradition, have to be reflected, further developed and adjusted to knowledge work. Moreover, an introductory overview to articles gathered in this volume is provided.

Key words: knowledge work, ICT-services, health promotion in the workplace


PD Dr. Guido Becke
Forschungszentrum Nachhaltigkeit (artec)
Universität Bremen
Enrique-Schmidt-Str. 7 (SFG)
28359 Bremen
becke@artec.uni-bremen.de

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Darf man als IT-Spezialist psychisch krank werden? Diskursive Rahmenbedingungen für einen präventiven Gesundheitsschutz in Unternehmen der IT-Branche
Ursula Kreft, Elisabeth Meyer, Hans Uske

Der Beitrag betrachtet aus diskursanalytischer und normalismustheoretischer Perspektive einige der Bedingungen, die den Versuch begleiten, Beschäftigte und Unternehmensleitungen der IT-Branche für psychische Belastungen und damit verbundene Gesundheitsgefahren zu sensibilisieren. Konzepte zur Gesundheitsprävention treffen in der IT-Branche und generell in der Wissensarbeit auf verschiedene gesellschaftliche Diskurse, die das Selbstbild, die Subjektivität der Beschäftigten beeinflussen. Zentrale Diskursstränge, die den Umgang mit psychischen Belastungen im Betrieb prägen, sind der normalistische Leistungsdiskurs und der Gesundheitsdiskurs. Das in den Medien immer häufiger auftauchende Schlagwort "Burnout" kann dabei zur Eintrittskarte für präventiven Gesundheitsschutz werden.

Schlüsselwörter: IT-Branche, psychische Erkrankungen, Burnout, gesellschaftlicher Diskurs, Normalisierung, präventiver Gesundheitsschutz


Is an IT Specialist Allowed to be Psychologically Ill? Preconditions Observed in Discourse Concerning Preventive Health Protection in Companies

This article observes the conditions under which attempts are made to sensitize employees and companies in the IT sector to psychological pressures and connected health threats. The approach is based on discourse analysis and normalism theory. Health protection concepts encounter various societal discourses both in the IT/knowledge-based work sector and in society in general, which impact on the self-image and subjective constitution of employees. Especially the discourse on achievement (in accordance with normalism theory) on the one hand and health on the other, are the central discursive threads which determine the way psychological pressures at work are tackled. The term "burn-out", frequently used in the media, provides a point of departure from which to start preventive health protection in companies.

Key words: IT sector, psychological illness, burn-out, societal discourse, normalism, preventive health protection


Ursula Kreft
Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und
Politikberatung (RISP) e. V. an der
Universität Duisburg-Essen
Heinrich-Lersch-Str. 15
47057 Duisburg
ursula.kreft@uni-duisburg-essen.de

Elisabeth Meyer
Berufsfortbildungswerk des DGB (bfw) Ruhr
Emscherstr. 66
45891 Gelsenkirchen
lisa.meyer@bfw-ruhr.de

Dr. Hans Uske
Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und
Politikberatung (RISP) e. V. an der
Universität Duisburg-Essen
Heinrich-Lersch-Str. 15
47057 Duisburg
hans.uske@uni-duisburg-essen.de

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"Handle, bevor dein Körper für dich handelt..." Eine neue Belastungskonstellation in der IT-Industrie und die Notwendigkeit nachhaltiger Gesundheitsförderung
Andreas Boes, Tobias Kämpf, Katrin Roller, Katrin Trinks

Lange galt die IT-Industrie als Eldorado guter Arbeit. Unsere Untersuchungen in der IT-Branche zeigen jedoch, dass sich unter dem Eindruck einer "Zeitenwende" eine neue Belastungskonstellation herausbildet. Diese ist dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedliche Belastungsfaktoren in neuer Qualität zusammenwirken und sich wechselseitig verstärken. In der Folge wird es für die Beschäftigten immer schwerer, ihren "sense of coherence" (Antonovsky) als zentrale Ressource für ihr gesundheitliches Wohlbefinden aufrechtzuerhalten. Damit hängt die Gesundheit der Beschäftigten in weiten Teilen der IT-Industrie heute "am seidenen Faden". Zwei Beschäftigtengruppen sind dabei in besonderem Maße gesundheitlich gefährdet: einerseits Beschäftigte, die sich durch ein hohes Engagement auszeichnen und versuchen, ihren individuellen Wertvorstellungen in Bezug auf qualitativ hochwertige und nachhaltige Arbeit auch weiterhin gerecht zu werden; andererseits untere und mittlere Führungskräfte.

Schlüsselwörter: IT-Industrie, Arbeitsbelastungen, Burn-out, Salutogenese, Hochqualifizierte


"Take Action before your Body takes Action itself" New Risks for Occupational Health and the Necessity of Sustainable Health Promotion in IT Industry

For a long time, work in IT industry has been seen as comparatively devoid of health risks. The recent growth of burn-out cases is a hint that this situation has changed. On the basis of ten case studies and 130 interviews in IT companies, this contribution shows that a new stress constellation is emerging in IT industry: intensification of work, new management conceptions, changes in corporate culture, and new insecurities are interlocking stressors. Even more important: the employees’ "sense of coherence" (Antonovsky) is at risk. In some companies, more than 50% of our interviewees felt at the edge of their endurance or even reported that they in fact experienced a health collapse. The main risk groups are employees with high intrinsic motivation and members of lower and middle management.

Key words: IT industry, stress, occupational health, burn-out, salutogenesis


PD Dr. Andreas Boes
Institut für Sozialwissenschaftliche
Forschung - ISF München e.V.
Jakob-Klar-Str. 9
80796 München
Andreas.Boes@isf-muenchen.de

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Optionsstress in der Wissensarbeit
Holger Pfaff, Brigitte Stieler-Lorenz, Julia Jung, Anika Nitzsche, Carolina Lautenbach

Der moderne Wissensarbeiter muss mit Optionsstress umgehen. Optionsstress ist gegeben, wenn eine Person in einer Situation, die sich durch viele oder komplexe Optionen auszeichnet, zur Einschätzung gelangt, dass diese Situation ihre Ressourcen beansprucht oder übersteigt und ihr Wohlbefinden gefährdet. In diesem Artikel wird der Begriff definiert und von verwandten Begriffen abgegrenzt. Zudem werden die anthropologischen und gesellschaftlichen Hintergründe des Optionsstresses dargestellt. Dabei wird argumentiert, dass Optionsstress durch die Modernisierung der Gesellschaft zunimmt. Erste empirische Arbeiten verfolgen den Ansatz, dass Optionsstress ein Ergebnis von Disbalancen zwischen Belastungen und Ressourcen darstellt. Diese Disbalancen können unter Nutzung kollektiver Kommunikations- und Lernmethoden beeinflusst werden. Weiterer vertiefender Forschungsbedarf besteht bei der Klärung der Frage, welches die Determinanten von Optionsstress sind und wie man diese praktisch nutzbar erfassen und beeinflussen kann.

Schüsselwörter: Wissensarbeiter, Optionsstress, Entscheidung, Gesundheitsförderung, Arbeitsgestaltung, Belastung, Ressourcen


Stress of Options in the Field of Knowledge Work

The modern knowledge worker has to cope with stress of options. Stress of options is given, if a person appraises a situation, which is characterized by many or difficult options, as taxing or exceeding his or her resources and endangering his or her well-being. In this article the term shall be defined and differentiated from related terms. In addition, the anthropological and societal backgrounds will be depicted. It shall be argued, that stress of options is accumulating due to the modernization of society. New empirical research describes the phenomenon as a result of disbalances between demands and resources, which can be influenced by the use of collective learning methods. Further research is needed to identify the determinants of stress of options and methods to measure and influence them.

Key words: knowledge worker, stress of options, decision, health promotion, job design, demands, resources


Prof. Dr. Holger Pfaff
Institut für Medizinsoziologie,
Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft
(IMVR) der Humanwissenschaftlichen Fakultät und der
Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln
Eupener Str. 129
50933 Köln
holger.pfaff@uk-koeln.de

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Innovationsarbeit alternsgerecht gestalten
Anja Gerlmaier

In den "jungen" Innovationsbranchen wie der IT-Industrie werden angesichts des demografischen Wandels zukünftig deutlich mehr ältere Beschäftigte tätig sein als heute. Im Beitrag wird der Frage nachgegangen, wie geistig anspruchsvolle Innovationsarbeit angesichts eines stetig steigenden Wettbewerbsdrucks in diesem Bereich alternsgerecht gestaltet werden kann. Ergebnisse einer quantitativen Untersuchung mit 310 IT-Spezialisten zeigen, dass zwischen 20 - 40 Prozent der Befragten unabhängig vom Alter Anzeichen von psychischer Erschöpfung aufweisen. Mitarbeiter und Projektleiter sind hiervon in höherem Maße betroffen als höhere Führungskräfte. Als zentrale Bedingungsfaktoren können neben Zeitdruck, Arbeitsunterbrechungen und ungeplantem Zusatzaufwand auch widersprüchliche Arbeitsanforderungen, sozio-emotionale Belastungen, Synchronisationserschwernisse zwischen Erwerbsarbeits- und Familienrolle sowie Aneignungsbehinderungen identifiziert werden, deren Ursachen vor allem in dilemmatischen Arbeitssituationen liegen. Beanspruchungsmindernde Ressourcen, die offenbar einen günstigen Einfluss auf die Bewältigungsmöglichkeiten bei belastenden Dilemmata haben, stellen die erlebte Qualität der Führung, der individuelle Gestaltungsspielraum und die arbeitsimmanenten Erholungsmöglichkeiten dar. Tätigkeitsspezifische und kontextsensible Ansätze einer alternsgerechten Gestaltung von IT-Arbeit werden auf Basis der Ergebnisse abgeleitet und Umsetzungsbeispiele benannt.

Schlüsselwörter: Arbeitsfähigkeit, Innovation, Belastung, Burnout, Altern, Arbeitsgestaltung


Age-adapted Work Design in Innovation Work

Based on the ongoing demographic changes in German labor force, experts expect an increasing amount of elder workers in IT services industry in the future. The paper investigates into the prerequisites and options of a work design aiming at an integration of age adapted working conditions and work structures in view of the increasing needs of flexibility and productivity in an environment of high competitive pressure.  The data originate from a survey covering 310 IT service workers (software engineers and designers, IT consultants) working in six IT services companies in Germany. The paper focuses on the degree of mental exhaustion related to age and job position. According to the relational Stressor-Resource-Concept (Moldaschl, 2005), the study focuses on stressors associated with mental strain and disorders, and work related resources. Mental exhaustion is fairly widespread among the IT services staff: 20 - 40% of the employees report on symptoms of mental exhaustion (irrespective of their age). Project managers and project staff are more affected than higher management is. As exhaustion related stressors, the study identifies work overload, work interrupts, unplanned additional work, and contradictory work demands; furthermore, socio-emotional stressors, role conflicts, and restrictions for learning are fairly widespread. Resources with an obvious impact on the reduction of mental exhaustion are identified, as are, e.g., the quality of leadership, the individual leeway in work structuring, and work inherent options for recreation. Finally, task specific and context sensitive approaches of a work design aiming at a reduction of stressors and an extension of resources are discussed, and some best practices are presented.

Key words: work ability, innovation, stress, burnout, aging, job design


Dr. Anja Gerlmaier
Institut Arbeit und Qualifikation
an der Universität Duisburg/Essen
Forsthausweg 2
47057 Duisburg
anja.gerlmaier@uni-due.de

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Ressourcen für die psychische Gesundheit - Burnout-Prävention in der Wissensökonomie
Dagmar Siebecke, Rüdiger Klatt, Kurt-Georg Ciesinger

Burnout ist nicht mehr nur ein Problem der personennahen sozialen Dienstleistungen. Auch in der Wissensökonomie führen die Belastungen zu einem eklatanten Ausmaß an psychischen Störungen. Die Gestaltung der Arbeitsbedingungen bietet Ressourcen, die vor psychischen Problemen schützen. Bislang wird aber in der praktischen Burnout-Prävention und -Therapie das Individuum in den Interventionsfokus gestellt. Die Ergebnisse des BMBF-Forschungsprojektes pragdis führen zu der Forderung nach einer multidisziplinären Betrachtung, die auch die Arbeitssituation mit einschließt - nicht nur in der Forschung, die dies seit langem postuliert, sondern insbesondere in der Praxis von Prävention und Therapie.

Schlüsselwörter: Wissensökonomie, Burnout, psychische Belastung und Beanspruchung, Prävention


Resources to Support Mental Health - Burnout Prevention in Knowledge Economy

Nowadays burnout is no longer a singular problem of individual-related social services. An enormity of mental health problems caused by stress and extraordinary burden is as well realized in knowledge economy. The design of working conditions offers resources that aim at preventing mental-health problems.
Up to now applied burnout prevention and therapy only focus on the individual.
The results of the research project "pragdis" lead to the requirement of a multi disciplinary consideration which involves the demands of healthy working conditions not onl

in research - where it has been postulated for a long time - but especially in the praxis of prevention and therapy.

Key words: knowledge economy, burnout, mental-health problems (mental stress), mental strain, prevention


Dr. Dagmar Siebecke
Technische Universität Dortmund
Forschungsbereich Arbeitssoziologie
Otto-Hahn-Str. 4
44227 Dortmund
dagmar.siebecke@tu-dortmund.de

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Nachhaltige Arbeitsqualität - Ein Gestaltungskonzept für die betriebliche Gesundheitsförderung in der Wissensökonomie
Guido Becke, Peter Bleses, Sandra Schmidt

Jüngere Studien haben gezeigt, dass Wissensarbeit nicht nur gesundheitsförderliche Potenziale besitzt, sondern oftmals auch mit großen gesundheitlichen, speziell psychischen Belastungen einhergeht. In diesem Beitrag wird untersucht, wie eine Gesundheitsförderung in flexiblen Arbeitsstrukturen kleiner und mittlerer Unternehmen der IT- und Medienbranche gestaltet sein könnte. Da die klassischen Konzepte der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) hierfür zwar wichtige Ansatzpunkte bieten (z.B. die Salutogenese-Perspektive), aber auch einige Lücken aufweisen (z.B. Orientierung der Konzepte auf Großunternehmen mit standardisierten Arbeitsstrukturen), wird hier ein an die Strukturen der Wissensökonomie angepasstes Gestaltungskonzept nachhaltiger Arbeitsqualität entfaltet. Es soll in verschiedener Hinsicht eine Weiterentwicklung der BGF ermöglichen: Im Vordergrund stehen dabei die Konzepte des Dialograums und der Integration von BGF-Verfahren und -Prinzipien in bestehende Arbeitsprozesse und Organisationsstrukturen mittels eines Huckepack-Verfahrens.

Schlüsselwörter: Wissensarbeit, betriebliche Leistungskulturen, nachhaltige Arbeitsqualität, ,Huckepack-Verfahren’, betriebliche Dialogräume, betriebliche Gesundheitsförderung


Sustainable Quality of Work - An Approach for Health Promotion in Organised Knowledge Work

Recent research results indicate high levels of psychic strain in ICT-firms. In this paper, intervention approaches are analysed in respect to their capacities to create sustainable work environments for knowledge workers in small and medium-sized ICT-firms. Existing concepts of health promotion in the workplace prove to be inappropriate to such flexible work environments: They are mainly utilised in larger companies and do not take account of high performance cultures that prevail in ICT-services. Therefore, our approach, which is based on the concept of sustainable work design, intends to unfold organisational potentials of salutogenesis by two intervention strategies: First, spaces of (protected) dialogue are created at establishment level. Second, a ,piggy-a-back procedure’ helps to integrate topics, methods and techniques related to the agenda of health promotion in work processes and structures.

Key words: sustainable quality of work, high performance cultures, spaces of dialogue, health promotion in knowledge work


PD Dr. Guido Becke
Forschungszentrum Nachhaltigkeit (artec)
Universität Bremen
Enrique-Schmidt-Str. 7 (SFG)
28359 Bremen
becke@artec.uni-bremen.de

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Präventionspotenzial von Managementinstrumenten - Anwendungsmöglichkeiten in KMU der Wissensökonomie
Janina Evers, Joachim Hafkesbrink, Michael Krause

Die Umsetzung eines ressourcenorientierten Managements ist nicht nur für den Erhalt und die Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Beschäftigten, sondern auch im Hinblick auf die Akquisition leistungsstarker Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von zunehmender Bedeutung. Für kleine und mittlere Unternehmen der Wissensökonomie stellt sich - nicht zuletzt aufgrund der Dynamik der Branche - die Frage, wie Aspekte der Prävention im Wettbewerb um die besten Köpfe eingebracht werden können. Unser Ansatz geht davon aus, dass mit bereits angewendeten Managementinstrumenten sowie aufbauend auf vorhandenen Strukturen und Ressourcen auch in KMU eine Gesundheitsförderung unterstützt werden kann. Aus diesem Grund haben wir ausgewählte Instrumente der Betriebswirtschaft einer eingehenden Prüfung im Hinblick auf ihr Präventionspotenzial unterzogen. Insgesamt zeigt sich, dass der Gestaltungsbeitrag betriebswirtschaftlicher Methoden und Instrumente hoch ist: Durch eine erweiterte Anwendung von Managementinstrumenten kann Prävention in KMU der Wissensökonomie umgesetzt werden.

Schlüsselwörter: Prävention, Führungsinstrumente, KMU, Human Ressource Management


Management-Tools & Prevention Capability: Opportunities of Implementation in SMEs in the Knowledge Economy

The implementation of a resource based management is of great importance in the competitive environment of companies whose working activities are mainly located in the knowledge economy (digital economy). This sector is of a stable growth at high level and questions on how to recruit new employees are of daily importance. Especially for small and medium sized enterprises competing in the struggle for the best and brightest employees is not always easy. This article focuses on prevention in small and medium sized enterprises and our main purpose is to analyze whether a human resource management can also support SMEs to become the Employer of Choice. The article shows how those companies can implement prevention via existing resources - namely with management tools.

Key words: prevention, management tools, SMEs, Human Resource Management


Janina Evers
je@innowise.eu

Joachim Hafkesbrink
jh@innowise.eu

Michael Krause
mk@innowise.eu


INNOWISE
research - consulting
Bürgerstr. 15
47057 Duisburg

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Implikationen für die Strategieumsetzung im betrieblichen Leistungs- und Gesundheitsmanagement in der Wissensarbeit - Eine empirische Überprüfung des Strategy-Map-Konzepts
Burkhard Schmidt, Nils Gamm, Jens Bucksch, Anja Borowczak, Anja Höcke, Johannes Isensee, Julia Thurn, Péter Horváth, Michael Kastner

Der Artikel beschreibt die Strategieentwicklung eines betrieblichen Leistungs- und Gesundheitsmanagements (LGM) in einer "Professional Service Firm" anhand von Strategy Maps. Es galt, die besonderen Anforderungen von Wissensarbeitern dieser Branche in einem strategischen Ansatz zu betrachten und zielgerichtete Interventionen abzuleiten. Im Rahmen einer Mitarbeiterbefragung wurden protektive Faktoren hinsichtlich ihrer Wirkung auf psychische Gesundheit, Zufriedenheit, Identifikation und Leistung erfragt und durch ein Strukturgleichungsmodell überprüft. Die konfirmatorische Analyse bestätigte die Eignung der Strategy Map als funktionales Modell zur Implementierung der Gesundheitsstrategie. Es wird ein Ausblick auf zu bestätigende und anknüpfende Forschungsfragen gegeben.

Schlüsselwörter: Wissensarbeit, Strategy Maps, psychische Gesundheit, Leistungs- und Gesundheitsmanagement


Implications for strategy implementation in health and performance measurement in knowledge work - An empirical study using strategy maps

This article aims at describing strategy implementation of occupational health and performance management in the setting of a professional service firm using strategy maps. It was imperative to check the special needs of knowledge workers in this branch and integrate them into the strategic approach. The goal was to develop tailored interventions. We conducted a survey of employees to examine various protective factors like leadership behavior, employee satisfaction, identification and performance using structure equation modelling (SEM). The confirmatory analysis confirmed the usefulness of strategy maps as a functional model to implement health strategy. The article closes with future prospects on further research requirements.

Key words: knowledge work, strategy maps, mental health, health and performance management


Dipl.-Kfm. Burkhard Schmidt
Lehrstuhl Organisationspsychologie
Technische Universität Dortmund
Emil-Figge-Str. 50
44227 Dortmund
schmidt@orgapsy.tu-dortmund.de

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Evaluation von Change Management-Maßnahmen bei der Einführung unternehmensweiter Standardsoftware auf Basis des "Technology Acceptance Models"
Oliver Kohnke, Karsten Müller

Die vorliegende Studie untersucht die Verwendung des "Technology Acceptance Models" (TAM) von Davis (1986) zur theoriebasierten Evaluation von Change Management-Aktivitäten bei der Implementierung von unternehmensweiten Standardsoftwaresystemen. Im Fokus der Evaluation stehen Informations-, Trainings- und Partizipationsmaßnahmen, die im Kontext der Einführung eines "SAP Supply Chain Management (SCM)"-Systems in der Marketing- und Vertriebsorganisation eines international agierenden Automobilzulieferers durchgeführt wurden. Die Analyse des zu Grunde liegenden Strukturgleichungsmodells ergibt eine gute Eignung des TAM zur formativen und summativen Evaluation von Change-Management-Maßnahmen im Rahmen der Einführung von Standardsoftwaresystemen in Unternehmen. Abschließend werden theoretische und praktische Implikationen der Ergebnisse diskutiert.

Schlüsselwörter: Evaluation, Change Management, Technology Acceptance Model, Standardsoftware, IT-Implementierung


Evaluation of Change Management Interventions in the Context of a Company-wide Standard Software Implementation on Basis of the "Technology Acceptance Model"

The present study investigates the use of the Technology Acceptance Model (TAM) by Davis (1986) for a theory-driven evaluation of change management activities accompanying the implementation of enterprise-wide software systems. The evaluation focuses on information, training and participation measures in the context of the implementation of a "SAP Supply Chain Management (SCM)” system in the marketing and sales organization of an international automotive supplier. Results of structural equation modelling indicate a high usefulness of the TAM in regards to the formative and summative evaluation of change management activities accompanying the implementation of enterprise-wide software systems. Finally, theoretical and practical implications of the results are discussed.

Key words: evaluation, change management, Technology Acceptance Model, standard software, IT-implementation


Dr. Oliver Kohnke
SAP Deutschland AG & Co. KG
SAP Business Transformation Services
Zeppelinstr. 2
85399 Hallbergmoos
oliver.kohnke@sap.com

Prof. Dr. Karsten Müller
Juniorprofessur für Wirtschaftspsychologie
Universität Mannheim
Schloss Ehrenhof Ost, EO 245
68131 Mannheim
karsten.mueller@psychologie.uni-mannheim.de

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